Boeing 737 von Qantas: War vorne zu schwer und hinten zu leicht.

Kinder für Erwachsene gehaltenHeikler Rechenfehler bei Qantas

Das Bodenpersonal von Qantas deklarierte eine Grundschulklasse als Gruppe von Erwachsenen. Das hätte fatale Folgen für den Flug haben können.

Top-Jobs

Pilatus Logo

Principal Engineer - Flight Physics Simulation

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller
aaa aviation academy austria logo

ATO Training Expert (m/f/d)

Aviation Academy Austria
Vollzeit
Neusiedl am See
Top jobs
Österreich
Feste Anstellung
Flugschule
Pilatus Logo

Head of Mechanical Final Assembly PC-12 (a)

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller
Pilatus Logo

Lizenzierter Luftfahrzeugmechaniker Experimental Shop (a)

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller

Es muss ein ziemlich belebter Flug gewesen sein. 87 der 150 Passagiere der Boeing 737 von Qantas waren Grundschulkinder. Für einen Schulausflug flogen sie am 9. Mai von Australiens Hauptstadt Canberra nach Perth. Doch wie die australische Luftfahrtsicherheitsbehörde ATSB in einem neuen Bericht festhält, wären die hinten im Jet sitzenden Kinder dem Flug fast zum Verhängnis geworden.

Denn die Check-In-Mitarbeiter in Canberra begingen einen massiven Fehler: Sie gaben die Kinder als erwachsene Passagiere ein– und die wiegen laut den Unterlagen, welche die Piloten erhalten, im Schnitt 87 Kilogramm. Kinder unter 11 Jahren werden mit 32 Kilogramm angegeben. Und diese Angaben wiederum nutzt der Pilot, um den Abflug zu kalkulieren. 3,5 bis 5 Tonnen zu viel standen in den Unterlagen der Crew.

Vorne zu schwer

Beim Start merkte die Crew im Cockpit, dass etwas anders war als sonst. Der Flieger sei «Nose-Heavy» gewesen, steht in dem Bericht. Vorne sei er also so viel schwerer gewesen, dass es eine Herausforderung war, ihn in die Luft zu bekommen. Beim Steigflug sei man dann schneller gestiegen als berechnet – weil der Flieger eben insgesamt leichter war. Der Winkel habe nicht ganz gestimmt. Zu Warnmeldungen kam es aber nicht.

Während des Fluges passten die Piloten ihre Berechnungen an. Der Kopilot brachte schließlich an, dass es an der Gruppe Kinder liegen könnte. Auch wenn bei dem Zwischenfall niemand zu Schaden kam – die australische Behörde stuft ihn als massive Gefährdung ein. Die korrekte Verteilung des Gewichts sei essenziell für die Berechnungen der Piloten.

Viele Zufälle

Ob es nun wirklich ein Fehler des Bodenpersonals war, ist noch offen. Momentan sieht es aus, als sei es eine Reihe dummer Zufälle. Da die Kinder als Gruppe reisten, gab es nur Mittelwertsangaben zum Alter. Und das durchschnittliche Alter der 87 Kinder wurde mit 12 Jahren angegeben, weshalb sie als Erwachsene deklariert wurden.

Am Flughafen Canberra wollten die Check-In-Angestellten dann eigentlich noch die Gewichte des Aufgabegepäcks anpassen, welches pauschal mit 20 Kilo angegeben ist – Kinder tragen weniger bei sich. Doch wegen eines Computerfehlers konnten die Angestellten den Prozess nicht abschließen.

Mehr zum Thema

ticker-qantas

Weltgrößte Betreiberin: Qantas hat jetzt 43 De Havilland Canada Dash 8-400

ticker-qantas

Qantas nimmt saisonale Flüge von Adelaide nach Auckland wieder auf

ticker-qantas

Qantas zieht Airbus A380 aus Melbourne ab

Die VH-XF7: Der neuste A321-Umbaufrachter von Qantas.

Airbus-A321-Umbaufrachter lösen bei Qantas jetzt die BAE 146-300 ab

Video

learjet absturz florida 01
Die US-Unfalluntersuchungsbehörde NTSB hat sich zum tödlichen Absturz des Bombardier Learjet 60 in Florida geäußert. Das sind die Erkenntnisse über die letzten Minuten des Unglücksfluges, der in ein Wohngebiet stürzte.
Timo Nowack
Timo Nowack
airbus a340 600 d aihz duesseldorf
Zum Abschied gab es für die D-AIHZ noch einen Wassersalut: Am Montag hat auch der letzte Airbus A340-600 von Lufthansa Düsseldorf und Deutschland verlassen.
Timo Nowack
Timo Nowack
Aggrarflugzeug kurz vor Absturz: Das Flugzeug traf einen Kindergarten.
In Brasilien ist ein Agrarflugzeug kurz nach dem Start in eine Kindertagesstätte gestürzt. Das Flugzeug traf glücklicherweise einen Gebäudeteil, den die Kinder nicht nutzen.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies