Die Boeing 737 von Coulson im Einsatz: Die Piloten haben den Unfall überlebt.

Coulson AviationBoeing 737 beim Feuerlöschen in Australien abgestürzt

Erst kürzlich bekam Coulson Aviation den Auftrag von Australien, Brände mit einer Boeing 737 zu bekämpfen. Jetzt ist der Jet bei einem Einsatz abgestürzt.

Top-Jobs

Pilatus Logo

Trainer Aircraft Chief Engineer

Feste Anstellung
Flugzeughersteller
Pilatus Flugzeugwerke AG
Schweiz
Vollzeit
Top jobs
k5 logo

Captain A320 (m/w/d)

K5-Aviation GmbH
München, Hamburg, Stuttgart
Feste Anstellung
Business Aviation
Deutschland
Vollzeit
Top jobs
logo-gi-group

Teamleiter (gn) am Flughafen Hamburg

Hamburg
Feste Anstellung
Gi Group Recruiting
Deutschland
Vollzeit
Top jobs

Wie kaum ein anderes Land leidet Australien unter den Folgen des Klimawandels. Auch im neuen Jahr kämpft es wieder mit extremen Wetterereignissen. Während es im Nordwesten des Landes zu verheerenden Regenfällen kommt, brennt im Südwesten immer wieder der Busch.

Bei der Feuerbekämpfung kommen auch Flugzeuge zum Einsatz, die Unmengen an Wasser über den Bränden ablassen. Diese Technik hat eine lange Geschichte, die in Nordamerika ihren Anfang nahm. In Australien betreibt unter anderem Coulson Aviation drei umgebaute Boeing 737-300 als Löschflugzeuge.

45 Minuten nach dem Start abgestürzt

Eine davon ist nun abgestürzt. Der Unfall ereignete sich am 6. Februar, wie Coulson Aviation mitteilt. Das Tankflugzeug stürzte in der Nähe des Nationalparks Fitzgerald River bei Ravensthorpe im Südwesten des Landes ab. Beide Piloten überlebten. Sie wurden nur leicht verletzt, obwohl das Flugzeug beim Aufprall in Flammen aufging. «Es grenzt an ein Wunder, dass sie das Flugzeug verlassen konnten», erklärte Stephen Dawson, Minister für Rettungsdienste vor Reportern.

Die australischen Ermittler haben eine Untersuchung des Unfalls eingeleitet. Das westaustralische Ministerium für Feuerwehr und Notfalldienste erklärt, die Boeing 737 sei um 15:30 Uhr vom Flughafen Busselton-Margaret River gestartet. Der Auftrag war, Buschfeuer zu bekämpfen. Gegen 16:15 Uhr stürzte der Wasserbomber dann ab.

1995 an Southwest ausgeliefert

Die Boeing 737-300 mit der Kennung N619SW wurde 1995 an Southwest Airlines ausgeliefert und flog bis 2017 Passagiere. 2019 wurde sie von Coulson Aviation USA zu einem Löschflugzeug umgebaut. Erst Anfang dieses Jahres wurde sie nach Australien überstellt.

Die Boeing war damit das jüngste Mitglied in der australischen Coulson-Aviation-Flotte und konnte rund 15.000 Liter Löschmittel abwerfen. Die Feuerwehr-Airline und die australische Regierung hatten für die Maschine erst kürzlich einen Zweijahresvertrag zur Unterstützung der australischen Feuerwehr unterzeichnet. Die Boeing 737 war in Sydney stationiert und sollte in ganz Australien zur Feuerbekämpfung eingesetzt werden.

Mehr zum Thema

Canadair CL-415 bei Löscheinsatz auf Sizilien abgestürzt

Canadair CL-415 bei Löscheinsatz auf Sizilien abgestürzt

Beriev Be-200 in der Türkei abgestürzt

Beriev Be-200 in der Türkei abgestürzt

DHC-515: Soll die Waldbrandbekämpfung in der EU verbessern.

Neues Löschflugzeug startet mit zwei Jahren Verspätung

ticker-australien

Australien erhält zweiten MC-55-Aufklärungsjet

Video

erdfall la guardia loch
Am New Yorker Flughafen LaGuardia ist nahe einer Start- und Landebahn ein tiefes Loch im Rollweg entdeckt worden. Viele Flüge mussten am Mittwoch gestrichen werden.
Timo Nowack
Timo Nowack
Snowbirds im Formationsflug: Die Flugstaffel fliegt ab 2030 mit Pilatus PC-21.
Über 50 Jahre setzten die Snowbirds auf heimische Strahlflugzeuge von Canadair. Nach der aktuellen Saison ist damit Schluss. Künftig werden die Pilotinnen und Piloten der kanadischen Kunstflugstaffel mit Flugzeugen von Pilatus begeistern.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies
Sukhoi Su-57: Erstflug absolviert.
Die neue Variante des russischen Kampfjets soll nicht nur Pilotinnen und Piloten ausbilden, sondern künftig auch Kampfdrohnen koordinieren. Moskau positioniert die Sukhoi Su-57D damit noch stärker als Antwort auf amerikanische Tarnkappenflugzeuge wie die Lockheed Martin F-35.
gerard al fil
Gérard Al-Fil