Beinahe-Crash zwischen Etihad und Emirates: Offenbar streikte die Technik.

Etihad und Emirates in IndienBeinahe-Crash wegen Computerpanne

Die Luftfahrt verlässt sich auf viel Technik. Wenn die mal streikt, kann es gefährlich werden. In Indien kollidierten zwei Jets von Etihad und Emirates beinahe.

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Ein Ausfall im System der Luftüberwachung über Mumbai führte beinahe zu einer Katastrophe: Ein Etihad-Jet auf dem Weg auf die Seychellen und ein Emirates-Flieger nach Dubai wären am 29. März beinahe kollidiert. Ein Fluglotse hatte die Etihad-Maschine auf 36‘000 Fuß geschickt ohne zu wissen, dass der Emirates-Flug auf der gleichen Höhe war – in entgegengesetzter Richtung. Die Piloten änderten schließlich ihren Kurs, nachdem der Antikollision-Alarm im Cockpit beider Maschinen losging. Zu dem Zeitpunkt waren die Maschinen nur noch 25 Sekunden voneinander entfernt.

Grund für den Beinahe-Zusammenstoß war ein Fehler beim Update des Systems ADS der Flugsicherung. Dabei wurden wichtige Dateien gelöscht, berichtet die Zeitung Hindustan Times. ADS ist normalerweise verlässlicher als Radar, um Flugzeugbewegungen nachzuverfolgen. Diesmal aber ging einiges schief: Die Etihad-Maschine befand sich etwa 150 Meilen von dem Ort entfernt, an dem der Fluglotse den Jet vermutete.

Airlines entwarnen: Keine Gefahr

«Es ist nicht klar, warum ADS-Dateien aus unserem System verschwunden sind», erklärte ein Sprecher der indischen Luftfahrtbehörde. Man werde Rücksprache mit dem Hersteller des Systems halten. Ein Emirates-Sprecher bestätigte den Beinahe-Zusammenstoß. «Zu keinem Zeitpunkt waren das Flugzeug, die Passagiere oder die Crew in Gefahr.» Auch Etihad bestätigte den Vorfall und erklärte: «Sicherheit hat bei Etihad oberste Priorität.»

Erste Kritik an der indischen Luftüberwachung wurde laut. «Seit der Sperrung des jemenitischen Luftraums hat sich das Verkehrsaufkommen über Mumbai um etwa 60 Maschinen erhöht», sagte ein Manager des Flughafenbetreibers AAI. Die Luftüberwachung hätte besser auf Notfälle vorbereitet sein müssen. Mittlerweile wurde die Überwachung in Mumbai um zwei weitere Lotsen aufgestockt.

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