Fluggverlauf über Suriname: Die Landung in Paramaribo war nicht möglich.

Flughafen ParamariboAlle Fluglotsen am Ziel krank: Boeing 777 von KLM kann nicht in Suriname landen

Ungewöhnlicher Zwischenfall in Suriname: Als eine Boeing 777 von KLM zur Landung ansetzte, war der Kontrollturm in Paramaribo verwaist; kein einziger Lotse war im Dienst. Erst mussten deshalb Ersatzkräfte aufgeboten werden - teilweise per Helikopter.

Top-Jobs

sunny cars

Customer Service Expert (m/w/d)

München / Remote
Feste Anstellung
Autovermietung
Sunny Cars
Deutschland
30 - 40 Stunden
Top jobs
IFFD Flugdienste

Piloten/ First Officer (m/w/d)

IFFD GmbH
Graz/Klagenfurt
Feste Anstellung
NCC-Betrieb
Österreich
Vollzeit
Top jobs
Sparfell Logo

Flight Operations Officer in Vienna (Austria)

Vienna
Feste Anstellung
Business Aviation
SPARFELL Luftfahrt GmbH
Österreich
Vollzeit
Top jobs

Schlechtes Wetter, ein medizinischer Notfall, technische Probleme - für die Umleitung von Flügen gibt es viele mögliche Gründe. Doch was auf Flug KL713 am 22. Oktober geschah, ist wirklich außergewöhnlich. Im Kontrollturm am Zielort saß kein einziger Lotse.

Die Boeing 777-300 ER von KLM mit dem Kennzeichen PH-BVR befand sich nach rund neun Stunden Flugzeit im Sinkflug auf den Flughafen Johan Adolf Pengel in Paramaribo. Doch auf einer Höhe von rund 18.000 Fuß oder rund 5500 Metern stoppte die Cockpit-Crew den Sinkflug in Richtung der Hauptstadt von Suriname und ging in eine Warteschleife. Denn: Am anderen Ende der Leitung war niemand erreichbar.

Boeing 777 von KLM flog nach Cayenne statt Paramaribo

Nach etwa 25 Minuten entschieden die Piloten von KLM, ins rund 320 Kilometer entfernte Cayenne in Französisch Guayana auszuweichen. Dort landete die Boeing 777 sicher. Sie wartete rund 80 Minuten und setzte anschließend den kurzen Weiterflug nach Paramaribo fort.

Das niederländische Verkehrsministerium bestätigte laut dem auf Zwischenfälle spezialisierten Portal Aviation Herald, dass in Suriname ein massiver Personalmangel in der Flugsicherung herrscht. Das Transportministerium des Landes erklärte, eine Reihe von Fluglotsen habe sich kurzfristig krankgemeldet, wodurch der Flugbetrieb zwischenzeitlich zum Erliegen gekommen sei.

Ersatzpersonal per Helikopter eingeflogen

Um den Betrieb wieder aufzunehmen, wurden 13 Fluglotsen in Ausbildung sowie Ersatzpersonal kurzfristig eingeflogen, teilweise per Hubschrauber. Als der Kontrollturm wieder besetzt war, konnte die Boeing 777 ihren Weiterflug antreten. Der KLM-Flug erreichte Paramaribo letztlich mit knapp drei Stunden Verspätung.

Flugzeuge fliegen nicht von allein – eine Redaktion ebenso wenig. Hinter aeroTELEGRAPH steckt ein eingespieltes Team, das 365 Tage im Jahr am Start ist, um Ihnen die spannendsten Geschichten aus der Luftfahrt zu bringen. Für den Preis von weniger als einem Getränk am Flughafen genießen Sie aeroTELEGRAPH werbefrei und sichern unsere Unabhängigkeit. Jetzt hier klicken und abonnieren

Mehr zum Thema

König Willem-Alexander bei seinem letzten Flug mit einer Boeing 737: Er lässt sich nochmals umschulen.

König Willem-Alexander steuerte das letzte Mal eine Boeing 737 von KLM

ticker-klm

KLM wächst im Sommer auf 164 Ziele - und fliegt neu nach San José

ticker-klm

Zwei Boeing 737 von KLM kollidieren am Flughafen Amsterdam

Airbus A320 Neo von Tap am Gate: Wer greift zu?

Air France-KLM verspricht Tap eine zentrale Rolle im Konzern

Video

König Willem-Alexander bei seinem letzten Flug mit einer Boeing 737: Er lässt sich nochmals umschulen.
Fußballfans, Familien auf dem Weg nach Lappland oder Urlauber nach Ibiza: Viele Passagiere ahnten nicht, dass ihr Kopilot der König der Niederlande war. Jetzt flog Willem-Alexander letztmals mit einer Boeing 737 von KLM - und beginnt nun die Umschulung auf Airbus.
Stefan Eiselin
Stefan Eiselin
amboseli airstrip under water
Ein Video aus dem Amboseli-Nationalpark in Kenia scheint einen See zu zeigen. Aber nein: Es ist die Start- und Landebahn des Park-Airports. Sie ist vollständig im Wasser verschwunden.
Timo Nowack
Timo Nowack
air canada bridgetown umkehr
Am Flughafen Bridgetown ging auf einmal gar nichts mehr. Flüge von Air Canada und Jetblue mussten auf dem Weg zum internationalen Flughafen von Barbados plötzlich umkehren. Grund war ein spontaner Streik.
Timo Nowack
Timo Nowack