Fluggverlauf über Suriname: Die Landung in Paramaribo war nicht möglich.

Flughafen ParamariboAlle Fluglotsen am Ziel krank: Boeing 777 von KLM kann nicht in Suriname landen

Ungewöhnlicher Zwischenfall in Suriname: Als eine Boeing 777 von KLM zur Landung ansetzte, war der Kontrollturm in Paramaribo verwaist; kein einziger Lotse war im Dienst. Erst mussten deshalb Ersatzkräfte aufgeboten werden - teilweise per Helikopter.

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Luftfahrt

Schlechtes Wetter, ein medizinischer Notfall, technische Probleme - für die Umleitung von Flügen gibt es viele mögliche Gründe. Doch was auf Flug KL713 am 22. Oktober geschah, ist wirklich außergewöhnlich. Im Kontrollturm am Zielort saß kein einziger Lotse.

Die Boeing 777-300 ER von KLM mit dem Kennzeichen PH-BVR befand sich nach rund neun Stunden Flugzeit im Sinkflug auf den Flughafen Johan Adolf Pengel in Paramaribo. Doch auf einer Höhe von rund 18.000 Fuß oder rund 5500 Metern stoppte die Cockpit-Crew den Sinkflug in Richtung der Hauptstadt von Suriname und ging in eine Warteschleife. Denn: Am anderen Ende der Leitung war niemand erreichbar.

Boeing 777 von KLM flog nach Cayenne statt Paramaribo

Nach etwa 25 Minuten entschieden die Piloten von KLM, ins rund 320 Kilometer entfernte Cayenne in Französisch Guayana auszuweichen. Dort landete die Boeing 777 sicher. Sie wartete rund 80 Minuten und setzte anschließend den kurzen Weiterflug nach Paramaribo fort.

Das niederländische Verkehrsministerium bestätigte laut dem auf Zwischenfälle spezialisierten Portal Aviation Herald, dass in Suriname ein massiver Personalmangel in der Flugsicherung herrscht. Das Transportministerium des Landes erklärte, eine Reihe von Fluglotsen habe sich kurzfristig krankgemeldet, wodurch der Flugbetrieb zwischenzeitlich zum Erliegen gekommen sei.

Ersatzpersonal per Helikopter eingeflogen

Um den Betrieb wieder aufzunehmen, wurden 13 Fluglotsen in Ausbildung sowie Ersatzpersonal kurzfristig eingeflogen, teilweise per Hubschrauber. Als der Kontrollturm wieder besetzt war, konnte die Boeing 777 ihren Weiterflug antreten. Der KLM-Flug erreichte Paramaribo letztlich mit knapp drei Stunden Verspätung.

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