Ein Airbus A350-1000 von British Airways: Ein Jet dieses Typs erlitt einen Tailstrike.

Aufprall mit dem HeckAirbus A350-1000 bekommt Hintern nicht mehr hoch

Ein Airbus A350-1000 von British Airways schlug in London-Heathrow beim Durchstarten mit dem Heck auf die Piste. Der Untersuchungsbericht zeigt nun, wie es dazu kam.

Top-Jobs

Sparfell Logo

CAMO Engineer f/m/d (full time) in Vienna (Austria)

Vienna
Feste Anstellung
Business Aviation
SPARFELL Luftfahrt GmbH
Österreich
Vollzeit
Top jobs
DERTOUR Logo

Reiseleiter (m/w/d)

Reiseveranstalter
DERTOUR Destination Services AG
Griechenland
Spanien
Portugal
Top jobs
logo aerotelegraph rund

Journalist:in Militärluftfahrt und Verteidigung

Medien
aeroTELEGRAPH
Top jobs
Home Office
Lübeck

Safety Manager (m/w/d) am Flughafen Lübeck

Lübeck
Feste Anstellung
Flughafen Lübeck
Deutschland
Vollzeit
Top jobs

Am Nachmittag des 2. Januar 2022 landete am Flughafen London-Heathrow ein aus Dubai kommender Airbus A350-1000 von British Airways - fast. Denn knapp über der Landebahn 27L startete die Maschine durch. Dabei kam es zu einem sogenannten Tailstrike - das Langstreckenflugzeug schlug also mit dem Heck auf die Piste.

Jetzt hat die britische Untersuchungsbehörde AAIB ihren Bericht zu dem Vorfall vorgelegt. Er zeigt: Als der A350-1000 mit dem Kennzeichen G-XWBC rund 15 Meter vom Boden entfernt war, begann das Ausschweben, die letzte Phase der Landung vor dem Aufsetzen. Dabei wird die Nase des Flugzeuges nach oben gezogen und die Fluggeschwindigkeit reduziert. Der British-Airways-Flieger sank in diesem Moment nicht weiter.

Kurzzeitig fehlte es an Leistung

Bei nur noch 9 Metern über Grund zog der Kopilot, der den Jet steuerte, die Schubhebel zurück, wodurch Geschwindigkeit und Auftrieb weiter sanken. Der Flieger verlor wieder an Höhe - am niedrigsten Punkt auf nur noch rund anderthalb Meter über dem Boden. Allerdings nahm der Kapitän nun an, dass die Aufsetzzone der Landebahn nicht mehr ausreichen würde, da das Ausschweben länger gedauert hatte als üblich.

Er gab den Befehl zum Durchstarten. Der Kopilot leitete das Manöver ein. Dabei zog er die Nase der Maschine kurzzeitig so stark hoch wie möglich. Doch die Fluggeschwindigkeit war niedrig und es dauerte einige Sekunden, bis aus dem Leerlauf heraus wieder genügend Schub da war. Dem A350 fehlte es daher kurzzeitig an Leistung, um sofort an Höhe zu gewinnen. Und so schlug die Maschine durch ihre Neigung mit dem Heck auf die Piste.

Landung hätte gelingen können

Die AAIB hält fest, dass noch 2760 Meter Piste vor dem Flugzeug lagen, «was für eine sichere Landung und Abbremsung ausreichend gewesen wäre». Die Landung hätte jedoch gegen die Regeln von British Airways verstoßen, die vorsehen, dass eine Landung abgebrochen werden muss, wenn die Cockpitcrew damit rechnet, dass die Aufsetzzone nicht mehr ausreicht.

Die Schäden am Flieger Bild: AAIB

Der zweite Landeanflug gelang problemlos. Es wurde niemand verletzt. Das Flugzeug wurde unten am Heck an der Außenhaut, an einer mit den WC-Abwässern verbundenen Klappe und am Tailstrike-Sensor beschädigt.

Den ganzen Untersuchungsbericht finden Sie hier.

Mehr zum Thema

Airbus A350 von Thai Airways:  Ein Jet dieses Typs sank viel zu schnell.

Wieso ein Thai-Airways-A350 Frankfurt gefährlich tief anflog

Airbus A350 trifft auf Tornado

Airbus A350 trifft auf Tornado

Airbus A320 von Air China: Die Fluglinie odert erneut beim europäischen Hersteller.

Air China bestellt 60 Airbus A320 Neo

ticker-airbus-neo-1

Airbus übergibt 800. A320 aus Endmontage in Tianjin

Video

alaska airlines 1282 ntsb boeing 737 max 9
Obwohl im Flug ein Loch im Rumpf einer Boeing 737 Max 9 von Alaska Airlines klaffte, landete die Crew das Flugzeug im Januar 2024 sicher. Jetzt klagt der Kapitän gegen den Flugzeughersteller.
Timo Nowack
Timo Nowack
amsterdam schiphol schneemann
Der Schnee sorgt für Chaos und Hunderte Flugausfälle am größten Flughafen der Niederlande. Trotz der harten Bedingungen hat das Bodenpersonal in Amsterdam offenbar Spaß bei der Arbeit.
Timo Nowack
Timo Nowack
Die Boeing 757 des Justizministeriums der USA nach der Landung in New York: Diktator an Bord.
Nach dem nächtlichen Zugriff der U.S. Army in Caracas endet der Weg des venezolanischen Machthabers vor einem Gericht in New York – an Bord einer 36 Jahre alten Boeing 757 des Justizministeriums der USA.
Stefan Eiselin
Stefan Eiselin