Airbus A321 Neo von Pegasus Airlines: Beim Start in Frankfurt ging bei einem Flugzeug der Airline etwas schief.

Airbus A321 NeoPiloten von Pegasus Airlines wollen in Frankfurt in die falsche Richtung starten

Ein Airbus A321 Neo von Pegasus Airlines sollte von Frankfurt nach Istanbul fliegen. Doch obwohl die Crew eine Startfreigabe Richtung Süden hatte, beschleunigte sie in die entgegengesetzte Richtung. Erst ein Funkspruch der Fluglotsen stoppte den Startversuch.

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Auf einer Startbahn gibt es normalerweise wenig Spielraum für Missverständnisse. Die Fluglotsen geben vor, von welcher Piste und in welche Richtung ein Flugzeug starten darf. Die Cockpitcrew muss sich daran halten. Am Flughafen Frankfurt ging das am Dienstag (20. Oktober) allerdings ziemlich schief. Ein Airbus A321 Neo von Pegasus Airlines wollte starten. Begann das aber in die falsche Richtung.

Der Jet mit dem Kennzeichen TC-RDO sollte als Flug PC996 zum Flughafen Istanbul-Sabiha Gökçen fliegen. Dafür rollte sie über den Rollweg S auf die Startbahn 18. Die Einfahrt liegt rund 1260 Meter hinter dem Anfang der Piste. Die Besatzung erhielt die Freigabe, auf Bahn 18 zu starten. Das bedeutet: Richtung Süden. Doch statt nach links abzubiegen, drehte der Airbus nach rechts und richtete sich nach Norden aus. Er stand damit genau entgegengesetzt zur freigegebenen Startrichtung.

Crew des Airbus A321 Neo von Pegasus beschleunigte in die falsche Richtung

Und es blieb nicht beim falschen Abbiegen. Die Crew begann tatsächlich, in Richtung Norden zu beschleunigen. Die Fluglotsen bemerkten das und meldeten sich per Funk. Bei einer Geschwindigkeit von rund 35 Knoten, also etwa 65 Kilometern pro Stunde, brachen die Piloten von Pegasus Airlines den Startlauf ab, wie das auf Zwischenfälle spezialisierte Portal The Aviation Herald unter Berufung auf Informationen aus dem Flugfunk zuerst berichtete.

Der Airbus A321 Neo verließ die Startbahn über den Rollweg M, rund 530 Meter nach Beginn des Startlaufs. Anschließend rollte er zurück zum Rollhalt am Rollweg S. Rund sieben Minuten später startete Flug PC996 schließlich in die vorgesehene Richtung. Der weitere Flug verlief ohne Zwischenfälle.

Grund für den Fehler nicht bekannt

Die Deutsche Flugsicherung bestätigte gegenüber The Aviation Herald, dass der Vorfall den zuständigen Behörden gemeldet wurde. «Ob und in welchem Umfang eine Untersuchung durchgeführt wird, liegt in der Zuständigkeit der BFU», erklärte sie. Gemeint ist die Bundesstelle für Flugunfalluntersuchung. Eine Anfrage von aeroTELEGRAPH an die Behörde wurde verschickt. Auch Pegasus wurde angefragt. Bei Eintreffen der Antworten wird dieser Artikel entsprechend ergänzt.

Warum sich die Besatzung trotz der Freigabe für Startbahn 18 in die entgegengesetzte Richtung ausrichtete, ist bislang nicht bekannt. Zum Glück erkannten die Mitarbeitenden im Tower den Fehler, bevor das Flugzeug eine hohe Geschwindigkeit erreichte.

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