Eingesammelte Trümmerteile der Unglücksmaschine: Ein neues Team soll neue Erkenntnisse liefern.

AF447: Fokus auf Verhalten

Die französische Flugaufsichtsbehörde untersucht nun die menschlichen Faktoren genauer, die zum Absturz des Airbus A330 geführt haben.

Top-Jobs

DERTOUR Logo

Reiseleiter (m/w/d) am Flughafen Mallorca

Mallorca
Feste Anstellung
Reiseveranstalter
DERTOUR Destination Services AG
Spanien
Top jobs
Hahnair

Kapitän C680A (all genders) mit Zusatzaufgaben

Düsseldorf
Feste Anstellung
Hahn Air Lines GmbH
Deutschland
Vollzeit
Top jobs
Hahnair

Deputy Continuing Airworthiness Manager (all genders)

Düsseldorf
Feste Anstellung
Hahn Air Lines GmbH
Deutschland
Vollzeit
Top jobs
Aero Bildungs Logo

Ausbilder / Technischer Trainer (m/w/d) für Fluggerätelektronik / Avionik / Cat B2 – Luftfahrttechnik

AERO-Bildungs GmbH
Oberpfaffenhofen
Feste Anstellung
Deutschland
Vollzeit
Top jobs

span>Das Bureau d'Enquêtes et d'Analyses (BEA) beruft eine neue Arbeitsgruppe aus diversen Spezialisten ein. Sie soll die «menschlichen Faktoren» vertieft untersuchen, die beim Absturz von Flug AF447 am 1. Juni 2009 möglicherweise eine Rolle spielten. Konkret soll sich das Team die «Aktionen und Reaktionen der Crew» in der entscheidenden Phase des Unglücksfluges genauer anschauen. Daneben prüft es auch die «Ergonomie des Cockpits» und die «Schnittstelle zwischen Mensch und Maschine», so die Behörde in einer Medienmitteilung. Die siebenköpfige Gruppe nimmt ihre Arbeit bereits in den nächsten Tagen auf.

Die Untersuchungskommission besteht aus Spezialisten des Bureau d'Enquêtes et d'Analyses für menschliche Faktoren, einem Psychiater mit Fachgebiet Risikosituationen, einem Aviatiker mit Fachgebiet menschliches Verhalten, einem A330-Piloten und einem Testpiloten. Daneben ziehen die Mitglieder bei Bedarf weitere Experten hinzu, insbesondere solche von Air France und Airbus. Der Bericht des Teams soll bis Ende des Jahres vorliegen.

Verärgerte Piloten

Im dritten Untersuchungsbericht hatte das BEA vor allem die Crew belastet. Insbesondere die Frage, weshalb die Piloten auf die Warnung vor einem Strömungsabriss nicht beziehungsweise falsch handelten, wurde aufgeworfen. In einem solchen Fall soll die Crew laut den Anweisungen nur behutsame Korrekturen vornehmen. Die Informationen aus dem Flugschreiber hatten aber ergeben, dass die Piloten sich daran überhaupt nicht gehalten haben. Offenbar rissen sie die Nase des Fliegers in einem viel zu steilen Winkel nach oben (aeroTELEGRAPH berichtete). Die Vereinigung der Air-France-Piloten kündigte aufgrund der impliziten Vorwürfe erzürnt die Zusammenarbeit mit der Behörde.

Mehr zum Thema

ticker-air-france

Frankreichs Staatsanwaltschaft fordert Verurteilung von Air France und Airbus wegen Absturz von AF447

Ein Bild, das inzwischen zum Symbol für Unglücksflug AF 447 wurde: Leitwerk des abgestürzten Airbus A330 im Atlantik.

Airbus verteidigt sich vor Gericht gegen Vorwürfe im Fall AF447

Brasilianische Rettungskräfte finden die Heckflosse des A330: Kommt es zehn Jahre später zum Prozess?

Staatsanwaltschaft will Prozess gegen Air France

Der Erstflug des Airbus A330: Am 2. November 1992 hob der neue Langstreckenjet erstmals ab.

Der Start, die dunkelste Stunde und die Zukunft des A330

Video

Die Boeing 757 von Icelandair: Heikler Tiefflug.
Nach 40 Jahren geht er in Rente. Auf seinem letzten Flug von Frankfurt nach Keflavik wollte der Kapitän einer Boeing 757 etwas Besonderes machen und flog in sehr niedriger Höhe über seine Heimat hinweg. Icelandair ist verärgert und hat die Behörden eingeschaltet.
Laura Frommberg
Laura Frommberg
etihad airways manchester city
Die Golfairline sponsort den englischen Fußballpokalwettbewerb FA Cup. Emirates ist dadurch auch auf den Trikots präsent. Doch es gibt eine Ausnahme.
Timo Nowack
Timo Nowack
Der Flughafen München steht kurz vor der Eröffnung von Pier 1: Ein Video zeigt den gesamten Bauverlauf.
In München entsteht seit 2019 ein neuer, 95.000 Quadratmeter großer Pier am Terminal 1. Ende April geht der Bau ans Netz. Ein Zeitraffervideo zeigt sieben Jahre Bauarbeiten in 76 Sekunden.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies