Dornier Do328 von Skywork: Das falsche Flugzeug.

Airline muss umdenkenSkywork: Zurück auf Feld eins

Die neue Führung der Schweizer Regionalairline redet Tacheles. Skyworks bisheriger Kurs sei Irrsinn gewesen. Man stehe wieder am Anfang.

Top-Jobs

Sparfell Logo

CAMO Engineer f/m/d (full time) in Vienna (Austria)

Vienna
Feste Anstellung
Business Aviation
SPARFELL Luftfahrt GmbH
Österreich
Vollzeit
Top jobs
DERTOUR Logo

Reiseleiter (m/w/d)

Reiseveranstalter
DERTOUR Destination Services AG
Griechenland
Spanien
Portugal
Top jobs
logo aerotelegraph rund

Journalist:in Militärluftfahrt und Verteidigung

Medien
aeroTELEGRAPH
Top jobs
Home Office
Lübeck

Safety Manager (m/w/d) am Flughafen Lübeck

Lübeck
Feste Anstellung
Flughafen Lübeck
Deutschland
Vollzeit
Top jobs

Martin Inäbnit weiß, dass man zuerst das Gute sagen soll, bevor man das Schlechte vorträgt. Die frühere Führungsmannschaft von Skywork Airlines habe ein gutes Produkt geschaffen, begann der neue Chef und Aktionär der Schweizer Regionalairline. Aber sie habe eben auch viele Altlasten hinterlassen, fuhr er gemäß der Nachrichtenagentur SDA am Dienstag (5. August) bei einem Treffen mit Medienvertretern fort.

Und dann wurde er richtig konkret - und stellte seinen Vorgängern damit ein wenig schmeichelhaftes Zeugnis aus. Skywork sei in den letzten Jahren «irreschnell gewachsen», und das ohne klare Strukturen. Man habe laufend neue Strecken eröffnet, ohne sich groß Gedanken zur Wirtschaftlichkeit zu machen, so Inäbnit. Sein Urteil ist daher vernichtend: «Wir stehen praktisch wieder bei Null», so der neue starke Mann gemäß SDA. Es ist ein teures Nullergebnis. Denn in dieser Zeit verbrannte Skywork rund 70 Millionen Franken oder umgerechnet 58 Millionen Euro.

Skywork hat die falsche Flotte

Auch die Flotte kritisiert der neue Skywork-Lenker. Die fünf Dornier Do328 seien nicht ideal. Besser wären 50-Plätzer, so Inäbnit. Das erkannte schon der ehemalige Skywork-Präsident und Geldgeber Daniel Borer. «Uns fehlen gute 50-Plätzer. Das wäre für uns der Flugzeugtyp, den wir ab Bern-Belp schon heute problemlos betreiben könnten», meinte er 2012 in einem Interview. Er wollte damals zu einem späteren Zeitpunkt Embraer anschaffen.

Doch daraus wird so schnell nichts. Eben erst konnte sich Skywork finanziell stabilisieren und so vor der Pleite retten. Daher bekam die Fluglinie von der Schweizer Aufsichtsbehörde Bundesamt für Zivilluftfahrt (Bazl) auf den Winterflugplan 2014/15 eine unbefristete Betriebsbewilligung. Skywork konnte nachweisen, dass sie nun alle notwendigen Kriterien erfüllt.

Gedanken zur Zukunft

Es ist zumindest ein guter Start für den Neuanfang. Doch Inäbnit will noch nicht in Euphorie verfallen. Er mache sich «in jeglichster Hinsicht» Gedanken zur Zukunft der Fluggesellschaft, meinte er weiter.

Mehr zum Thema

Ryanair Malta Air Boeing 737-800 Landung

Können Sie diese Falschaussagen über die Luftfahrt aufdecken?

Flieger von Air Canada: Kanada erlebt einen Tourismusboom.

USA sind out - noch nie gab es so viele Flüge aus Europa nach Kanada

Die Golden Gate Bridge am Eingang der San Francisco Bay: Beide Flughäfen in der Nähe.

Sommerflaute: Nachfrage für Flüge zwischen Europa und USA erholt sich kaum

Platz 7: Barcelona
55 Millionen (+10,3 Prozent vs. 2023, +4,4 Prozent vs. 2019)

Europas beliebteste Flugrouten im Sommer 2025

Video

Das Doomsday Plane bei der Landung in Los Angeles. Rarer Vogel.
Erstmals seit Langem tauchte wieder eine Boeing E-4B öffentlich auf. Während der Ersatz für die Weltuntergangsflugzeuge der USA bereits entsteht, absolvierte der alternde fliegende Kommandoposten einen ungewöhnlichen Rundflug über das Land.
Stefan Eiselin
Stefan Eiselin
alaska airlines
Die amerikanische Fluggesellschaft ist Boeing-Kundin durch und durch. Das zeigte sie bisher auch auf jedem ihrer Flugzeuge - mit der Aufschrift Proudly All Boeing. Nun hat Alaska Airlines ihren Slogan angepasst.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies
alaska airlines 1282 ntsb boeing 737 max 9
Obwohl im Flug ein Loch im Rumpf einer Boeing 737 Max 9 von Alaska Airlines klaffte, landete die Crew das Flugzeug im Januar 2024 sicher. Jetzt klagt der Kapitän gegen den Flugzeughersteller.
Timo Nowack
Timo Nowack