Luftfahrt: Kommt die Schweizer Klimaabgabe?

Swiss wehrt sichSchweizer Parlament sagt Ja zu Flugticketsteuer

Die Stimmung ist gekippt. Noch vor wenigen Monaten wollte das Schweizer Parlament nichts von einer Klimasteuer in der Luftfahrt wissen. Nun hat die große Kammer zugestimmt.

Top-Jobs

Pilatus Logo

Head of Mechanical Final Assembly PC-12 (a)

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller
Pilatus Logo

Lizenzierter Luftfahrzeugmechaniker Experimental Shop (a)

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller
ticker-dfs-deutsche-flugsicherung

Fluglotse (w/m/d)

Deutsche Flugsicherung DFS
Studium
Langen b. Frankfurt
Top jobs
Deutschland
.

Event Manager (m/f, 100%)

Vollzeit
IRF Reputation AG
Basel
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Luftfahrt

Vergangenes Jahr sagte der Nationalrat - die große Kammer des Schweizer Parlaments - noch Nein. Am Donnerstag (19. September) hat er mit 121 zu 61 Stimmen einem Vorstoß zugestimmt, der eine Steuer auf Flugtickets fordert. «Die Luftfahrt ist heute privilegiert: Fluggesellschaften entrichten auf internationalen Flügen keine Mineralölsteuern auf Kerosin, und die Passagiere zahlen für ihre Tickets keine Mehrwertsteuer. [...] Sie profitiert somit nicht nur von indirekten Subventionen, sondern profitiert auch von einem Wettbewerbsvorteil gegenüber anderen Verkehrsträgern», argumentierte Jürg Grossen, der grünliberale Autor des Antrages. Die Schweiz müsse deshalb eine «Abgabe, Gebühr oder Lenkungsabgabe in der Zivilluftfahrt einführen, die den «Klimaauswirkungen Rechnung trägt».

Die Schweizer Regierung hatte für eine Ablehnung des Antrags plädiert. Nun muss der Ständerat als zweite Kammer befinden. Sagt er ebenfalls Ja, müsste die Regierung einen Gesetzestext ausarbeiten, dann würde dieser im Parlament beraten und am Ende würde allenfalls eine Volksabstimmung folgen. Daher dauert es noch Jahre, bis der aktuelle Vorschlag auch umgesetzt wird. Swiss hat sich wiederholt vehement gegen eine Flugticketabgabe gewehrt. Die Airline verweist darauf, dass ein nationaler Alleingang sie benachteilige.

Deutscher Verband warnt

Allerdings gibt es in anderen europäischen Ländern ähnliche Bestrebungen. Am Freitag wird sich auch Berlin mit Maßnahmen beschäftigen. Das Klimakabinett, ein Ausschuss der Bundesregierung, entscheidet über Mittel zur Erreichung der deutschen Klimaschutzziele. Der Bundesverband der Deutschen Fluggesellschaften warnt bereits davor, «dass mögliche Maßnahmen die deutschen Unternehmen im Luftverkehr im internationalen Wettbewerb weiter benachteiligen» könnten.

Mehr zum Thema

Himmel: Der Luftverkehr als Verursacher von CO<sub>2 </sub>sollte besteuert werden.

Schweiz führt keine Ticketsteuer ein

Luftfahrt: Kommt die Schweizer Klimaabgabe?

7 Euro für jeden abfliegenden Passagier

Der Atmosfair Airline Index vergleicht die Treibhausgasemissionen der größten Fluggesellschaften weltweit. Er bewertet die CO<sub>2</sub>-Effizienz ausschließlich für gleiche Strecken (zum Beispiel Paris - London oder Frankfurt - New York). Das ist fairer als ein reiner Vergleich des Ausstoßes.

Welche Airline wie klimafreundlich fliegt

Emirates und Dubai: Zwei Schwergewichte der Luftfahrt, die zuletzt Passagiereinbrüche verzeichneten.

Wer zählt am meisten Passagiere?

Video

airbus a340 600 lufthansa abschied duesseldorf
Der erste von vier Airbus A340-600 von Lufthansa hat Düsseldorf wieder verlassen. Der lange Vierstrahler winkte zum Abschied.
Timo Nowack
Timo Nowack
Airbus A350 von Finnair in Melbourne: Der Weihnachtsmann fliegt selbstverständlich mit der finnischen Nationalairline nach Australien.
15.200 Kilometer, ein Zwischenstopp in Bangkok und ein neuer Kontinent im Streckennetz: Finnair hat ihre erste Australien-Verbindung eröffnet. Weshalb die Wahl auf Melbourne fiel, warum auch Fracht eine wichtige Rolle spielt und weshalb selbst der Iran-Krieg die Airline nicht von ihren Plänen abbrachte.
Stefan Eiselin
Stefan Eiselin
6767 bitte? Der Wunsch wurde dem Piloten erfüllt.
Ein Privatpilot in den USA wollte beim Funken offenbar ein bisschen Spaß haben. Also fragte er die Flugsicherung nach einem ganz bestimmten Transpondercode: 6767. Der Fluglotse verstand die Anspielung auf das Internet-Meme Six Seven und musste lachen.
Laura Frommberg
Laura Frommberg