Luftfahrt: Kommt die Schweizer Klimaabgabe?

Swiss wehrt sichSchweizer Parlament sagt Ja zu Flugticketsteuer

Die Stimmung ist gekippt. Noch vor wenigen Monaten wollte das Schweizer Parlament nichts von einer Klimasteuer in der Luftfahrt wissen. Nun hat die große Kammer zugestimmt.

Top-Jobs

Pilatus Logo

Team Leader Account Management

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller
HahnAir

Compliance Monitoring Manager (all genders)

Hahn Air Lines GmbH
Vollzeit
Düsseldorf
Top jobs
Deutschland
Feste Anstellung
Luftfahrt
Etihad Job

Captain A320

Etihad Airways
Vollzeit
Abu Dhabi
Top jobs
United Arab Emirates
Feste Anstellung
Etihad Job

First Officer A320

Abu Dhabi
Feste Anstellung
Etihad Airways
United Arab Emirates
Vollzeit
Top jobs

Vergangenes Jahr sagte der Nationalrat - die große Kammer des Schweizer Parlaments - noch Nein. Am Donnerstag (19. September) hat er mit 121 zu 61 Stimmen einem Vorstoß zugestimmt, der eine Steuer auf Flugtickets fordert. «Die Luftfahrt ist heute privilegiert: Fluggesellschaften entrichten auf internationalen Flügen keine Mineralölsteuern auf Kerosin, und die Passagiere zahlen für ihre Tickets keine Mehrwertsteuer. [...] Sie profitiert somit nicht nur von indirekten Subventionen, sondern profitiert auch von einem Wettbewerbsvorteil gegenüber anderen Verkehrsträgern», argumentierte Jürg Grossen, der grünliberale Autor des Antrages. Die Schweiz müsse deshalb eine «Abgabe, Gebühr oder Lenkungsabgabe in der Zivilluftfahrt einführen, die den «Klimaauswirkungen Rechnung trägt».

Die Schweizer Regierung hatte für eine Ablehnung des Antrags plädiert. Nun muss der Ständerat als zweite Kammer befinden. Sagt er ebenfalls Ja, müsste die Regierung einen Gesetzestext ausarbeiten, dann würde dieser im Parlament beraten und am Ende würde allenfalls eine Volksabstimmung folgen. Daher dauert es noch Jahre, bis der aktuelle Vorschlag auch umgesetzt wird. Swiss hat sich wiederholt vehement gegen eine Flugticketabgabe gewehrt. Die Airline verweist darauf, dass ein nationaler Alleingang sie benachteilige.

Deutscher Verband warnt

Allerdings gibt es in anderen europäischen Ländern ähnliche Bestrebungen. Am Freitag wird sich auch Berlin mit Maßnahmen beschäftigen. Das Klimakabinett, ein Ausschuss der Bundesregierung, entscheidet über Mittel zur Erreichung der deutschen Klimaschutzziele. Der Bundesverband der Deutschen Fluggesellschaften warnt bereits davor, «dass mögliche Maßnahmen die deutschen Unternehmen im Luftverkehr im internationalen Wettbewerb weiter benachteiligen» könnten.

Mehr zum Thema

Himmel: Der Luftverkehr als Verursacher von CO<sub>2 </sub>sollte besteuert werden.

Schweiz führt keine Ticketsteuer ein

Luftfahrt: Kommt die Schweizer Klimaabgabe?

7 Euro für jeden abfliegenden Passagier

Der Atmosfair Airline Index vergleicht die Treibhausgasemissionen der größten Fluggesellschaften weltweit. Er bewertet die CO<sub>2</sub>-Effizienz ausschließlich für gleiche Strecken (zum Beispiel Paris - London oder Frankfurt - New York). Das ist fairer als ein reiner Vergleich des Ausstoßes.

Welche Airline wie klimafreundlich fliegt

Emirates und Dubai: Zwei Schwergewichte der Luftfahrt, die zuletzt Passagiereinbrüche verzeichneten.

Wer zählt am meisten Passagiere?

Video

Ilyushin Il-96: Das Flugzeug ist am 16. September in Köln gelandet.
Eine Ilyushin Il-96 der russischen Spezialflugstaffel ist heute in Köln/Bonn gelandet. Vermutet wird, dass die Maschine Mitarbeitende des russischen Konsulats in Bonn abholt. Die Landung im Video.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies
Herabfallende Deckenverkleidung: Die passagiere waren in Panik.
Kurz nach dem Start in Mashhad geriet eine Boeing 737 von Sepehran Airlines in Schwierigkeiten. Videos zeigen heftige Vibrationen, durch die sich große Teile der Deckenverkleidung lösten und in den Gang fielen. Die Crew erklärte eine Luftnotlage und kehrte zum Flughafen zurück.
Laura Frommberg
Laura Frommberg
Mann auf dem Vorfeld in Paris: Mitarbeitende des Airports konnten ihn stoppen.
Ein Mann ist am Flughafen Paris-Charles de Gaulle offenbar durch die Sicherheitsbarrieren gelangt und bis aufs Vorfeld vorgedrungen. Flughafenmitarbeiter verfolgten ihn mit einem Dienstfahrzeug und konnten ihn stoppen.
Laura Frommberg
Laura Frommberg