Himmel: Der Luftverkehr als Verursacher von CO<sub>2 </sub>sollte besteuert werden.

KlimaschutzSchweiz führt keine Ticketsteuer ein

Das Schweizer Parlament lehnt die Einführung einer CO2-Lenkungsabgabe auf Flugtickets ab. Die Niederlande dagegen wollen die Ticketsteuer 2021 wieder einführen.

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Zwei verschiedene Vorschläge lagen auf dem Tisch. Beiden wollten sie eine Lenkungsabgabe einführen, um den CO2-Ausstoß des Luftverkehrs zu verringern. «Der Bund erhebt ab 1. Januar 2022 eine Flugticketabgabe bei Abflügen im Linienverkehr ab allen inländischen Flugplätzen», heißt es im Entwurf, über die am Montag (10. Dezember) der Nationalrat als große Kammer des schweizerischen Parlaments abstimmte.

In der Schweiz abfliegende Passagiere hätten dadurch zwischen 12 und 20 Franken (umgerechnet 11.50 und 18 Euro) für einen Europaflug mehr bezahlen müssen oder 30 und 50 Franken für einen längeren Flug. Das eingenommene Geld wäre am Ende zu zwei Dritteln wieder an die Bevölkerung verteilt worden. Doch die Mehrheit der Politiker war gegen den Vorschlag. Mit 93 zu 88 Stimmen lehnten sie die Ticketsteuer ab. Zwar muss der Ständerat als zweite Kammer auch noch darüber befinden, ein Ja ist dort aber unwahrscheinlich.

7 Euro in den Niederlanden geplant

Der europäische Luftfahrtverband warnt generell davor, solche Steuern einzuführen. Sie seien nicht zielführend, so ein Sprecher von A4E Airlines for Europe. Auch die Iata hat eine klare Meinung: Statt auf regionale solle man auf globale Lösungen setzen. In Österreich wurde die Ticketsteuer dieses Jahr halbiert. In den Niederlanden soll sie hingegen wieder eingeführt werden, wie kürzlich die neue Koalition beschlossen hat. Sie soll generell 7 Euro pro Flug betragen.

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Der Atmosfair Airline Index vergleicht die Treibhausgasemissionen der größten Fluggesellschaften weltweit. Er bewertet die CO<sub>2</sub>-Effizienz ausschließlich für gleiche Strecken (zum Beispiel Paris - London oder Frankfurt - New York). Das ist fairer als ein reiner Vergleich des Ausstoßes.

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