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Taxi-Airline kommt nicht vom Fleck

Die Taxifahrer Südafrikas machten im Herbst mit der Ankündigung ihrer eigenen Airline Furore. Doch der Start verläuft holprig.

The Presidency of the Republic of South Africa

Santaco-Flieger beim Erstflug: Noch kann man keine Tickets kaufen.

Eigentlich wollte Santaco Airlines schon im November richtig abheben – pünktlich zur Weihnachts- und Reisezeit. Im September kündigte der South African National Taxi Council (Santaco) an, eine eigene Fluggesellschaft zu gründen. Die Vereinigung der Taxifahrer Südafrikas wollte damit eine völlig neue Zielgruppe ansprechen: Arme Bevölkerungskreise, für die Fliegen bislang jenseits der Budgetgrenze liegt. Die Airline will Strecken bedienen, die die Konkurrenz nicht erfliegt – und für die die Reisenden bis zu vierzehnstündige Taxifahrten auf sich nehmen. Außerdem sollten die Flüge mit Taxifahrten kombiniert werden. Mit Kollektivtaxis sollen die Fluggäste aus entlegeneren Ortschaften zum Provinzflughafen gebracht werden. Und am Zielort ist die Taxifahrt dann wiederum im Preis inbegriffen.

Doch bisher hat sich nicht wirklich etwas getan. Bis auf den symbolischen Erstflug im September, bei dem auch Präsident Jacob Zuma und Verkehrsminister Sbu Ndebele dabei waren, bleiben die Santaco-Flieger noch am Boden. Wie Santaco-Generalsekretär Philip Taaibosch laut dem Nachrichtenportal Sowetanlive Ende Dezember bekannt gab, fehlt es an der Lizenz für eine Boeing B737 mit hundert Sitzplätzen. Tickets werde man erst verkaufen, wenn man das Datum wisse, an dem die Lizenz ausgestellt werde.

Übernahme einer Airline

Diese sollen dann allerdings ziemlich preiswert sein. Rund 500 bis 600 Rand (ungefähr 55 Euro/70 Franken pro Strecke) sollen Tickets denn auch nur kosten. Doch noch ist nicht klar, wann die Reisenden davon profitieren können. Man rechne damit, dass die Lizenz zwischen Januar und Februar gültig werde. Taaibosch erklärte auch, Santaco befinde sich gerade in Verhandlungen mit einer großen Airline mit gutem Ruf, die man übernehmen wollte. Den Namen des Unternehmens wollte er allerdings nicht nennen. Die Verhandlungen seien gerade in einer sensiblen Phase. Auch dieses Geschäft wolle man unter Dach und Fach haben, bevor der Flugbetrieb beginnt.



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