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Annahme des IAG-Angebots

Großer Reibach für Ryanair

Lange versuchte die irische Billigairline Aer Lingus zu übernehmen. Nun verkauft Ryanair die aufgebaute 29-Prozent-Beteiligung an IAG. Und verdient dabei kräftig.

Informatique/Flickr/CC

Airbus von Aer Lingus: Ryanair macht den Abflug.

Nur intelligente Menschen ändern ihre Meinung. Dieser Devise scheint auch Michael O’Leary nachzuleben. 2012 wollte der Chef von Ryanair die nationale Konkurrentin Aer Lingus übernehmen. Man schaffe so «eine starke irische Gruppe». Der Zusammenschluss der beiden Fluggesellschaften sei der beste Weg für Aer Lingus, um irisch zu bleiben und von Irland aus geführt zu werden sowie den irischen Bürgern zu dienen».

Heute sieht er es etwas anders. «Die Vorstellung, dass Aer Lingus eine Art Nationalsymbol ist, ist völlig überholt», sagte O’Leary nun in einem Radiointerview. Kein Wunder. Der Aufsichtsrat von Ryanair beschloss am Freitag (10. Juni) einstimmig, den in den letzten Jahren nach und nach aufgebauten Anteil an Aer Lingus von 29,8 Prozent an IAG – die Mutter von British Airways, Iberia und Vueling – zu verkaufen. «Wir glauben, dass das Angebot vernünftig und im besten Interesse unserer Aktionäre ist», so O’Leary weiter in einer Medienmitteilung.

Etihad steigt ebenfalls bei Aer Lingus aus

Ryanair bezahlte für das Aer-Lingus-Aktienpaket an schätzungsweise rund 200 Millionen Euro. Nun bekommen die Iren rund 383 Millionen. Auch Etihad ist an Aer Lingus beteiligt. Die Golfairline aus Abu Dhabi besitzt 4,9 Prozent der Aktien und will den Anteil verkaufen. Sie zahlte rund 24 Millionen und bekommt nun 53 Millionen Euro zurück.



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