ReferendumRyanair und Easyjet kämpfen gegen Brexit

Die Bürger Großbritanniens stimmen im Juni über den Verbleib in der EU ab. Aktiv gegen einen Brexit werden sich Ryanair und Easyjet engagieren - aus Überzeugung.

Top-Jobs

Pilatus Logo

Team Leader Account Management

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller
HahnAir

Compliance Monitoring Manager (all genders)

Hahn Air Lines GmbH
Vollzeit
Düsseldorf
Top jobs
Deutschland
Feste Anstellung
Luftfahrt
Etihad Job

Captain A320

Etihad Airways
Vollzeit
Abu Dhabi
Top jobs
United Arab Emirates
Feste Anstellung
Etihad Job

First Officer A320

Abu Dhabi
Feste Anstellung
Etihad Airways
United Arab Emirates
Vollzeit
Top jobs

Am 23. Juni geht es um die Zukunft Großbritanniens. Premierminister David Cameron hat für den Tag ein Referendum über den Verbleib seines Landes in der Europäischen Union angesetzt. «Wir stehen von einer der wichtigsten Entscheidungen unseres Lebens», so der Politiker. Gegner und Befürworter eines EU-Austritts – aus den beiden Wörtern Britain und Exit zusammengefasst Brexit genannt – haben nun 122 Tage Zeit, um das Volk hinter sich zu scharen. Die Ausgangslage ist äußerst knapp.

Einer der sich vehement für einen Verbleib der Insel in der Union engagieren wird, ist Michael O'Leary. «Wir werden aktiv am Abstimmungskampf teilnehmen», meinte der Ryanair-Chef kürzlich bei einer Konferenz in Amsterdam. Denn er glaube, dass ein Brexit schlecht für Wirtschaft Großbritanniens und die der EU sei. «Ich glaube nicht, dass nach einem Brexit weniger geflogen würde», ergänzte er im Gespräch mit aeroTELEGRAPH. Aber der EU-Austritt sie ganz einfach falsch, auch wenn er selbst immer wieder mit Entscheidungen aus Brüssel hadere.

Kinder des EU-Binnenmarktes

Auch Easyjet will aktiv für ein Ja zur EU kämpfen. «Wir werden unsere Meinung klar äußern», sagte Vorstandsvorsitzende Carolyn McCall kürzlich in einem Interview mit aeroTELEGRAPH. «Unser Fokus wird aber darauf liegen, dass die Verbraucher wissen, welche Vorteile sie vom EU-Binnenmarkt haben.» An einen Austritt wolle sie lieber nicht denken. Für den Fall eines Falles hat Easyjet jedoch vorgesorgt. «Wir haben drei Optionen in der Schublade», so McCall.

Easyjet und Ryanair sind Kinder des EU-Binnenmarktes, der 1993 geschaffen wurde. Er brachte Europa den freien Waren- und Personenverkehr - und einen riesigen Wachstumsschub. Vier Jahre später war auch die seit 1987 schrittweise eingeleitete Liberalisierung der Luftfahrt vollendet. Die letzten bis noch bestehenden geschäftlichen Einschränkungen für europäische Luftfahrtunternehmen innerhalb der EU waren abgeschafft und der europäische Luftverkehrsbinnenmarkt konnte in Kraft treten. Später wurde er auf Norwegen, Island und die Schweiz ausgeweitet. Die Folge war in der Luftfahrt mehr Wettbewerb mit tieferen Preisen und mehr Verbindungen.

Ryanair wuchs zur europäischen Nummer zwei

Kein Wunder, dass Easyjet zu jener Zeit entstand. 1996 führte die Airline ihren ersten Flug durch und wuchs seither kontinuierlich auf inzwischen fast 70 Millionen jährliche Passagiere. Ryanair existiert zwar seit 1985. Doch die kleine irische Fluggesellschaft begann erst ab den Neunzigerjahren so richtig zu florieren. Beflügelt von den neuen Freiheiten des Binnenmarktes wuchs sie zur zweitgrößten Fluggesellschaft des Kontinents heran – mit heute 101 Millionen transportierten Passagieren.

Mehr zum Thema

ticker-easyjet

Easyjet-Pilotinnen und Piloten in Frankreich setzen Streik aus

Airbus A320 von Easyjet: Ein Flugzeug der Airline musste in Mailand evakuiert werden.

Powerbank sorgt für Rauch in Airbus A320 von Easyjet - Mailand-Malpensa muss Betrieb einstellen

ticker-easyjet

Russische Leasingfirma verklagt Easyjet auf 72 Millionen Pfund Schadenersatz

Boeing 737 Max 8 am Flughafen Neapel: Während der Schließung weicht die Airline nach Salerno aus.

Ein Monat ohne Flüge: So reagieren die Airlines auf die Sperrung von Neapel

Video

Ilyushin Il-96: Das Flugzeug ist am 16. September in Köln gelandet.
Eine Ilyushin Il-96 der russischen Spezialflugstaffel ist heute in Köln/Bonn gelandet. Vermutet wird, dass die Maschine Mitarbeitende des russischen Konsulats in Bonn abholt. Die Landung im Video.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies
Herabfallende Deckenverkleidung: Die passagiere waren in Panik.
Kurz nach dem Start in Mashhad geriet eine Boeing 737 von Sepehran Airlines in Schwierigkeiten. Videos zeigen heftige Vibrationen, durch die sich große Teile der Deckenverkleidung lösten und in den Gang fielen. Die Crew erklärte eine Luftnotlage und kehrte zum Flughafen zurück.
Laura Frommberg
Laura Frommberg
Mann auf dem Vorfeld in Paris: Mitarbeitende des Airports konnten ihn stoppen.
Ein Mann ist am Flughafen Paris-Charles de Gaulle offenbar durch die Sicherheitsbarrieren gelangt und bis aufs Vorfeld vorgedrungen. Flughafenmitarbeiter verfolgten ihn mit einem Dienstfahrzeug und konnten ihn stoppen.
Laura Frommberg
Laura Frommberg