Boeing 737 von Ryanair: Weniger in Weeze, gar nicht mehr in Bremen.

Billigairline mit GewinnwarnungRyanair schließt Basis in Bremen und kappt Weeze

Derzeit läuft es alles andere als rund bei Ryanair. Die Fluggesellschaft musste eine Gewinnwarnung herausgeben und schließt Standorte. Die Piloten sind sauer.

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Die irische Billigairline hat einige turbulente Monate hinter sich. Immer wieder kam es bei Ryanair zu Streiks, die wiederum zu Flugstreichungen führten. Und das hat sich offenbar auch auf die Buchungen ausgewirkt. In den anstehenden Herbstferien und auch für die Weihnachtszeit buchten weniger Passagiere als erwartet wurde. Das Vertrauen der Kunden sei angeschlagen, so Ryanair-Chef Michael O'Leary in einer Pressemitteilung.

Das zwang die Fluggesellschaft jetzt, die Gewinnerwartungen für das laufende Geschäftsjahr herunterzuschrauben. Statt zwischen 1,25 und 1,35 Milliarden Euro dürfte der Gewinn nur noch zwischen 1,10 und 1,20 Milliarden liegen, heißt es. Als zusätzliche Gründe für den Schritt nennt das Management höhere Kosten für Kompensationen nach EU-Verordnung 261 bei Verspätungen und die gestiegenen Treibstoffpreise.

Weniger Kapazität

Zusätzlich müsse man die Kapazität herunterschrauben, heißt es. Daher schließt die Fluggesellschaft auch zwei Basen in Europa: die in Eindhoven und die in Bremen. In der niederländischen Stadt sind vier Flugzeuge stationiert, in Bremen zwei. Die Basis in Weeze wird zudem verkleinert. Derzeit sind dort noch fünf Flugzeuge stationiert, ab dem Winter werden es nur noch drei sein.

In einem Schreiben an die Angestellten schließt die Fluglinie weitere Anpassungen nach unten oder Schließungen nicht aus. Sollte der Ölpreis weiter so hoch liegen und die Einnahmen aus dem Flugbetrieb weiter so tief, dann sei man zu weiteren Schritten gezwungen.

Crews reden von Angstmacherei

In den kommenden Tagen werde man die betroffenen Crews kontaktieren, um Jobverluste so gering wie möglich zu halten.  Die Angestellten sind dennoch sauer. Piloten reden von «Angstmacherei». Die Airline habe schon länger vorgehabt, die Basen zu schließen.

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