Boeing 737 von Ryanair: Weniger in Weeze, gar nicht mehr in Bremen.

Billigairline mit GewinnwarnungRyanair schließt Basis in Bremen und kappt Weeze

Derzeit läuft es alles andere als rund bei Ryanair. Die Fluggesellschaft musste eine Gewinnwarnung herausgeben und schließt Standorte. Die Piloten sind sauer.

Top-Jobs

Pilatus Logo

Trainer Aircraft Chief Engineer

Feste Anstellung
Flugzeughersteller
Pilatus Flugzeugwerke AG
Schweiz
Vollzeit
Top jobs
k5 logo

Captain A320 (m/w/d)

K5-Aviation GmbH
München, Hamburg, Stuttgart
Feste Anstellung
Business Aviation
Deutschland
Vollzeit
Top jobs
logo-gi-group

Teamleiter (gn) am Flughafen Hamburg

Hamburg
Feste Anstellung
Gi Group Recruiting
Deutschland
Vollzeit
Top jobs

Die irische Billigairline hat einige turbulente Monate hinter sich. Immer wieder kam es bei Ryanair zu Streiks, die wiederum zu Flugstreichungen führten. Und das hat sich offenbar auch auf die Buchungen ausgewirkt. In den anstehenden Herbstferien und auch für die Weihnachtszeit buchten weniger Passagiere als erwartet wurde. Das Vertrauen der Kunden sei angeschlagen, so Ryanair-Chef Michael O'Leary in einer Pressemitteilung.

Das zwang die Fluggesellschaft jetzt, die Gewinnerwartungen für das laufende Geschäftsjahr herunterzuschrauben. Statt zwischen 1,25 und 1,35 Milliarden Euro dürfte der Gewinn nur noch zwischen 1,10 und 1,20 Milliarden liegen, heißt es. Als zusätzliche Gründe für den Schritt nennt das Management höhere Kosten für Kompensationen nach EU-Verordnung 261 bei Verspätungen und die gestiegenen Treibstoffpreise.

Weniger Kapazität

Zusätzlich müsse man die Kapazität herunterschrauben, heißt es. Daher schließt die Fluggesellschaft auch zwei Basen in Europa: die in Eindhoven und die in Bremen. In der niederländischen Stadt sind vier Flugzeuge stationiert, in Bremen zwei. Die Basis in Weeze wird zudem verkleinert. Derzeit sind dort noch fünf Flugzeuge stationiert, ab dem Winter werden es nur noch drei sein.

In einem Schreiben an die Angestellten schließt die Fluglinie weitere Anpassungen nach unten oder Schließungen nicht aus. Sollte der Ölpreis weiter so hoch liegen und die Einnahmen aus dem Flugbetrieb weiter so tief, dann sei man zu weiteren Schritten gezwungen.

Crews reden von Angstmacherei

In den kommenden Tagen werde man die betroffenen Crews kontaktieren, um Jobverluste so gering wie möglich zu halten.  Die Angestellten sind dennoch sauer. Piloten reden von «Angstmacherei». Die Airline habe schon länger vorgehabt, die Basen zu schließen.

Mehr zum Thema

ticker-ryanair

Ryanair erhöht Bonus fürs Aufspüren von zu großem Gepäck

ticker-spanien

Spanien, Italien und Griechenland treiben Wachstum im europäischen Flugmarkt

ticker-ryanair

Italiens höchstes Gericht hebt Millionenstrafe gegen Ryanair auf

ticker-ryanair

Ryanair fliegt auch im Winter von Paderborn/Lippstadt nach Alicante

Video

erdfall la guardia loch
Am New Yorker Flughafen LaGuardia ist nahe einer Start- und Landebahn ein tiefes Loch im Rollweg entdeckt worden. Viele Flüge mussten am Mittwoch gestrichen werden.
Timo Nowack
Timo Nowack
Snowbirds im Formationsflug: Die Flugstaffel fliegt ab 2030 mit Pilatus PC-21.
Über 50 Jahre setzten die Snowbirds auf heimische Strahlflugzeuge von Canadair. Nach der aktuellen Saison ist damit Schluss. Künftig werden die Pilotinnen und Piloten der kanadischen Kunstflugstaffel mit Flugzeugen von Pilatus begeistern.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies
Sukhoi Su-57: Erstflug absolviert.
Die neue Variante des russischen Kampfjets soll nicht nur Pilotinnen und Piloten ausbilden, sondern künftig auch Kampfdrohnen koordinieren. Moskau positioniert die Sukhoi Su-57D damit noch stärker als Antwort auf amerikanische Tarnkappenflugzeuge wie die Lockheed Martin F-35.
gerard al fil
Gérard Al-Fil