Flieger von Lufthansa und Ryanair: Die Airlines schenken sich nichts.

Besser günstige TicketsRyanair nimmt Lufthansa wegen Leerflügen auf die Schippe

Die deutsche Airline hatte sich über die EU und deren Slot-Regeln beklagt, die zu 18.000 leeren Flügen führen sollen. Jetzt hagelt es Kritik an Lufthansa und Ryanair nutzt das für einen Tritt ans Schienbein.

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Eine Zahl geht um die Welt. Anfang des Jahres erklärte Konzernchef Carsten Spohr, die Lufthansa-Gruppe müsse diesen Winter rechnerisch 18.000 leere oder fast leere Flüge durchführen. Der Grund dafür sei die strikte Slot-Regelung der EU und klimapolitisch sei das doch ein Irrsinn, so der Manager weiter. Er löste damit Schlagzeilen rund um den Erdball aus.

Zuerst regte sich Empörung über Brüssel, inzwischen hagelt es jedoch auch Kritik an der deutschen Fluggesellschaft. Die französische Wirtschaftszeitung Les Echos schreibt beispielsweise von einem großen «Bluff» von Lufthansa. Denn die EU gewährt Fluggesellschaften viele Ausnahmen zur strikten Slot-Regel.

Günstige Preise statt leere Flüge

Slots sind Zeitnischen für Starts und Landungen. Und Ryanair spricht von «falschen Behauptungen zu Geisterflügen». Lufthansa vergieße «sehr gerne Krokodilstränen mit Bezug auf die Umwelt». Das wahre Ziel sei aber, Slots zu blockieren, damit keine andere Airline sie bekomme.

Und Ryanair tritt dann gleich noch ans Schienbein von Lufthansa. Die irische Fluglinie fordert die Europäische Kommission auf, nicht auf die «unaufrichtigen Behauptungen» der deutschen Airline zu hören. Die Lösung des Problems sei doch einfach: Lufthansa solle die Plätze auf diesen Flügen einfach zu günstigen Preisen verkaufen. «Dann brauchen sie keine Angst mehr vor Geisterflügen zu haben», so Ryanair.

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