Ryanair-Jet vor Lufthansa-Maschine am Flughafen Frankfurt: Die Iren ziehen sich zurück.

Billigflieger schließt BasisRyanair gibt in Frankfurt auf

Die Billigairline zieht ihre fünf Flugzeuge von Deutschlands größtem Flughafen ab. Ryanair begründete die Schließung der Basis mit den Flughafengebühren in Frankfurt.

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Ryanair hat ihre in Frankfurt am Main stationierten Besatzungen informiert, dass die Basis zum 31. März geschlossen wird. Das teilt der Billigflieger am Freitag (7. Januar) mit. Die fünf dort stationierten Flugzeuge würden umverteilt auf Flughäfen, «die mit niedrigeren Flughafengebühren reagiert haben, um die Erholung des Flugverkehrs zu fördern».

Um welche Airports es sich dabei handelt und ob sie auch in Deutschland liegen oder nicht, lässt Ryanair offen. Es gebe «eine Vielzahl von Flughäfen in ganz Europa», die das Wachstum von Ryanair nutzen wollten, schreibt die Fluggesellschaft lediglich. Kürzlich hatte die Fluglinie beispielsweise bekannt gegeben, in Nürnberg eine neue Basis zu gründen.

Kunden sollen Rückerstattung erhalten

Die Billigairline kritisiert: «Leider hat sich Frankfurt, anstatt Anreize für die Erholung des Verkehrs zu schaffen, dafür entschieden, die Preise noch weiter zu erhöhen.» Dadurch sei Deutschlands größter Flughafen innerhalb Europas nicht mehr wettbewerbsfähig.

Ryanair erklärt, alle bisher in Frankfurter stationierten Besatzungsmitglieder hätten die Möglichkeit, innerhalb des Ryanair-Netzes einen alternativen Arbeitsplatz zu finden. Derweil sollen alle Kunden, die von den Flugannullierungen betroffen sind, in den kommenden Tagen benachrichtigt werden und eine Rückerstattung erhalten.

Ryanair kam 2017 nach Frankfurt

Ryanair hatte den Betrieb in Frankfurt am Main 2017 aufgenommen. Gebührennachlässe, von denen die Iren profitierten, verärgerten damals Lufthansa und Condor. Zuvor hatte der irische Billiglfieger lediglich Flüge vom als Frankfurt Hahn vermarkteten Flughafen im Hunsrück angeboten.

Seit Anfang des Jahres 2022 gilt am Flughafen Frankfurt eine neue Entgeltordnung. Sie sieht im Durchschnitt 4,3 Prozent höhere Beträge vor, aber auch Nachlässe für besonders leise und energieeffiziente Flugzeuge, soweit diese nicht verspätet in der Nacht landen.

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