Ryanair-Jets: Bedarf für 200 weitere

Ryanair: Riesen-Order für Boeing?

Vor kurzem drohte er noch, den Anbieter zu wechseln, nun stellt Ryanair-Chef Michael O'Leary dem US-Produzenten eine riesige Bestellung in Aussicht.

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Michael O'Leary hat einiges vor mit seiner Fluggesellschaft. Mehr Routen, mehr Länder, mehr Kunden – Ryanair soll wachsen, wachsen, wachsen. Und dafür brauchen die Iren zuallererst vor allem auch eine ganze Menge neuer Flugzeuge. Schon jetzt fliegt sie mit einer Flotte von 305 Jets durch Europa – Jets ausschließlich des Typen Boeing B737-800. Das sei aber bei weitem nicht genug für das, was man in den kommenden Jahren vorhabe, so O'Leary diese Woche bei einer Medienkonferenz in Schweden. Die Passagierzahl will er nämlich von 80 Millionen pro Jahr auf 120 Millionen hochschrauben.

Man habe Bedarf für rund 200 weitere Flieger, so der Vorstandsvorsitzende. 500 Flugzeuge sollen sich dereinst im Flugzeugpark befinden. Mit Boeing befinde man sich deshalb bereits in Gesprächen. Die Bestellung könne noch vor Ende 2013 aufgegeben werden. «Sie haben eine Menge Freiraum im Order-Buch», so O'Leary. Die Auslieferungen müssten 2015, 2016 und 2017 stattfinden. Das ist das Jahr, in dem die neue Version B737MAX auf den Markt kommen soll. In der Branche geht man daher davon aus, dass sich die Bestellung auf die aktuelle Version des Mittelstrecken-Klassikers bezieht.

Zuckerbrot und Peitsche

«Noch befinden wir uns in den recht frühen Phasen der Gespräche», sagt O'Leary. Man müsse nun schauen, ob man sich beim Preis einigen könne. Das klingt fast schon ein bisschen wie eine Drohung. Denn verheiratet sei man mit Boeing keineswegs, meinte der charismatische Ire im vergangenen Jahr gegenüber Medien.

Wenn die Jets zu teuer wären, dann könne man sich gut vorstellen, sich für einen preiswerteren Anbieter, auch aus China oder Russland, zu entscheiden. Er nannte in diesem Zusammenhang auch bereits die Namen Comac und United Aircraft Corporation. Man habe entsprechende Gespräche aufgenommen. Für diese Anbieter wäre eine solche Mega-Order wohl das Geschäft des Lebens.

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