Sukhoi Superjet 100: Bald könnte zusätzliche Konkurrenz durch westliche Flieger dazu kommen.

Russlands Produzenten unter Druck

Schon wieder will der Kreml mit neuen Schritten die russische Luftfahrt wieder auf Kurs bringen. Doch das bedroht die nationalen Flugzeugbauer.

Top-Jobs

Pilatus Logo

Head of Mechanical Final Assembly PC-12 (a)

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller
Pilatus Logo

Lizenzierter Luftfahrzeugmechaniker Experimental Shop (a)

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller
ticker-dfs-deutsche-flugsicherung

Fluglotse (w/m/d)

Deutsche Flugsicherung DFS
Studium
Langen b. Frankfurt
Top jobs
Deutschland
.

Event Manager (m/f, 100%)

Vollzeit
IRF Reputation AG
Basel
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Luftfahrt

19 Unfälle, über 100 Tote im laufenden Jahr - keine gute Bilanz für die Luftfahrt in Russland. Immer neue Meldungen über Unfälle mit alten Sowjetfliegern kratzen am Image der Branche. Das bewegte den Kreml dazu bewegt, immer wieder neue Maßnahmen anzukündigen, wie man das Problem im Luftraum lösen will. Ganz zuerst gehört dazu ein verbot der Unglücksmaschinen. So könnte unter anderem die Antonow AN-24 oder die Tupolew Tu-134 schon bald nicht mehr fliegen dürfen. Auch die Yak-42, mit der der jüngste Unfall passierte, könnte bald Geschichte sein. Bei diesem Unfall kam eine ganze Eishockeymannschaft ums Leben (aeroTELEGRAPH berichtete).

Nun soll es aber auch den kleinen Airlines mit überalteten und winzigen Flotten an den Kragen gehen: Präsident Dimitri Medwedew hatte unter anderem verlangt, dass die Fluggesellschaften eine Mindestgröße vorweisen müssen. Kleine Airlines machten laut dem Staatschef oft Kompromisse bei der Sicherheit, das solle sich ändern. So zieht man unter anderem in Erwägung, Fluglinien, die weniger als 20 Flieger besitzen, an 2013 komplett zu verbieten. Auch eine Mindestanzahl von 5 Flugzeugen des selben Typs hat man schon vorgeschlagen. Als erstes werden nun offenbar drei Airlines geschlossen, wie russische Medien melden. Die Namen werden aber noch nicht genannt. 27 weitere stehen auf einer Liste von potenziellen Kandidaten für ein Verbot.

Mehr westliche Flieger

Zuletzt kündigte der russische Präsident nun auch noch an, dass man wieder mehr westliche Flieger in den Flotten russischer Fluggesellschaften sehen wolle. Der Kauf soll darum vereinfacht werden. Das dürfte den russischen Flugzeugbauern, denen es ohnehin nicht besonders gut geht, weitere Probleme bereiten. Der Import von Regional- und Mittelstreckenfliegern ist bisher gesperrt. Bei anderen Typen hat man die Einschränkungen mittlerweile gelockert. Tut Russland das auch bei den anderen, so würde das eine plötzliche Verschärfung der Konkurrenz für neue russische Flieger wie den Sukhoi Superjet 100 und den Irkut MS-21.

Neben diesem Effekt kritisieren auch viele Luftfahrt-Experten in Russland die geplanten Maßnahmen als unüberlegte Schnellschüsse. Wolle man die alten Flieger mit neuen, westlichen ersetzen, bräuchte es eine entsprechende Infrastruktur: Training, Sicherheitsvorschriften, modernen Flughäfen. Doch davon sei man noch weit entfernt. Im Budget für das kommende Jahr sei aber kein Posten zu finden, der eine solche Rundumerneuerung in der Luftfahrt des Riesenreiches finanzieren könnte.

Mehr zum Thema

Das Leitwerk von AI171 steckt in einem Haus: 265 Menschen starben bei dem Unglück.

Absturz der Boeing 787 von Air India ist das tödlichste Unglück seit 2014

ATR-72-Wrack im Iran gefunden

ATR-72-Wrack im Iran gefunden

Propeller einer An-28: Kratol Aviation soll vier Maschinen des Typs betreiben.

Tote bei Absturz in Russland

Ein Triebwerk der abgestürzten Caravelle: Völlig intakt.

Wrack nach 33 Jahren entdeckt

Video

air new zealand syknest
Air New Zealand verschiebt den Start ihrer Schlafkojen für die Economy Class abermals. Eigentlich sollte Syknest 2026 endlich in der Boeing 787 abheben. Doch noch fehlt die Zertifizierung - da erneut eine Behörde bei der Zulassung nicht hinterherkommt.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies
Gulfstream G400 von Baires Fly: Das Flugzeug mit der Kennung LV-JQW brachte Flavio Bolsonaro in die USA.
Eine rund 22 Jahre alte Gulfstream G400 von Baires Fly brachte Flávio Bolsonaro und seine Familie über Ecuador nach Miami. Die argentinische Charterfirma flog einst auch Javier Milei - und auch ihr Eigentümer hat Ärger mit der Justiz.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies
lufthansa fra gate of the future 07
Lufthansa und der Flughafen Frankfurt testen im Terminal 1, wie ein Gate effizienter funktionieren kann und zugleich komfortabler für die Gäste wird. Dabei geht es sowohl um Lounge-Elemente, als auch darum, Bewegungen zu analysieren und einem Software-Wirrwarr Herr zu werden.
Timo Nowack
Timo Nowack