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Präsident verliert seinen Jet

Zur Amtseinführung des Papstes und zum EU-Frühlingsgipfel musste Rumäniens Präsident per Linienflug reisen. Sein Airbus A310 steht nicht mehr zur Verfügung.

Dean Morley/Flickr/CC

Airbus A310 von Tarom: Außer Betrieb gesetzt.

Es ist ein Downgrade der ganz besonderen Art: Präsident Traian Basescu kann nicht mehr in einem der zwei Airbus A310 von Tarom fliegen, welche jeweils speziell für Reisen des Staatsoberhauptes bereit standen. Denn die Nationalairline beschloss, die zwei Flugzeuge zu verkaufen. «Der Betrieb dieser Maschinen ist einfach nicht mehr wirtschaftlich», erklärte sie gemäß der Zeitung Libertatea. Der Unterhalt und Betrieb verschlinge rund sieben Millionen Euro pro Jahr. Angesichts eines jährlichen Defizits von 50 Millionen sei das einfach nicht mehr vertretbar, so Tarom. Man versuche die 1992 übernommenen Jets daher nun zu verkaufen.

Nun muss das Staatsoberhaupt an offizielle Termine mit Linienflügen reisen. So flog er etwa mit einem regulären Flug zur Amtseinführung des Papstes am Dienstag und auch zum EU-Frühlingsgipfel in Brüssel, der heute Donnerstag (21. März) begann. Besonders der Flug in die belgische Hauptstadt wird von Beobachtern hämisch kommentiert. Basescu musste nämlich dieselbe Tarom-Maschine besteigen wie Premierminister Victor Ponta. Die beiden Politiker sind sich spinnefeind. Ponta nannte Basescu letztes Jahr einen «giftigen Skorpion». Basescu schimpft Ponta «Schwein» und «notorischen Lügner».

Vorher ein 38 Jahre alter Jet

Rumäniens Staatspräsident hatte vor dem Airbus A310 gar ein eigenes Flugzeug zur Verfügung. Doch die Boeing B707 der Regierung war mit 38 Jahren so alt geworden, dass sich eine Reparatur nicht mehr lohnte. Daraufhin beschloss das Kabinett, jeweils den A310 von Tarom zu mieten. Doch auch das ist nun nicht mehr möglich.



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