Boeing-Zentrale in Chicago: Neuer Arbeitsort von David Calhoun.

Rücktritt von Dennis MuilenburgBoeing holt Branchenfremden als neuen Konzernchef

Dennis Muilenburg ist nicht mehr Chef von Boeing. Der amerikanische Luftfahrtkonzern will mit einem neuen Mann an der Spitze die Krise um die 737 Max bewältigen.

Top-Jobs

Goldeck Logo

Kapitän Pilatus PC-12NGX (f/m/d)

Goldeck-Flug Gesellschaft m.b.H.
Vollzeit
Top jobs
Wien / Wiener Neustadt
Österreich
Feste Anstellung
Business Aviation
Sparfell Logo

Captain/First Officer Embraer 550 / Legacy 500 (m/f)

SPARFELL Luftfahrt GmbH
Vollzeit
Vienna
Top jobs
Österreich
Feste Anstellung
Business Aviation
Pilatus Logo

Mechaniker Flugzeugkomponenten (a)

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller

Es ist das wohl schlimmste Jahr in der Geschichte von Boeing. Nach zwei Abstürzen mit 346 Toten beorderten die Luftfahrtbehörden weltweit die 737 Max an den Boden. Das Grounding selbst, Schadenersatzforderungen von Kunden, die Erlangung der Wiederzulassung und Klagen kosten den amerikanischen Konzern Milliarden. Die Krise schadet aber vor allem auch dem Ruf.

In diesem Sturm hielt sich Dennis A. Muilenburg trotz zu Beginn reichlich ungeschickter Kommunikation und immer lauter werdender heftiger Kritik an der Spitze. Doch im Oktober zeichnete sich ab, dass er zumindest nicht mehr unbestritten ist. Muilenburg musste das Amt als Präsident des Aufsichtsrates abgeben, blieb aber Konzernchef. Jetzt ist er auch das nicht mehr.

Aus der Finanzbranche

Muilenburg sei zurückgetreten und habe sein Amt mit sofortiger Wirkung niedergelegt, teilte Boeing am Montag (23. Dezember) in einer Mitteilung mit. Finanzchef Greg Smith übernehme das Amt ad interim  - bis zum 13. Januar. Dann übernimmt ein Neuer das Amt des Konzernchefs, der den Konzern aber bereits gut kennt.

Der Aufsichtsrat von Boeing hat seinen Präsidenten David L. Calhoun zum neuen Konzernchef ernannt. Er ist seit Oktober Präsident des Gremiums, dem er seit zehn Jahren angehört. Hauptamtlich ist der studierte Buchführungsexperte Chef Private Equity des Finanzriesen Blackstone. Zuvor hatte der heute 62-Jährige als Präsident und Vorstandsvorsitzender den Marktforschungskonzern Nielsen geleitet.

Kein Dank an Muilenburg

Man habe entscheiden, dass es einen Führungswechsel brauche, um «das Vertrauen in das Unternehmen wiederherzustellen», so Boeing in der Mitteilung. Calhoun habe einen Leistungsausweis in «starker Führung», so der Konzern in der Mitteilung. Dank spricht Boeing Muilenburg in ihr mit keiner Zeile aus.

Neuer Präsident des Aufsichtsrates wird Lawrence W. Kellner, der seit 2011 im Gremium sitzt. Auch er arbeitet in der Finanzbranche, war aber früher Chef von Continental Airlines.

Mehr zum Thema

Boeing-Saab T-7A Red Hawk Advanced Jet Trainer - transatlantische Wertarbeit für besseres Ernstfall-Training

Transatlantischer Trainingsjet mit Ambitionen und Hürden

Boeing-737-Max-Produktion: Die Max 7 und die Max 10 sind noch nicht zertifiziert.

Boeing ist ab 2030 finanziell bereit für neues Flugzeugprogramm

Bunte Flugzeugwelt in Farnborough: An der Messe werden Dutzende Fluggeräte gezeigt.

Das sind die Stars der größten Luftfahrtmesse der Welt

Boeing 777X auf dem Gelände in Everett: Immer mehr fertige Flugzeuge stehen geparkt am Boden.

Boeing verschrottet eine Boeing 777X noch vor dem ersten Abheben

Video

Der Airbus A350-1000 ULR mit der Kennung F-WULR ist um 10:43 Ortszeit zum ersten Mal auf australischem Boden gelandet.
Ohne Passagiere, aber mit über tausend Sensoren an Bord, ist der erste Airbus A350-1000 ULR für Qantas Project Sunrise in Melbourne gelandet. Der Testjet legte die Strecke von Toulouse in nicht ganz 20 Stunden zurück, noch in unlackierter Green Livery.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies
Die VA-1X von Vertical Aerospace: Zeigte in Farnborough, was sie kann.
Elektrische Senkrechtstarter gelten als eines der Zukunftsthemen der Luftfahrt. Auf der Farnborough Airshow demonstrierte Vertical Aerospace eindrucksvoll die Fähigkeiten seines Prototyps. Bis Passagiere regelmäßig mit Evtols fliegen, dürfte allerdings noch einige Zeit vergehen.
Stefan Eiselin
Stefan Eiselin
Airbus A340-300 von Mahan Air bei der Landung im Jemen: Der Airport ist seit zehn Jahren gesperrt.
Ein Airbus A340 von Mahan Air weicht auf einen seit über zehn Jahren gesperrten Flughafen aus, nachdem Regierungstruppen die Landebahn in Sanaa beschossen haben. Die Regierung hat den gesamten Luftverkehr ausgesetzt.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies