Superjet 100: Projekt unter Druck

Massiver Rückschlag für Sukhoi

Nach dem Absturz des russischen Vorzeigefliegers Superjet 100 reagieren bereits erste Besteller mit Zurückhaltung.

Top-Jobs

bwlv

Fluggerätmechaniker (m/w/d)

BWLV-Motorflugschule Hahnweide
Vollzeit
Kirchheim/Teck
Top jobs
Deutschland
Feste Anstellung
Flugschule
Pilatus Logo

Team Leader Account Management

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller
Hahnair Logo

Compliance Monitoring Manager (all genders)

Hahn Air Lines GmbH
Vollzeit
Düsseldorf
Top jobs
Deutschland
Feste Anstellung
Luftfahrt
Etihad Job

Captain A320

Etihad Airways
Vollzeit
Abu Dhabi
Top jobs
United Arab Emirates
Feste Anstellung

Für Russland ist der Absturz des Jets auf einem Demonstrationsflug in Indonesien eine bittere Niederlage. Der Versuch, erstmals seit dem Ende der Sowjetunion wieder im Flugzeugbau Fuß zu fassen, ist damit zwar nicht gescheitert. Das Projekt Sukhoi Superjet wird durch das Unglück aber sicherlich um Jahre zurückgeworfen. Potenzielle Käufer werden jedenfalls kaum bereit sein den neuen Flieger zu übernehmen, solange nicht genau klar ist, weshalb es zum Absturz in Indonesien kam. Auch andere neue Vorhaben in der Luftfahrt wie etwa der Langstreckenflieger MS-21 werden nun mehr Mühe haben. Die indonesische Kartika Airlines jedenfalls erklärte gemäß der Zeitung Jakarta Post bereits, man wolle die Auslieferung der 30 bestellten Sukhoi Superjet 100 verzögern, bis die Umstände des Absturzes geklärt seien.

Sukhoi wollte in den kommenden zwanzig Jahren 1000 Stück ihres neuen Fliegers absetzen. Indien und Südostasien sind die prioritären Zielmärkte. Der Superjet 100 kann 98 Passagiere bis zu 4400 Kilometer weit transportieren. Bis jetzt wurden acht Flieger ausgeliefert. Einer ging an die armenische Armavia, sieben an die russische Aeroflot. Insgesamt sitzt der Hersteller auf 240 Bestellungen.

An einem speziellen Tag

Der Absturz ist auch ein Schlag für das russische Selbstvertrauen. Denn mit Unterfangen wie diesem wollte Russland beweisen, dass man zu den westlichen Industrienationen aufgeschlossen hat. Dass es genau am 9. Mai zum Unglück kam, macht die Sache nur noch schmerzhafter. Es ist der Tag des Sieges im Zweiten Weltkrieg, den die Nation mit großen Paraden und Volksfesten feiert.

Mehr zum Thema

Emirates und Dubai: Zwei Schwergewichte der Luftfahrt, die zuletzt Passagiereinbrüche verzeichneten.

Wer zählt am meisten Passagiere?

ticker-atc

Europas Luftverkehr erreicht erneut Rekordniveau: 37.640 Flüge an einem Tag

Airbus A330 von Sir Lankan Airlines in Colombo: Die Fluglinie will mehr Langstreckenjets.

Sri Lankan Airlines will forsch wachsen - doch es fehlen Flugzeuge

Ryanair: Wie viele Flugzeuge hat die Airline-Gruppe?

Können Sie diese Falschaussagen über die Luftfahrt aufdecken?

Video

Airbus A350 F Erstflug in Toulouse: Der Frachter war vier Stunden in der Luft.
Vier Stunden, 220 Gigabyte Daten und ein Start ohne elektronische Schutzfunktionen: Der Airbus A350 F ist zum ersten Mal geflogen. Was die Crew testete und was den Frachter besonders macht.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies
airbus a350 f erstflug 01
Am Dienstag ist der Airbus-A350-Frachter zum ersten Mal abgehoben. Ende 2027 will der Flugzeugbauer den ersten A350 F aus der Serienproduktion ausliefern. Zwei Kunden kommen für die Premiere infrage.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies
Timo Nowack
Timo Nowack
Ex-Swissair-Sprecher Urs Peter Naef: «»
Als die Nachricht vom Absturz vor Halifax eintraf, war das Krisenhandbuch der Swissair-Kommunikationsabteilung noch nicht fertig. Medienverantwortlicher Urs Peter Naef musste improvisieren - und zugleich die Angehörigen vor aufdringlichen Medien schützen. Seine wichtigste Lehre aus der Katastrophe: «Steh zu dem, was passiert ist, und zeig Flagge.»
Christopher Scheffelmeier
Christopher Scheffelmeier