Neue Bemalung: RB statt Staatswappen auf dem Seitenleitwerk des Dreamliners.

Royal Brunei mit neuem Elan

Die kleine Airline aus dem Sultanat Brunei modernisiert sich. Der Beginn macht die neue Bemalung, den Schlusspunkt die Einführung des Dreamliners.

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Royal Brunei Airlines verabschiedet sich vom A. Künftig nennt sich die Fluggesellschaft abgekürzt nur noch RB. Dies wird mit der neuen Bemalung und dem neuen Logo prominent am Seitenleitwerk kommuniziert. Das Staatswappen, das früher im Zentrum stand, rutschte dabei ebenfalls dezent nach oben und wurde kleiner. Am 30. Oktober präsentierte nun das Unternehmen ihren ersten frisch lackierten Airbus auf dem Heimatflughafen im Sultanat Brunei. Das Flugzeug wurde von der eigenen Mannschaft neu lackiert. Der Auftritt der Airline wirkt insgesamt aufgeräumter und moderner. Im Zuge der Auffrischung werden alle zehn Flugzeuge der Gesellschaft neu bemalt.

Vorstandsvorsitzender Dermot Mannion verspricht, dass diese Aktion viel mehr als eine kurzfristige Werbemassnahme darstelle. Die Fluggesellschaft will den neuen Auftritt als langfristiges Engagement verstehen. Man wolle sich als freundliche Airline mit hohen Service positionieren. Der neuen Bemalung folgen im nächsten Jahr auch eine neue Webseite, Auftritte in sozialen Netzwerken, neue Uniformen für die Crew sowie eine Modernisierung der Ticketschalter und der Lounge. Läuft alles wie geplant ist das Rebranding im September nächsten Jahres abgeschlossen - pünktlich zur Übernahme des ersten Dreamliners.

Dreamliner-Premiere in der Region

Royal Brunei bestellte bei Boeing fünf B787. Damit wäre die Airline in Südostasien die erste Fluggesellschaft, welche den modernen Jet in die Flotte aufnehmen kann. Sie machte bereits Andeutungen, dass ab diesem Zeitpunkt auch wieder eine Ausweitung des Streckennetzes zur Diskussion steht. Aktuell fliegt die Airline vor allem Ziele in Südostasien an. In Europa wird einzig London mit einer B777 bedient. Das aktuell gültige Luftverkehrsabkommen mit Großbritannien würde Royal Brunei einen zusätzlichen Flug nach Manchester erlauben. Auf der Strecke nach London via Dubai soll gegen Ende des nächsten Jahres dann auch der erste Dreamliner eingesetzt werden.

Trotz Modernisierung bleibt die Airline bei einem Punkt traditionell. Wie im ganzen muslimischen Sultanat Brunei ist auch an Bord der Ausschank von alkoholischen Getränken verboten. Den Nicht-muslimischen Passagieren ist es aber erlaubt, eigene Getränke mitzubringen.

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