Visualisierung aus dem Jahr 2018: Air Force One bereitet Boeing Kopfzerbrechen.

Air Force One«Risiken, die Boeing wahrscheinlich nicht hätte eingehen sollen»

Boeings Verluste beim Bau der neuen Air Force One schießen in die Höhe. Konzernchef Calhoun blickt unzufrieden auf den Festpreisvertrag aus der Zeit seines Vorgängers.

Top-Jobs

DERTOUR Logo

Destination Manager (w/m/d)

DERTOUR Destination Services AG
Vollzeit
Top jobs
Feste Anstellung
Reiseveranstalter
ticker-dfs-deutsche-flugsicherung

Fluglotse / Fluglotsin (w/m/d)

Studium
Deutsche Flugsicherung DFS
Studium
Top jobs
Langen b. Frankfurt
Deutschland
AMX Support

Lizenzierter Fluggerätmechaniker / Certifying Staff B1/B2 (m/w/d)

AMX Support Germany GmbH
Vollzeit
Flughafen Oberpfaffenhofen (EDMO
Top jobs
Deutschland
Feste Anstellung
Luftfahrt
AMX Support

Flugzeug Mechaniker

AMX Support Germany GmbH
Vollzeit
Flughafen Oberpfaffenhofen (EDMO
Top jobs
Deutschland
Feste Anstellung
Luftfahrt

«Boeing ist stolz darauf, die nächste Generation der Air Force One zu bauen und den amerikanischen Präsidenten ein fliegendes Weißes Haus zu einem hervorragenden Preis für den Steuerzahler zu bieten. Präsident Trump hat im Namen des amerikanischen Volkes ein gutes Geschäft ausgehandelt» - das schrieb Boeing in einem Tweet im Februar 2018.

Damals war Trump noch Präsident der USA und rühmte sich, Boeing beim Preis für die beiden Jets auf 3,9 Milliarden Dollar heruntergehandelt zu haben. Später wurde klar, was in dem genannten Betrag alles noch nicht enthalten war. Boeing-Chef war Dennis Muilenburg.

Festpreisvertrag für 747-8-Umbau

Dessen Nachfolger Dave Calhoun ist nicht glücklich mit dem damaligen Deal. Im Gespräch mit Analysten sprach er am Mittwoch (27. April) von «einer sehr einzigartigen Verhandlung, einer sehr einzigartigen Reihe von Risiken, die Boeing wahrscheinlich nicht hätte eingehen sollen». Dennoch werde man natürlich großartige Flugzeuge liefern - und die damit verbundenen Kosten anerkennen, erklärte Calhoun.

Diese Kosten sind zuletzt rasant gestiegen, wie aus einer Börsen-Pflichtmitteilung hervorgeht. Zuerst einmal nennt Boeing darin den realen Preis: «Der Festpreisvertrag für die Konstruktion, Fertigung und Entwicklung des Präsidentenflugzeugs VC-25B der US-Luftwaffe, allgemein bekannt als Air Force One, ist ein 4,3 Milliarden Dollar schweres Programm zur Entwicklung und Modifizierung von zwei 747-8-Verkehrsflugzeugen.»

Verlust schießt in die Höhe

Weiter heißt es: «Im ersten Quartal 2022 erhöhte sich der kumulierte Verlust aus dem Vertrag um 660 Millionen US-Dollar auf 1146 Millionen US-Dollar, was auf höhere Zuliefererkosten, höhere Kosten für die Fertigstellung bestimmter technischer Anforderungen und Verzögerungen im Zeitplan zurückzuführen ist.» Zudem bestehe das Risiko, dass Boeing beim Air-Force-One-Auftrag in Zukunft weitere Verluste verbuche müsse. Denn durch den Festpreisvertrag kann Boeing beim Auftraggeber Zusatzkosten nicht oder kaum geltend machen, wie es scheint.

Calhoun erklärte, er werde künftig «eine ganz andere Philosophie» zu Festpreisverträgen haben. Denn gerade bei diesem Kontrakt treffe die zuvor nicht absehbare Covid-Pandemie und das inflationäre Umfeld Boeing hart. So sei es schon generell oft schwierig, Gruppen von qualifizierten Mitarbeitenden zu ersetzen, die an Covid erkrankten. «Und für VC-25B, wo die Freigaben sehr hoch sind, ist es wirklich sehr schwierig», so der Boeing-Chef mit Blick auf die hohen Anforderungen für die Arbeiten an den Regierungsfliegern.

Mehr zum Thema

... Präsident an Bord, wie hier Joe Biden, wird das Flugzeug dadurch zur Air Force One.

Erneut Ärger beim Umbau von künftiger Air Force One

US-Präsident Joe Biden (rechts) auf dem Weg zur aktuellen Air Force One: Die ...

Boeing braucht mehr Zeit für neue Air Force One (und mehr Geld)

... Präsident an Bord, wie hier Joe Biden, wird das Flugzeug dadurch zur Air Force One.

Boeing klagt gegen Ausstatter der Air Force One

Boeing 747-8 von Lufthansa: Die First befindet sich im Hauptdeck.

Lufthansa verrät erste Details zu Allegris in ihren Boeing 747-8

Video

Kabine des Airbus A321 XLR von United: Bald nach Toulouse unterwegs.
Lufthansa sorgt mit Flug LH2222 nach Toulouse seit Jahren für unterhaltsame Ansagen. Nun greift United Airlines die Idee auf: Die neue Verbindung von Washington nach Toulouse bekommt ausgerechnet die Flugnummer UA222.
Laura Frommberg
Laura Frommberg
airbus a320 fly aryztan feuer
Rauch und Flammen an einem Airbus A320 von Fly Arystan: Während routinemäßiger Wartungsarbeiten am Flughafen Almaty brach ein lokal begrenzter Brand aus. Passagiere und Crew waren nicht an Bord, ein Mitarbeiter wurde jedoch verletzt.
Timo Nowack
Timo Nowack
northeast airlines boeing 737 800 frachter
Bis 1972 flog im Nordosten der USA Northeast Airlines. Nun soll der Name an den Himmel zurückkehren - als Frachtfluggesellschaft mit Boeing 737-800.
Timo Nowack
Timo Nowack