Hilft Tunisair beim Sparen: Flottenverjüngung mit dem A350

Tunisair in Bedrängnis

Die Revolution setzte der tunesischen Fluggesellschaft zu. Jetzt drohen ihr neue Schwierigkeiten, falls europäische Billigflieger das Land anfliegen dürfen.

Top-Jobs

Etihad Job

Captain A320

Etihad Airways
Vollzeit
Abu Dhabi
Top jobs
United Arab Emirates
Feste Anstellung
Etihad Job

First Officer A320

Abu Dhabi
Feste Anstellung
Etihad Airways
United Arab Emirates
Vollzeit
Top jobs
ticker-dfs-deutsche-flugsicherung

Fluglotse (w/m/d)

Deutsche Flugsicherung DFS
Studium
Langen b. Frankfurt
Top jobs
Deutschland
.

Event Manager (m/f, 100%)

Vollzeit
IRF Reputation AG
Basel
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Luftfahrt

Eine «Anhäufung von Verlusten» und eine «überalterte Flotte». In einem aktuellen Interview beschönigt Tunisair-Chef Rabeh Jerad nichts mehr. Trotz Verbesserungen bleibt die Fluggesellschaft in den Miesen. Schuld daran seien die hohen Treibstoffkosten sowie der Wertverfall des tunesischen Dinars. Darum wird sich die Nationalairline einer radikalen Restrukturierung verordnen. Außer dem tunesischen Ableger des Onlineflugticket-Händlers Amadeus schreiben alle Bereiche der Fluggesellschaft rote Zahlen.

Ein großes Problem stellt die alte Flotte dar. Sie hat ein Durchschnittsalter von über 15 Jahren. Die hohen Betriebs- und Unterhaltskosten der 33 Flugzeuge drücken auf die Marge. Rabeh Jerad plant, im Jahr 2014 sieben seiner Maschinen in Rente zu schicken. In dieser Zeit sollen auch die bereits bestellten neuen Flugzeuge von Airbus eintreffen. Gleichzeitig forderte er die Regierung auf, die Fluggesellschaft finanziell zu unterstützen.

Angst vor Ryanair und Easyjet

Sehr zum Misslieben der Tunisair-Gewerkschaft hat die tunesische Regierung mit Katar ein Abkommen unterzeichnet. Dieses Abkommen ermöglicht der staatlichen Qatar Airways die Nutzung des Tunisair-Heimatflughafens in Tunis. Qatar darf von dort nicht nur Flüge in das Heimatland anbieten, sondern an jeden beliebigen Ort. Qatar könnte in Tunis einen Hub errichten. Die Tunisair-Angestellten bangen um ihre Zukunft, da ihr Arbeitgeber chancenlos gegen die Golf-Airline wäre.

Parallel dazu hat die tunesische Regierung mit der EU die Verhandlungen über ein Open-Sky-Abkommen wieder aufgenommen. Sollte dieses Abkommen zustande kommen, muss sich Tunisiar weiterer Konkurrenz stellen, vor allem durch die europäischen Lowcost-Airlines. Im Land ist darüber ein Streit ausgebrochen. Tunisair will einen geschützten Markt, während dem der Tourismussektor auf eine Liberalisierung hofft. Die Branche rechnet mit bis zu 20 Prozent mehr Gästen, sobald der Himmel über Tunesien für europäische Fluggesellschaften geöffnet wird.

Mehr zum Thema

Emirates und Dubai: Zwei Schwergewichte der Luftfahrt, die zuletzt Passagiereinbrüche verzeichneten.

Wer zählt am meisten Passagiere?

ticker-atc

Europas Luftverkehr erreicht erneut Rekordniveau: 37.640 Flüge an einem Tag

Airbus A330 von Sir Lankan Airlines in Colombo: Die Fluglinie will mehr Langstreckenjets.

Sri Lankan Airlines will forsch wachsen - doch es fehlen Flugzeuge

Ryanair: Wie viele Flugzeuge hat die Airline-Gruppe?

Können Sie diese Falschaussagen über die Luftfahrt aufdecken?

Video

Flughafen Gander am 11. September 2001: 38 Großraumflugzeuge strandeten an dem kanadischen Airport.
Nach den Anschlägen vom 11. September 2001 sperrten die USA ihren Luftraum. Fast 240 Flugzeuge auf dem Weg ins Land konnten nicht mehr umkehren. Kanada nahm sie auf – und musste innerhalb weniger Stunden Zehntausende gestrandete Reisende unterbringen und versorgen.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies
regent viceroy first flight
Der amerikanische Hersteller Regent will seine Seegleiter in Küstenregionen in aller Welt liefern. Jetzt hat das Bodeneffektfahrzeug Viceroy erstmals einen bemannten Flug absolviert. Und die Zulassung verläuft anders als bei einem Flugzeug.
Timo Nowack
Timo Nowack
eurowings training center dus
Eurowings und Lufthansa Aviation Training haben ein Ausbildungszentrum eröffnet: In Düsseldorf üben Flugbegleiterinnen und Flugbegleiter künftig, wie sie eine verrauchte Kabine evakuieren, einen bewusstlosen Piloten retten und eine Axt benutzen. aeroTELEGRAPH erhielt einen ersten Einblick ins neue Crew Training Center und sprach mit den Trainerinnen und Trainern.
Timo Nowack
Timo Nowack