Flugzeug von Montenegro Airlines: Der Staat hilft aus.

FinanzspritzeRegierung stützt Montenegro Airlines

Über einen möglichen Verkauf oder sogar eine Pleite von Montenegro Airlines wird schon lange spekuliert. Doch die Fluglinie hält sich - und bekommt nun frisches Geld.

Top-Jobs

DERTOUR Logo

Reiseleiter (m/w/d) am Flughafen Mallorca

Mallorca
Feste Anstellung
Reiseveranstalter
DERTOUR Destination Services AG
Spanien
Top jobs
Hahnair

Kapitän C680A (all genders) mit Zusatzaufgaben

Düsseldorf
Feste Anstellung
Hahn Air Lines GmbH
Deutschland
Vollzeit
Top jobs
Hahnair

Deputy Continuing Airworthiness Manager (all genders)

Düsseldorf
Feste Anstellung
Hahn Air Lines GmbH
Deutschland
Vollzeit
Top jobs
Aero Bildungs Logo

Ausbilder / Technischer Trainer (m/w/d) für Fluggerätelektronik / Avionik / Cat B2 – Luftfahrttechnik

AERO-Bildungs GmbH
Oberpfaffenhofen
Feste Anstellung
Deutschland
Vollzeit
Top jobs

5,2 Millionen Euro - so viel Geld lässt die Regierung von Montenegro der angeschlagenen Montenegro Airlines laut Medienberichten zukommen. Die staatliche Fluglinie soll die finanziellen Mittel nutzen, um Schulden zu bezahlen, allen voran bei Eurocontrol, der Europäischen Organisation zur Sicherung der Luftfahrt. Ebenfalls Geld erhalten sollen demnach der Flugzeughersteller Embraer, der Teilelieferant Celestial Aviation, das Triebwerkshersteller Rolls Royce, die Wartungsabteilung des Flugzeugbauers Fokker und der Versicherungskonzern Generali.

Airports of Montenegro, der staatliche Betreiber der profitablen Flughäfen Podgorica und Tivat, ist von der Regierung außerdem angewiesen worden, die Gewinne der Airports als Garantie für einen Bankkredit an Montenegro Airlines in Höhe 2,3 Millionen Euro zu verwenden. Die Fluglinie befindet sich auch im Rechtsstreit mit der Flugverkehrskontrolle Serbia and Montenegro Air Traffic Services Agency, der sie mehrere Millionen Euro schuldet - die österreichische Nachrichtenagentur APA spricht von 10 Millionen Euro. Der vom Flughafenbetreiber abgesicherte Kredit soll dazu dienen, diese Schulden zu begleichen.

EU schaut sich Staatshilfen an

Derweil soll die Europäische Kommission laut dem Fachportal Ex-Yu Aviation News bereits seit 2016 ein prüfendes Auge auf staatliche Hilfen für die Fluggesellschaft haben. Zwar sei das Land kein EU-Mitglied, aber Beitrittkandidat, und die Kontrollen würden im Rahmen eines Vertrages zwischen der Staatengemeinschaft und der Republik an der Adriaküste geschehen, heißt es.

Eine Entscheidung über die Zukunft von Montenegro Airlines will die Regierung im Frühling 2018 treffen. Zur Debatte stehen offenbar eine großangelegte Restrukturierung und - weniger wahrscheinlich - eine Insolvenz. 2016 hatte die Fluggesellschaft dem Bericht zufolge einen Verlust in Höhe von 11,4 Millionen Euro gemacht.

Flüge nach Leipzig und München

Die Flotte der Fluglinie besteht aus drei Embraer 195 und zwei Fokker 100. Sie fliegt laut ihrer Webseite unter anderem Zürich, Wien, Frankfurt und Düsseldorf an. Für die Zeit vom 3. Mai bis 25. Oktober 2018 sind außerdem Flüge von Tivat nach Leipzig und München angekündigt.

Mehr zum Thema

Embraer 195 von Montenegro Airlines: Die Konkurrenz könnte mit Airbus abheben.

Konkurrenz für Montenegro Airlines in Sicht

Finanzielle Probleme: Montenegro Airlines hat offenbar mehr Schulden eingeflogen als gedacht.

Montenegro Airlines vor Aus?

Fokker der Montenegro Airlines: Konkurrenten zeigen ein laues Interesse.

Montenegro verkauft seine Airline

sri lankan airlines airbus a330 300

Sri Lankan Airlines will forsch wachsen - doch es fehlen Flugzeuge

Video

Tecnam P2012 VIP von außen: Der Innenraum ist neu.
Tecnam will mit der P2012 als VIP-Version einen neuen Markt erobern - dank italienischem Design, Alcantara-Interieur und Espressomaschine an Bord. Doch es gibt einen Dämpfer.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies
lufthansa neue uniformen 23
Sie wurde gemeinsam mit Hugo Boss entworfen: Zum ersten Mal seit 24 Jahren präsentiert Lufthansa eine neue Uniform. aeroTELEGRAPH war bei der Vorstellung in Frankfurt dabei.
Timo Nowack
Timo Nowack
Saab Global Eye: Basis ist eine Bombardier Global 6000/6500.
Wie kann eine rohstoffreiche und strategisch immer wichtigere Region wie die Arktis überwacht und im Ernstfall verteidigt werden, angesichts klirrender Kälte und riesiger Ausdehnung? Hersteller wie Boeing, IAI und Northrop Grumman buhlen mit ihren Systemen um Kunden. Ihr härtester Konkurrent kommt aber aus Europa: Saab GlobalEye.
gerard al fil
Gérard Al-Fil