Boeing B747 von Royal Air Maroc: Der Staat musste der Airline unter die Arme greifen.

Staat rettet Royal Air Maroc

Marokko stützt die angeschlagene Staatsairline mit Millionen. Nun ist sparen angesagt - jede dritte Stelle fällt weg.

Top-Jobs

Sparfell Logo

CAMO Engineer f/m/d (full time) in Vienna (Austria)

Vienna
Feste Anstellung
Business Aviation
SPARFELL Luftfahrt GmbH
Österreich
Vollzeit
Top jobs
DERTOUR Logo

Reiseleiter (m/w/d)

Reiseveranstalter
DERTOUR Destination Services AG
Griechenland
Spanien
Portugal
Top jobs
logo aerotelegraph rund

Journalist:in Militärluftfahrt und Verteidigung

Medien
aeroTELEGRAPH
Top jobs
Home Office
Lübeck

Safety Manager (m/w/d) am Flughafen Lübeck

Lübeck
Feste Anstellung
Flughafen Lübeck
Deutschland
Vollzeit
Top jobs

Die königliche Fluglinie trafen in den letzten Monaten gleich drei Schocks: Der rasant gestiegene Kerosinpreis, die sinkende Nachfrage in Folge der Unruhen in Nordafrika eines Selbstmordanschlags in Marrakesch sowie die wachsende Konkurrenz durch Billigflieger. Royal Air Maroc schreibt deshalb derzeit monatlich 80 Millionen Dirham Verlust - umgerechnet 7,1 Millionen Euro oder 8,7 Millionen Franken, wie die Nachrichtenagentur Reuters unter Berufung auf firmeninterne Quellen schreibt. Darum greift nun die Regierung des Königreichs ein: Sie hilft der nationalen Airline mit einer Kapitalspritze von 1,6 Milliarden Dirham (140 Millionen Euro/174 Millionen Franken).

Das Geld soll dazu dienen, den finanziellen Verpflichtungen nachzukommen und so den Betrieb aufrechtzuerhalten. Zudem soll es auch ermöglichen, neue Investitionen zu tätigen. Bereits zuvor hatte die staatliche Fluggesellschaft bekanntgegeben, ihren Personalbestand um einen Drittel oder 1500 Stellen auf 4000 zu reduzieren. Davon erhofft sie sich Einsparungen von rund 83 Millionen Dirham pro Monat.

Jüngere Flotte, weniger Strecken

Royal Air Maroc will zudem Flugzeuge verkaufen. So ist gemäß Reuters die Veräußerung von vier Airbus A321 vorgesehen, die erst vor fünf Jahren zur Flotte gestoßen waren. Auch fünf Boeing B737-500 sollen abgestoßen werden. Damit will die Airline eine Milliarde Dirham einnehmen und dadurch auch die Flotte verjüngen. Vor allem der Verkauf der Airbus-Maschinen kommt überraschend. «Ab 2012 wird unsere Mittelstreckenflotte die neuste Generation von Boeing 737 beinhalten. Auf der Langstrecke behalten wir die B767 bis wir unsere B787 Dreamliner erhalten», begründete Royal Air Maroc die Massnahmen gegenüber Reuters. Die Verjüngung der 54 Maschinen starken Flotte soll aber vor allem auch mehr Kunden anziehen. Auch sonst will die Fluglinie die Servicequalität erhöhen.

Neben einer Reduktion der Flotte wird auch das Streckennetz angeschaut. Nicht rentable Routen würden aufgegeben, schreibt die marrokanische Wirtschaftszeitung La Vie Eco. Vor allem Kurzstrecken, die nicht vom Drehkreuz Casablanca aus bedient würden, seien gefährdet.

Mehr zum Thema

ticker-eurowings

Eurowings baut Marokko-Flüge kräftig aus

marrakesch djemaa el fna

Transavia fliegt ab Berlin zwei Städte in Marokko an

ticker-embraer

Embraer schaut sich in Marokko nach Zulieferern um

Boeing 737 Max 8 von Turkish Airlines: Am 1. Januar musste die Maschine mit dem Kennzeichen TC-LCI auf Malta ungeplant zwischenlanden.

Vier Passagiere nutzen außerplanmäßige Zwischenlandung auf Malta zur Flucht

Video

alaska airlines 1282 ntsb boeing 737 max 9
Obwohl im Flug ein Loch im Rumpf einer Boeing 737 Max 9 von Alaska Airlines klaffte, landete die Crew das Flugzeug im Januar 2024 sicher. Jetzt klagt der Kapitän gegen den Flugzeughersteller.
Timo Nowack
Timo Nowack
amsterdam schiphol schneemann
Der Schnee sorgt für Chaos und Hunderte Flugausfälle am größten Flughafen der Niederlande. Trotz der harten Bedingungen hat das Bodenpersonal in Amsterdam offenbar Spaß bei der Arbeit.
Timo Nowack
Timo Nowack
Die Boeing 757 des Justizministeriums der USA nach der Landung in New York: Diktator an Bord.
Nach dem nächtlichen Zugriff der U.S. Army in Caracas endet der Weg des venezolanischen Machthabers vor einem Gericht in New York – an Bord einer 36 Jahre alten Boeing 757 des Justizministeriums der USA.
Stefan Eiselin
Stefan Eiselin