Boeing B747 von Royal Air Maroc: Der Staat musste der Airline unter die Arme greifen.

Staat rettet Royal Air Maroc

Marokko stützt die angeschlagene Staatsairline mit Millionen. Nun ist sparen angesagt - jede dritte Stelle fällt weg.

Top-Jobs

Etihad Job

Captain A320

Etihad Airways
Vollzeit
Abu Dhabi
Top jobs
United Arab Emirates
Feste Anstellung
Etihad Job

First Officer A320

Abu Dhabi
Feste Anstellung
Etihad Airways
United Arab Emirates
Vollzeit
Top jobs
ticker-dfs-deutsche-flugsicherung

Fluglotse (w/m/d)

Deutsche Flugsicherung DFS
Studium
Langen b. Frankfurt
Top jobs
Deutschland
.

Event Manager (m/f, 100%)

Vollzeit
IRF Reputation AG
Basel
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Luftfahrt

Die königliche Fluglinie trafen in den letzten Monaten gleich drei Schocks: Der rasant gestiegene Kerosinpreis, die sinkende Nachfrage in Folge der Unruhen in Nordafrika eines Selbstmordanschlags in Marrakesch sowie die wachsende Konkurrenz durch Billigflieger. Royal Air Maroc schreibt deshalb derzeit monatlich 80 Millionen Dirham Verlust - umgerechnet 7,1 Millionen Euro oder 8,7 Millionen Franken, wie die Nachrichtenagentur Reuters unter Berufung auf firmeninterne Quellen schreibt. Darum greift nun die Regierung des Königreichs ein: Sie hilft der nationalen Airline mit einer Kapitalspritze von 1,6 Milliarden Dirham (140 Millionen Euro/174 Millionen Franken).

Das Geld soll dazu dienen, den finanziellen Verpflichtungen nachzukommen und so den Betrieb aufrechtzuerhalten. Zudem soll es auch ermöglichen, neue Investitionen zu tätigen. Bereits zuvor hatte die staatliche Fluggesellschaft bekanntgegeben, ihren Personalbestand um einen Drittel oder 1500 Stellen auf 4000 zu reduzieren. Davon erhofft sie sich Einsparungen von rund 83 Millionen Dirham pro Monat.

Jüngere Flotte, weniger Strecken

Royal Air Maroc will zudem Flugzeuge verkaufen. So ist gemäß Reuters die Veräußerung von vier Airbus A321 vorgesehen, die erst vor fünf Jahren zur Flotte gestoßen waren. Auch fünf Boeing B737-500 sollen abgestoßen werden. Damit will die Airline eine Milliarde Dirham einnehmen und dadurch auch die Flotte verjüngen. Vor allem der Verkauf der Airbus-Maschinen kommt überraschend. «Ab 2012 wird unsere Mittelstreckenflotte die neuste Generation von Boeing 737 beinhalten. Auf der Langstrecke behalten wir die B767 bis wir unsere B787 Dreamliner erhalten», begründete Royal Air Maroc die Massnahmen gegenüber Reuters. Die Verjüngung der 54 Maschinen starken Flotte soll aber vor allem auch mehr Kunden anziehen. Auch sonst will die Fluglinie die Servicequalität erhöhen.

Neben einer Reduktion der Flotte wird auch das Streckennetz angeschaut. Nicht rentable Routen würden aufgegeben, schreibt die marrokanische Wirtschaftszeitung La Vie Eco. Vor allem Kurzstrecken, die nicht vom Drehkreuz Casablanca aus bedient würden, seien gefährdet.

Mehr zum Thema

ticker-eurowings

Eurowings baut Marokko-Flüge kräftig aus

Der Platz Djemaa el Fna: Das Herz von Marrakesch.

Transavia fliegt ab Berlin zwei Städte in Marokko an

ticker-embraer

Embraer schaut sich in Marokko nach Zulieferern um

Boeing 737 Max 8 von Turkish Airlines: Am 1. Januar musste die Maschine mit dem Kennzeichen TC-LCI auf Malta ungeplant zwischenlanden.

Vier Passagiere nutzen außerplanmäßige Zwischenlandung auf Malta zur Flucht

Video

Flughafen Gander am 11. September 2001: 38 Großraumflugzeuge strandeten an dem kanadischen Airport.
Nach den Anschlägen vom 11. September 2001 sperrten die USA ihren Luftraum. Fast 240 Flugzeuge auf dem Weg ins Land konnten nicht mehr umkehren. Kanada nahm sie auf – und musste innerhalb weniger Stunden Zehntausende gestrandete Reisende unterbringen und versorgen.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies
regent viceroy first flight
Der amerikanische Hersteller Regent will seine Seegleiter in Küstenregionen in aller Welt liefern. Jetzt hat das Bodeneffektfahrzeug Viceroy erstmals einen bemannten Flug absolviert. Und die Zulassung verläuft anders als bei einem Flugzeug.
Timo Nowack
Timo Nowack
eurowings training center dus
Eurowings und Lufthansa Aviation Training haben ein Ausbildungszentrum eröffnet: In Düsseldorf üben Flugbegleiterinnen und Flugbegleiter künftig, wie sie eine verrauchte Kabine evakuieren, einen bewusstlosen Piloten retten und eine Axt benutzen. aeroTELEGRAPH erhielt einen ersten Einblick ins neue Crew Training Center und sprach mit den Trainerinnen und Trainern.
Timo Nowack
Timo Nowack