Flieger von Qatar: Bald auch C-Series in der Flotte?

RegionalstreckenQatar guckt sich C-Series für Indien an

Hoffnung für Bombardier: Sollte Qatar Airways wie geplant eine Fluggesellschaft in Indien gründen, käme die C-Series dafür in Frage.

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Die Pläne gibt es schon seit einiger Zeit: Qatar Airways zieht es in den indischen Markt. Wie Chef Akbar Al Baker bei der Luftfahrtmesse Paris Air Show in Le Bourget verlauten ließ, läuft bei dem Vorhaben alles nach Plan. Man habe nun die Rechte, das Unternehmen zu gründen, wenn man soweit sei. Wann genau das sein wird, verriet er allerdings nicht.

Mit der indischen Fluggesellschaft will Qatar dann auch regionale Ziele innerhalb des Landes bedienen. Und das könnte einem Flugzeugbauer besonders helfen: Al Baker brachte in dem Zusammenhang die Bombardier C-Series wieder ins Spiel. Für Flughäfen  mit kurzen Pisten käme neben Turbopropfliegern von ATR oder Bombardier auch der neue Jet in Frage, so der Vorstandsvorsitzende laut der Nachrichtenagentur Bloomberg.

«Mehrere Gespräche»

«Wir hatten mehrere Gespräche mit Akbar und er guckt sich das Programm genau an», sagt denn auch Bombardiers Zivilflugzeugchef Fred Cromer laut Bloomberg. Das Interesse sei gestiegen, nachdem der Qatar-Chef das Flugzeug erstmals bei der Paris Air Show vor zwei Jahren live gesehen habe. Sollte Bombardier bei Qatars Indien-Airline zum Zug kommen, könnte es sich um eine große Order handeln: Die indische Fluggesellschaft soll bis zu 100 Flugzeuge bekommen, kündigte Al Baker im März an.

Nicht nur Bombardier könnte durch Qatars Indien-Pläne aber lukrative Orders an Land ziehen. Wie Al Baker weiter sagte, könnte das auch Auswirkungen darauf haben, ob er aus Kaufrechten für 30 Boeing 737 Max feste Bestellungen macht. 20 von 60 im letzten Jahr gesicherten Optionen hat Qatar nun festgezurrt.

Auch Meridiana hat Auswirkungen

Wie es mit den restlichen aussieht, hänge zum einen von Indien ab, aber auch davon, wie es mit Meridiana weitergeht. Qatar Airways will 49 Prozent der italienischen Fluglinie kaufen. Wenn der Deal, der bei der Luftfahrtmesse in Farnborough im vergangenen Jahr angekündigt wurde, in trockenen Tüchern ist, könnten einige der Jets für die Italiener bestimmt sein.

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