Airbus A350 von Qatar Airways: Die Fluglinie muss umdisponieren.

Flugstopp und ÜberflugverbotNachbarn haben Qatar Airways isoliert

Alleine heute wären 56 Flugzeuge von Qatar Airways nach Ägypten, Bahrain, Saudi-Arabien und in die Vereinigten Arabischen Emirate gestartet. Das Lande- und das Überflugverbot trifft Qatar Airways hart.

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Aus und Schluss. Mit einer Boeing 777-300 ER landete um 5:41 Uhr Lokalzeit in der Nacht auf Dienstag zum letzten Mal für längere Zeit ein in Doha gestartetes Flugzeug von Emirates am Dubai International Airport. Der letzte Etihad-Flug aus der Hauptstadt von Katar kehrte um 1:11 Uhr nach Abu Dhabi zurück. Der letzte Flieger von Flydubai aus dem Nachbarland landete am Montagabend (5. Juni) um 23:38 Uhr am Dubai Al Maktoum International Airport.

Nach und nach stellten die Fluggesellschaften aus Ägypten, Bahrain, Saudi-Arabien und den Vereinigten Arabischen Emiraten in den letzten 24 Stunden ihre Flüge ein. Der letzte Jet von Gulf Air setzte um 23.13 Uhr vom Hamad International Airport von Doha kommend in Bahrain auf. Saudia hatte die Flüge nach Katar bereits am Montagmorgen gestoppt. Air Arabia, Egypt Air und Air Cairo setzen den von ihren Regierungen verlangten Flugstopp inzwischen ebenfalls um.

Alleine 17 Mal nach Dubai

Während es für diese Fluggesellschaften einzelne Flüge sind, sind es für Katars Nationalairline Dutzende Verbindungen täglich, die wegen des politischen Zwistes wegfallen. Alleine nach Dubai wäre Qatar Airways am Dienstag 17 Mal geflogen, nach Abu Dhabi sechs Mal, nach Ras al Khaimah und Sharjah je ein Mal. Bahrain hätte die Fluglinie sechs Mal angesteuert, Ägypten vier Mal und Saudi-Arabien 21 Mal. Insgesamt sind es 56 Verbindungen, die bei der Golfairline nun pro Tag ausfallen.

Die Verbindungen brachten einerseits Lokalpassagiere nach Katar, andererseits Passagiere, die in Doha aufs weltweite Netz von Qatar Airways umstiegen. Die Politik hat diese Quelle nun versiegen lassen. Am Montagmorgen hatten Ägypten, Bahrain, Saudi-Arabien und die Vereinigten Arabischen Emirate ihre diplomatischen Beziehungen zu Katar abgebrochen und angekündigt, alle Verkehrsverbindungen nach Katar zu kappen. Sie werfen dem Land vor, diverse terorristische und sektiererische Gruppen zu unterstützen.

Sperrung in Kraft

Die ausfallenden Flüge sind nur ein Problem. Hinzu kommen längere Wege durch die Sperrung des Luftraums von Ägypten, Bahrain, Saudi-Arabien und den Vereinigten Arabischen Emiraten. Riyadh verbot Überflüge von Flugzeugen von Qatar Airways ab Dienstagmorgen um 0:01 Uhr koordinierter Weltzeit (UTC). In Ägypten gilt die Sperrung um 4:00 Uhr UTC. Bisher kommen Flüge aus den USA und Südeuropa oftmals über Saudi-Arabien in Doha an, solche aus Asien über die Vereinigten Arabischen Emirate, auch die Verbindungen nach Afrika müssen neu geführt werden. Die Sperrung bedeutet für Qatar Airways daher Umwege und damit Verspätungen und ein höherer Kerosinverbrauch.

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