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Wankelmütiger Qatar-Airways-Chef

Er will, er will nicht, er will. Akbar Al Baker verwirrt mit seinen Aussagen zu einem Allianzbeitritt. Nun zieht er gleich alle drei Bündnisse in Betracht.

World Economic Forum

Akbar Al Baker: «Keine Einbahnstrasse»

Bei Oneworld dürfte man sich nicht unbedingt über die Äußerungen von Akbar Al Baker gefreut haben. Er sei offen für jede Allianz, erklärte der Chef von Qatar Airways gemäß der Wirtschaftsnachrichtenagentur Bloomberg. Seine Worte kommen nach Tagen von wilden Spekulationen über einen möglichen Beitritt der Airline zur Allianz Oneworld. Für den 8. Oktober hat das Luftfahrtbündnis die Medien eingeladen, weil es eine signifikante Veränderung bei den Mitgliedern bekannt geben will. Da zuvor bereits mehrere Vertreter der Allianz Qatar als ein Wunschmitglied genannt hatten, kochte es in der Gerüchteküche hoch. Es sei so gut wie sicher, dass Qatar nun dazu stößt.

Doch Al Baker sah das anders: «Nein, wir haben keine solchen Pläne. Das sind alles nur Gerüchte», wiegelte er ab. Es schien, als würde somit immer noch keiner der drei großen Fluggesellschaften vom Golf bereit sein für ein Bündnis. Bei Emirates glaubt man jedenfalls grundsätzlich nicht an das Konzept. Ein Beitritt würde das eigene Unternehmen nur schwächen, glaubt Chef Tim Clark. Etihad formt sich durch zahlreiche Beteiligungen und Code-Share-Abkommen sein eigenes kleines Netz. Allianzen werden da überflüssig.

Attraktiver Partner

Doch Al Baker macht den Allianzen nun wieder Hoffnung, wenngleich nicht nur Oneworld ein Kandidat wäre, scheint es. Man schaue sich sämtliche Zusammenschlüsse an, heißt es. Schließlich sei so etwas keine Einbahnstraße. Wenn der Beitritt das eigene Wachstum aufhalte, mache er keinen Sinn. Und das ist derzeit eindrücklich. Momentan fliegt Qatar mit 111 Fliegern an 118 Destinationen. Doch die Zahl der ausstehenden Bestellungen ist enorm. Qatar-Orders für 250 Jets im Wert von 50 Milliarden Dollar stehen noch in den Büchern der Hersteller. Allein in den nächsten sechs Monaten will die Airline sechs neue Destinationen ins Streckennetz aufnehmen.



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