B787 von Qatar: Keine Stretchversion

Qatar redet B787-10 schlecht

Airline-Chef Akbar Al Baker nimmt selten ein Blatt vor den Mund. Nun bekommt Boeings Stretch-Dreamliner sein Fett weg – zu Gunsten des Airbus A350.

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«Es ist eine große Einkaufsliste», sagte Akbar Al Baker kürzlich in einem Interview mit dem Fachmagazin Air Transport World. Bei der Dubai Air Show im November will der Chef von Qatar Airways gleich mehrere Bestellungen bekanntgeben. So wird die Golfairline wohl die Boeing B777-9X ordern - die längere Version der neusten Ausführung der B777, die Ende des laufenden oder Anfang des kommenden Jahrzehnts bereit sein soll. «Wir müssen viele unserer B777 Anfang des kommenden Jahrzehnts ersetzen», so Al Baker. Dafür kämen die neuen Maschinen in Frage.

Daneben scheint auch Bombardiers C-Series auf der Wunschliste zu stehen. Außerdem, so ein Sprecher der Fluggesellschaft, sei es sehr wahrscheinlich, dass Qatar die Optionen auf dreißig Dreamliner einlöst. Diese Jets kämen zu den dreißig bereits fest bestellten B787 hinzu. «Normalerweise lässt Qatar keine Optionen verfallen», so der Sprecher.

A350 besser?

Weniger gut kommt bei Al Baker die jüngst angekündigte Stretch-Version des Dreamliners weg, die B787-10. Er sei am Flieger nicht interessiert. «Er ist schon sehr nah dran am Airbus A350-1000», so Al Baker laut Air Transport World. Vom europäischen Langstreckenflugzeug habe man bereits 38 bestellt. «Ich will keine Flieger duplizieren, welche dieselbe, oder vielleicht sogar bessere Leistung abliefern.» Und dann wird Al Baker noch deutlicher: «Ganz ehrlich erscheint der A350-1000 mir heute noch als der bessere Jet.»

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