RedQ: Qantas' neue Luxustochter?

Die größte australische Airline zieht es nach China. Fünf neue Töchter sollen helfen, den Wachstumsmarkt zu bedienen.

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Sechszig mal größer ist der Reisemarkt in China als der in Australien. Und auch im restlichen Asien wächst der Markt rasant. Davon will die australische Airline Qantas nun profitieren. Sie plant gleich fünf neue Einheiten, die den Wachstumsmarkt bedienen sollen. Gemäß Konzernchef Alan Joyce sollen den Anfang ein Premium- und ein Billiganbieter machen. Die Luxus-Airline soll in Südostasien angesiedelt sein, der Low-Cost-Anbieter in Japan. Schon im nächsten Jahr sollen sie an den Start gehen.

Nun ist auch bereits der mögliche Name der neuen Premium-Airline durchgesickert. RedQ werde sie sehr wahrscheinlich heißen, berichtet der Sydney Morning Herald. Qantas habe Anträge zum Schutz der Markennamen RedQ, RedQ Executive Express, RedSky und OneAsia eingereicht. Red - also rot - ist dabei die Verbindung zur Mutter.

Restrukturierung

Das Potenzial, das in den asiatischen Märkten liege, sei riesig, so Joyce. Sowohl Premium- als auch Low-Cost-Flüge nach China und andere Städte in Asien seien essenziell für Qantas. Nur so könne man mit dem Übersee-Geschäft wieder nachhaltig Gewinn erzielen. Rund 207 Millionen Dollar Verlust pro Jahr fahren die Langstrecken der Airline bisher ein. Der Grund: Asiatische und arabische Anbieter machen es Qantas mit billigen Flugangeboten gerade nach Europa schwer (aeroTELEGRAPH berichtete).

Erst kürzlich gab Qantas bekannt, einen Teil der internationalen Strecken zu streichen. Gleichzeitig gab man bekannt, von den wachsenden Märkten in Asien profitieren zu wollen. Man habe erkannt, dass die in Singapur angesiedelte Low-Cost-Tochter Jetstar mit ihren Flugangeboten nach China das Wachstum in dem wichtigen Markt essenziell vorantreibe. Acht Destinationen in der Volksrepublik fliegt Jetstar derzeit an. Aus diesem Grund soll auch die Vietnam-Einheit mehr Flüge dorthin anbieten. Die Mutter-Airline fliegt derzeit nach Schanghai und Hongkong.

Zusammen mit JAL und Mitsubishi

Wo genau man die neue Premium-Fluggesellschaft ansiedeln will, hat Qantas noch nicht entschieden. Zur Auswahl stehen Singapur und Kuala Lumpur. Singapur habe den Vorteil von mehr Geschäftsreisenden, während in Kuala Lumpur weniger Wettbewerb herrsche - und gute Möglichkeiten zur Kooperation etwa mit Malaysian Airlines oder AirAsia. Für den neuen Billigflieger in Japan arbeitet Qantas mit Japan Airlines zusammen. JAL und der japanische Konzern Mitsubishi sollen Miteigentümer der neuen Tochter sein, wie Qantas nun bestätigte. Das ist auch für die japanische Airline ein Schritt, um wieder aus den roten Zahlen zu kommen. Im vergangenen Jahr meldete die einstige Staatsfluglinie Insolvenz an. Die Folge waren ein radikaler Stellenabbau und weniger Routen. (aeroTELEGRAPH berichtete).

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