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Qantas krempelt Flotte um

Die australische Nationalairline streicht 5000 Stellen. Um zu sparen, verschiebt Qantas zudem die Lieferung weiterer Airbus A380 und mottet Boeing 747-400 ein.

Qantas

Boeing 747-400: Qantas flottet die Jumbos früher aus als geplant.

Alan Joyce ist eindeutig. «Wir fällten harte Entscheidungen. Und niemand soll daran zweifeln, dass noch weitere folgen», erklärte der Chef von Qantas bei der Bekanntgabe der drastischen Sparmaßnahmen. Denn die australische Nationalairline schreibt tiefrote Zahlen. 252 Millionen australische Dollar (rund 165 Millionen Euro) Verlust flog sie zwischen Anfang Juli und Ende Dezember 2013 ein. Das ist das schlechteste Ergebnis seit 1995.

Für Joyce ist klar, weshalb es unter anderem dazu kam. «Die Konkurrenz erhöhte ihr Angebot nach Australien seit 2009 um 46 Prozent», so der Qantas-Chef. Auch im Inland seien die Rivalen aggressiv und die nationale Politik verzerre den Markt. Darum entschied das Management nun, die Kosten in den nächstens drei Jahren um zwei Milliarden Dollar zu senken. Dabei gehen 5000 der insgesamt 33’000 Stellen verloren. Zudem wird die Strecke von Perth nach Singapur im Jahr 2015 gestrichen.

Boeing 767 müssen bei Qantas weg

Qantas krempelt auch die Flotte um. Um ihre Flugzeuge besser auszulasten, beschloss die Fluglinie, ihre Airbus A330 im Inland nur noch auf den starken Ost-West-Routen sowie in der Hochsaison auch im Dreieck Sydney-Melbourne-Brisbane einzusetzen. Die frei werdenden A330 werden dann auf der Langstrecke verwendet.

Dort ersetzen sie ältere Boeing 747-400. Sechs Jumbos, die noch keine neue Kabine erhalten haben, werden früher als geplant ausgeflottet. Die zwei letzten Boeing 737-400 wurden zudem bereits stillgelegt, die verbleibenden B767 werden bis Ende 2015 aus dem Verkehr gezogen. Insgesamt reduziere sich die Zahl der Flugzeugtypen bei Qantas von heute elf auf sieben, so Joyce.

Dreamliner und A380 später

Doch das ist nicht alles. Qantas beschloss auch, die Lieferung der acht weiteren Airbus A380 zu verschieben. Auch die Order von 14 Dreamlinern wird nicht wie geplant übernommen. Sie wird ebenfalls nach hinten gerückt. Da stehe man noch in Verhandlungen.



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