Boeing B737 von PrivatAir: «Das Unmögliche möglich gemacht»

Schweizer Airline fliegt in Antarktis

Premiere im ewigen Eis: Zum ersten Mal landete eine Boeing B737 in der Antarktis. Die Schweizer Privat Air will nun einen regulären Service einführen.

Top-Jobs

k5 logo

Captain A320 (m/w/d)

K5-Aviation GmbH
München, Hamburg, Stuttgart
Feste Anstellung
Business Aviation
Deutschland
Vollzeit
Top jobs
logo-gi-group

Teamleiter (gn) am Flughafen Hamburg

Hamburg
Feste Anstellung
Gi Group Recruiting
Deutschland
Vollzeit
Top jobs
Hahnair Logo

Kapitän C680A (all genders) mit Zusatzaufgaben

Düsseldorf
Feste Anstellung
Hahn Air Lines GmbH
Deutschland
Vollzeit
Top jobs
Hahnair Logo

Deputy Continuing Airworthiness Manager (all genders)

Düsseldorf
Feste Anstellung
Hahn Air Lines GmbH
Deutschland
Vollzeit
Top jobs

Die Destination klingt so exotisch wie märchenhaft. Ziel dieses speziellen Fluges war die Forschungsstation Troll, die 1270 Meter über dem Meer und 235 Kilometer vom östlichen Teil der Princess-Martha-Küste der Antarktis entfernt liegt. In der Einrichtung in der Region Queen-Maud-Land werden meteorologische, glaziologische, biologische und physikalische Untersuchungen durchgeführt. Am 28. November landete nun dort eine Boeing B737 von Privat Air. Der Flug der Schweizer Geschäfts- und Charterfluggesellschaft im Auftrag des norwegischen Polarinstitutes war der erste mit einer Boeing B737 in die Antarktis. Die Maschine landete auf einer 3000 Meter langen Piste, die aus purem Gletschereis besteht.

Rund ein Jahr dauerten die Vorbereitungen für den Flug, wie ein Sprecher von Privat Air gegenüber aeroTELEGRAPH erklärt. Gemeinsam mit dem Norsk Polarinstitutt und dem Triebwerkshersteller habe man die Tauglichkeit des Jets auf der Eispiste untersuchen müssen. Auch die Bremskraft sei dabei wichtig. Die Piloten mussten im Simulator den Anflug auf die Eispiste auf Sicht trainieren. Zwei von sieben Crewmitgliedern und rund 30 Passagieren mussten außerdem ein Überlebenstraining für Situationen im ewigen Eis absolvieren. An Bord waren die nötigen Utensilien für ein Überleben in der Polarregion verstaut. «Es war eine Herausforderung», so der Sprecher. «Doch nach den ersten zwei Wochen unserer Studien hatten wir keinen Zweifel, dass wir den Flug durchführen.»

Immense Vorbereitungen

«Die Vorbereitungen für diesen Flug waren immens», so Kapitän Dennis Kaer, der auch seit mehr als einem Jahr daran arbeitete. Man müsse jeden Aspekt anschauen, jedes Szenario in Erwägung ziehen. «Da gibt es keine einfachen Annahmen.» Nachdem die Schweizer Zivilluftfahrtbehörde schließlich ihr Okay für den Flug gegeben hatte konnte es aber losgehen. In Kapstadt war die B737 gestartet und in etwas unter sechs Stunden ohne Zwischenhalt in die Eiseskälte gereist.

Die Wetterkonditionen seien perfekt gewesen, der Flug und die Landung angenehm. Doch vor dem Aussteigen mussten alle Insassen in Polar-Überlebensanzüge wechseln, um der Kälte standzuhalten. «Wir sind sehr stolz, einen Flug in eine der fernsten und von den Bedingungen her feindlichsten Regionen der Erde durchgeführt zu haben», so Privat-Air-Chef Greg Thomas, der ebenfalls an Bord des Fliegers war. Für das Norsk Polarinstitutt und die Fluggesellschaft sei es ein bisschen so, als ob man das Unmögliche möglich gemacht habe.

Regulärer Service

Und wenn alles so läuft, wie man es sich vorstellt, dann wird es auch nicht das letzte Mal sein, dass ein Privat-Air-Flieger auf der eisigen Landebahn landet. Es gebe eine echt Nachfrage nach sicheren und gut organisierten Flügen in die Region, so die Airline gegenüber aeroTELEGRAPH. Nun habe man bewiesen, dass der Betrieb unter internationalen Sicherheitsstandards möglich ist. mit der Hilfe des Norsk Polarinstitutt und etwas mehr Arbeit wolle man darauf hinarbeiten, in der Zukunft einen regulären Service in die Antarktis anzubieten. Die B737 soll die älteren Transportflieger ersetzen, die bisher die Strecke fliegen. Die neue Maschine sei umweltfreundlicher und effizienter, so Vertreter der Forschungsstation.

Mehr zum Thema

ticker-boeing-1

Boeing und U.S. Navy testen erstmals Tarnkappendrohne MQ-25A Stingray

ticker-boeing-1

Boeing liefert im März weniger Flugzeuge aus

boeing 787 air new zealand imtow

Boeing 787-9 und -10 haben jetzt mehr Reichweite - und das ist für Boeing eine doppelt gute Nachricht

ticker-boeing-1

Erholung bei Verkehrsflugzeugen braucht länger - Boeing startet vorerst kein neues Flugzeugprogramm

Video

Absturzstelle: Hier prallte der Jet ins Gebirge.
Der Absturz von Flug MU5735 beschäftigt Ermittlungsbehörden seit mehr als vier Jahren. Jetzt deuten neue Daten darauf hin, dass es im Cockpit der Boeing 737 von China Eastern Airlines vor dem Crash zu einem Kampf um die Kontrolle kam.
Laura Frommberg
Laura Frommberg
Der Moment vor der Berührung: Die Boeing 767 von United fliegt extrem niedrig an.
Eine Boeing 767 von United Airlines ist bei der Landung in Newark extrem tief geflogen. Neue Videoaufnahmen zeigen nun von außen, wie das Hauptfahrwerk den Lastwagen auf der Autobahn berührte.
Stefan Eiselin
Stefan Eiselin
Moment der Kollision: Zum Glück verletzte sich der Fahrer nur leicht.
Eine Boeing 767 von United Airlines berührte beim Anflug in Newark einen Lastwagen und einen Lichtmast. Flug UA169 landete dennoch sicher. Brisant: Weder Cockpit noch Flugsicherung registrieren die Kollision zunächst.
Laura Frommberg
Laura Frommberg