Airbus A380 von Air France: Die Piloten haben Mühe, Privilegien abzugeben.

Air FrancePiloten wollen Privat-WC nicht aufgeben

Die Piloten haben ein Abkommen mit Air France noch nicht unterzeichnet, das benötigt wird, um die neue Billig-Langstreckenairline zu starten. Ein Streitpunkt: exklusive Toiletten für die Cockpit-Crews.

Top-Jobs

sunny cars

Customer Service Expert (m/w/d)

München / Remote
Feste Anstellung
Autovermietung
Sunny Cars
Deutschland
30 - 40 Stunden
Top jobs
IFFD Flugdienste

Piloten/ First Officer (m/w/d)

IFFD GmbH
Graz/Klagenfurt
Feste Anstellung
NCC-Betrieb
Österreich
Vollzeit
Top jobs
Sparfell Logo

Flight Operations Officer in Vienna (Austria)

Vienna
Feste Anstellung
Business Aviation
SPARFELL Luftfahrt GmbH
Österreich
Vollzeit
Top jobs
Sparfell Logo

First Officer Embraer 550 / Legacy 500 (m/f)

Vienna
Feste Anstellung
Business Aviation
SPARFELL Luftfahrt GmbH
Österreich
Vollzeit
Top jobs

Eigentlich hatte das Management von Air France-KLM damit gerechnet, dass die Differenzen sich schnell ausräumen lassen. Doch noch immer hat die Pilotengewerkschaft Syndicat National des Pilotes de Ligne SNPL Vorbehalte. Sie hat das 30-seitige Dokument noch nicht unterzeichnet, das unter dem Namen Accord Trust Together – frei übersetzt: Abkommen des gegenseitigen Vertrauens – läuft.

Das Papier enthält die Eckwerte der Zusammenarbeit im Rahmen des strategischen Plans des neuen Vorstandsvorsitzenden Jean-Marc Janaillac. Geregelt sind darin unter anderem Dinge wie Arbeitszeiten, Lohnniveaus und das Verhältnis zwischen Air France und KLM. Festgehalten sind aber auch die Eckwerte des Plans zur Schaffung der neuen Billig-Langstreckentochter, die im Konzern unter dem Projektnamen Boost läuft. Air France will mit ihr gegen die Konkurrenz vom Golf ankämpfen.

Flexible statt fixe Lösung

Bis zum 31. Mai muss die Gewerkschaft sich abschließend zum Accord Trust Together äußern. Die Vorbehalte der Piloten richten sich mitunter auch gegen einen Punkt, der das Management ziemlich überraschte, wie das Magazin Le Point berichtet. Als einzige Fluggesellschaft der Welt neben Egypt Air nutzen die Piloten bei Air France eigene Toiletten, die für Passagiere gesperrt sind. Dies will Janaillac ändern.

Der Platz für die zusätzlichen WCs könnte Air France effizienter nutzen. Die Fluglinie könnte zusätzliche Sitze einbauen. Dies ist für die Billig-Langstreckenairline Boost ganz besonders wichtig. Nach der vehementen Opposition dagegen schlug Janaillac vor, gewisse Toiletten zu bestimmten Zeiten und auf Antrag der Piloten ihnen vorzubehalten. Air France erneuert gerade die Kabinen der Flugzeuge, bald kommen auch die Airbus A380 dran. Es ist daher wichtig, dass dieses Detail geregelt ist.

Früher schon ein Thema

Die Privat-WCs waren schon früher ein Politikum, wie Le Point schreibt. Als Air France 1992 die Konkurrentin UTA Union de Transports Aériens übernahm, kamen Boeing 747 zur Flotte, die keine Privat-WCs enthielten. Das akzeptierten die Piloten nicht. Die Fluggesellschaft musste sie für teures Geld einbauen lassen.

Mehr zum Thema

Kopilot von Air France: Seine Gewerkschaft muss dem Boost-Plan zustimmen.

Air France prüft für neue Billigtochter A350

ticker-air-france

Air France setzt Flüge nach Havanna wegen Treibstoffmangel aus

ticker-air-france

Air France-KLM prüft Airbus A350-1000 und Boeing 777X als Nachfolger für Boeing 777

Airbus A320 Neo von Tap am Gate: Wer greift zu?

Air France-KLM verspricht Tap eine zentrale Rolle im Konzern

Video

König Willem-Alexander bei seinem letzten Flug mit einer Boeing 737: Er lässt sich nochmals umschulen.
Fußballfans, Familien auf dem Weg nach Lappland oder Urlauber nach Ibiza: Viele Passagiere ahnten nicht, dass ihr Kopilot der König der Niederlande war. Jetzt flog Willem-Alexander letztmals mit einer Boeing 737 von KLM - und beginnt nun die Umschulung auf Airbus.
Stefan Eiselin
Stefan Eiselin
amboseli airstrip under water
Ein Video aus dem Amboseli-Nationalpark in Kenia scheint einen See zu zeigen. Aber nein: Es ist die Start- und Landebahn des Park-Airports. Sie ist vollständig im Wasser verschwunden.
Timo Nowack
Timo Nowack
air canada bridgetown umkehr
Am Flughafen Bridgetown ging auf einmal gar nichts mehr. Flüge von Air Canada und Jetblue mussten auf dem Weg zum internationalen Flughafen von Barbados plötzlich umkehren. Grund war ein spontaner Streik.
Timo Nowack
Timo Nowack