Airbus A330-300 von Philippine Airlines (Skizze): Neue Basis.

Philippines baut sich Flughafen

Die Fluggesellschaft hat genug vom veralteten und überlasteten Airport Manila. Sie will auf ungewöhnliche Art Abhilfe schaffen.

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Eben orderte Philippine Airlines PAL für 5,6 Milliarden Euro 54 Maschinen bei Airbus. Nun will sie auch noch drei weitere Boeing B777-300ER mit einem Listenpreis von rund 750 Millionen kaufen, um ihre Langstreckenflotte zu vergrößern. Doch das reicht Aufsichtsratspräsident Ramon S. Ang noch nicht. Um die Ausbaupläne seiner Fluggesellschaft durchzuziehen, braucht er auch ein leistungsfähiges Drehkreuz in Manila. Die Heimbasis Ninoy Aquino International Airport ist veraltet und in ihrer Kapazität arg beschränkt. Sie verkraftet nur 36 Flüge pro Stunde. Clark International Airport als anderer Flughafen der Hauptstadt, liegt 80 Kilometer vom Stadtzentrum entfernt und ist nur über eine mittelprächtige Straße zu erreichen. Beide sind für Ang mittelfristig keine Lösung.

Deshalb will der Philippine-Präsident für seine Fluggesellschaft zusammen mit einem südkoreanischen Partner einen brandneuen Flughafen bauen. Und das bereits innerhalb der nächsten drei Jahre. «In 36 Monaten wird das Band durchschnitten», sagte er Anfang September gegenüber den Medien. Der Airport werde 2000 Hektar groß sein, ein Einkaufszentrum, viele Restaurants und andere Einrichtungen aufweisen und vier parallele Pisten haben. Mit dem Geschäftsviertel Makati in Manila soll ihn eine sechsspurige Hochstraße verbinden, welche die Passagiere in 15 Minuten ins Zentrum führt.

Eine große Nummer

Ang will sein Vorhaben nun erst einmal genauer ausarbeiten und im «Januar oder Februar» Staatspräsident Benigno S Aquino III vorlegen. Der Manager ist auf den Philippinen eine große Nummer. Er führt nicht nur die Nationalairline, sondern über die Holding San Miguel Corporation wo er die Nummer zwei ist, auch die gleichnamige Brauerei, Bauunternehmen, Ölfirmen, eine Bank oder Nahrungsmittelhersteller.

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Redaktion