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Aus Order bei Airbus

Nimmt Bundeswehr Lufthansa zwei A321 Neo ab?

Die deutsche Airline hat derzeit keinen Bedarf an neuen Flugzeugen. Zwei von Lufthansa bestellte Airbus A321 Neo könnten an die Bundeswehr gehen.

Lufthansa Technik

Heck eines Airbus A321 der Bundeswehr: Jetzt sollen zwei Neos her.

Ende März hatte Lufthansa 96 Neo-Bestellungen bei Airbus offen. Dabei handelt es sich um 61 Airbus A320 Neo (84 bestellte minus 23 bereits ausgelieferte) und 35 Airbus A321 Neo (40 georderte minus 5 bereits übergebene). Wann die deutsche Fluggesellschaft aber wieder fast 100 neue Kurz- und Mittelstreckenflieger gebrauchen kann, ist völlig offen.

Derzeit geht es in die andere Richtung. Lufthansa verkleinert ihre Flotte angesichts der Corona-Krise. So dürfte es ihr wohl nicht ungelegen kommen, was das Magazin Der Spiegel unter Berufung auf interne Aussagen von Verteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer berichtet. Demnach hat Airbus einen neuen Abnehmer für zwei der A321 Neo der deutschen Fluglinie gefunden.

Werden A321 Neo zu Sanitätsstationen?

Da Lufthansa die Flieger  wegen der Krise nicht abnehmen könne, würden sie nun an die Bundeswehr gehen, schreibt das Magazin. Die beiden A321 sollen zu Truppentransportern und fliegenden Sanitätsstation werden. Lufthansa erklärt gegenüber aeroTELEGRAPH, man unterstütze traditionell Bundesregierung und Bundeswehr, unter anderem bei der Flugzeugwartung, so ein Sprecher.

«Sollten wir darüber hinaus helfen können, stehen wir bereit.» Zur Überlassung einzelner Jets gebe es derzeit aber keine Entscheidungen und nichts zu kommentieren. Ein Bundeswehr-Sprecher erklärte, man könne sich derzeit noch nicht äußern, da noch keine entsprechenden formellen Unterlagen vorlägen.

Stornieren und Verschiebungen möglich

Lufthansa-Chef Carsten Spohr hatte schon im März erklärt, man verhandle mit Airbus und Boeing über Änderungen bei den Auslieferungen, da man zurzeit keine neuen Flugzeuge brauche. «Das Problem ist: Das machen gerade wahrscheinlich alle Airlines auf der Welt», sagte er und verdeutlichte die Herausforderung für Airlines und Hersteller.

Der Lufthansa-Chef erklärte, die Frage, «welche stornieren wir, welche verschieben wir», sei ein Gesamtpaket, über das man mit den Flugzeugbauern rede. Airbus muss derweil schon neue Abnehmer für Flugzeuge finden, die andere Airlines derzeit nicht mehr wollen. So stehen bald etwa vier Airbus A320 Neo und zwei A321 Neo abholbereit. Eigentlich waren sie für Air Asia bestimmt, doch der Billigflieger aus Malaysia will die Flieger nicht mehr.

Bundeswehr übernahm schon A321 von Lufthansa

Die Bundeswehr hatte schon 2018 einen von Lufthansa ausgemusterten Airbus A321 Ceo übernommen. Das Flugzeug war zuvor aufwändig umgebaut worden. Es erhielt unter anderem eine VIP-Kabine, zwei zusätzlichen Tanks und die Möglichkeit, einen Teil des Delegationsbereiches zu einer Krankenstation umzurüsten.



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