Ölförderung: Der Preis für den Rohstoff ist stark gesunken.

Emirates und Co.Niedriger Ölpreis belastet Golfairlines

Zwar profitieren viele Fluggesellschaften vom niedrigen Ölpreis. Doch für die Anbieter aus dem Nahen Osten hat die Situation auch negative Auswirkungen.

Top-Jobs

k5 logo

Captain A320 (m/w/d)

K5-Aviation GmbH
München, Hamburg, Stuttgart
Feste Anstellung
Business Aviation
Deutschland
Vollzeit
Top jobs
logo-gi-group

Teamleiter (gn) am Flughafen Hamburg

Hamburg
Feste Anstellung
Gi Group Recruiting
Deutschland
Vollzeit
Top jobs
Hahnair Logo

Kapitän C680A (all genders) mit Zusatzaufgaben

Düsseldorf
Feste Anstellung
Hahn Air Lines GmbH
Deutschland
Vollzeit
Top jobs
Hahnair Logo

Deputy Continuing Airworthiness Manager (all genders)

Düsseldorf
Feste Anstellung
Hahn Air Lines GmbH
Deutschland
Vollzeit
Top jobs

Bei den meisten Fluggesellschaften sorgt der tiefe Ölpreis für Jubelstimmung – immerhin macht Treibstoff einen wesentlichen Teil ihrer Kosten aus. Seit Monaten liegt er so tief wie lange nicht mehr. Doch nicht alle Airlines profitieren nur davon. Für Anbieter aus dem Nahen Osten ist die Angelegenheit ein «zweischneidiges Schwert», wie Emirates-Chef Tim Clark dem Wall Street Journal erklärte.

Der Grund: Die wichtigsten Firmenkunden der Fluggesellschaft stammen aus der Energiebranche. Und deren Buchungen verschwanden mit der Ölkrise fast komplett. Auch den Flughafenbetreibern in Emirates' Heimat Dubai macht die Krise zu schaffen. Erst gerade wurde bekannt, dass Dubai ab dem Sommer neu eine Flughafensteuer für Passagiere erhebt. So will man den Ausbau der Flughäfen finanzieren. Alle Emirate führen auch erstmals eine Mehrwertsteuer ein.

Auch Qatar Airways bemerkt weniger Geschäftsreisende

Auch Qatar Airways aus dem Nachbarstaat Katar macht die Ölkrise zu schaffen. «Ein niedriger Ölpreis führt zu weniger Geschäftsreisenden», so Airline-Chef Akbar Al Baker laut dem Wall Street Journal. Das drücke auf die Margen im Premium-Bereich. Oman Air versucht, die niedrigeren Margen in der Business Class mit mehr Transferverkehr aufzufangen. Doch auch im Oman ist man gezwungen, die Kosten zu senken, um die negative Entwicklung im Premium-Bereich aufzufangen.

Wie stark die Ölkrise die Fluggesellschaften in der Golfregion tatsächlich trifft, lässt sich nur schwer beziffern. Die Fluglinien im Staatsbesitz veröffentlichen nur sehr selektiv Zahlen. Umsatz, Margen oder Gewinn lassen sich nicht herausfinden. Die Chefs geben sich allerdings trotz der Turbulenzen optimistisch. Für das Ende März abgelaufene Geschäftsjahr, so Emirates-Lenker Clark, seien die Premium-Gewinne noch «gut» gewesen. Qatar-Chef Akbar Al Baker bekräftigt, dass man weiter wachsen werde.

Auch europäische Airlines stellten Flüge ein

Nicht nur im Nahen Osten spürt die Luftfahrtbranche die Krise, auch westliche Anbieter mussten ihr Netzwerk überarbeiten. United, der in der texanischen Ölmetropole Houston stärkste Anbieter, verbuchte bei Kunden aus dem Energiegeschäft einen Rückgang von 20 Prozent. Statt wie geplant 2016 in Houston auszubauen, bleibt die Airline bei ihrem bestehenden Angebot – oder erwägt sogar, es zu reduzieren.

British-Airways-Mutter IAG hat die Kapazität nach Houston im vergangenen Jahr bereits heruntergeschraubt und auch KLM reduziert die Flüge von zwei auf einen täglichen. Nach Dallas fliegt KLM ab diesem Sommer gar nicht mehr. SAS Scandinavian Airlines hatte lange einen Öl-Business-Flug zwischen dem norwegischen Öl-Standort Stavanger und Houston angeboten. Eine Boeing 737 transportierte die Geschäftsreisenden komfortabel mit nur 44 Business-Class-Sitzen. Im Oktober hat die Airline den Flug eingestellt.

Mehr zum Thema

Dreamliner von Etihad: Wie viel Staat steckt in der Airline?

Abu Dhabi investierte 12 Milliarden in Etihad

Neuer Concourse D im Flughafen Dubai: Passagiere müssen bald draufzahlen.

Dubai führt Flughafensteuer für Passagiere ein

Dubai: Als Tourismusdestination immer wichtiger - aber nicht für Delta.

Delta gibt Flüge nach Dubai auf

emirates airbus a380 flagge 02

Emirates setzt nationales Ausrufezeichen auf Airbus A380

Video

copa airlines muttertag
Wo können Mutter und Kind den Muttertag am besten verbringen? Im Cockpit, war die Antwort der Familie Freitas bei Copa Airlines.
Timo Nowack
Timo Nowack
03cb5639-a63e-4644-b420-139634c38344
Die abgelegenste bewohnte Insel der Welt kämpft mit der Angst vor einem Hantavirus-Ausbruch. Nun warf ein britischer Airbus A400 M medizinisches Material über Tristan da Cunha ab – begleitet von Fallschirmjägern und Notfallmedizinern.
Stefan Eiselin
Stefan Eiselin
Der Airbus A321 Neo von Frontier: Die Passagiere verließen das Flugzeug über die Notrutschen.
Dramatische Szenen am Flughafen Denver: Ein Airbus A321 Neo von Frontier Airlines stoppte den Startlauf abrupt, nachdem das Flugzeug eine Person auf der Piste erfasst hatte.
Stefan Eiselin
Stefan Eiselin