Ölförderung: Der Preis für den Rohstoff ist stark gesunken.

Emirates und Co.Niedriger Ölpreis belastet Golfairlines

Zwar profitieren viele Fluggesellschaften vom niedrigen Ölpreis. Doch für die Anbieter aus dem Nahen Osten hat die Situation auch negative Auswirkungen.

Top-Jobs

Etihad Job

Captain A320

Etihad Airways
Vollzeit
Abu Dhabi
Top jobs
United Arab Emirates
Feste Anstellung
Etihad Job

First Officer A320

Abu Dhabi
Feste Anstellung
Etihad Airways
United Arab Emirates
Vollzeit
Top jobs
ticker-dfs-deutsche-flugsicherung

Fluglotse (w/m/d)

Deutsche Flugsicherung DFS
Studium
Langen b. Frankfurt
Top jobs
Deutschland
.

Event Manager (m/f, 100%)

Vollzeit
IRF Reputation AG
Basel
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Luftfahrt

Bei den meisten Fluggesellschaften sorgt der tiefe Ölpreis für Jubelstimmung – immerhin macht Treibstoff einen wesentlichen Teil ihrer Kosten aus. Seit Monaten liegt er so tief wie lange nicht mehr. Doch nicht alle Airlines profitieren nur davon. Für Anbieter aus dem Nahen Osten ist die Angelegenheit ein «zweischneidiges Schwert», wie Emirates-Chef Tim Clark dem Wall Street Journal erklärte.

Der Grund: Die wichtigsten Firmenkunden der Fluggesellschaft stammen aus der Energiebranche. Und deren Buchungen verschwanden mit der Ölkrise fast komplett. Auch den Flughafenbetreibern in Emirates' Heimat Dubai macht die Krise zu schaffen. Erst gerade wurde bekannt, dass Dubai ab dem Sommer neu eine Flughafensteuer für Passagiere erhebt. So will man den Ausbau der Flughäfen finanzieren. Alle Emirate führen auch erstmals eine Mehrwertsteuer ein.

Auch Qatar Airways bemerkt weniger Geschäftsreisende

Auch Qatar Airways aus dem Nachbarstaat Katar macht die Ölkrise zu schaffen. «Ein niedriger Ölpreis führt zu weniger Geschäftsreisenden», so Airline-Chef Akbar Al Baker laut dem Wall Street Journal. Das drücke auf die Margen im Premium-Bereich. Oman Air versucht, die niedrigeren Margen in der Business Class mit mehr Transferverkehr aufzufangen. Doch auch im Oman ist man gezwungen, die Kosten zu senken, um die negative Entwicklung im Premium-Bereich aufzufangen.

Wie stark die Ölkrise die Fluggesellschaften in der Golfregion tatsächlich trifft, lässt sich nur schwer beziffern. Die Fluglinien im Staatsbesitz veröffentlichen nur sehr selektiv Zahlen. Umsatz, Margen oder Gewinn lassen sich nicht herausfinden. Die Chefs geben sich allerdings trotz der Turbulenzen optimistisch. Für das Ende März abgelaufene Geschäftsjahr, so Emirates-Lenker Clark, seien die Premium-Gewinne noch «gut» gewesen. Qatar-Chef Akbar Al Baker bekräftigt, dass man weiter wachsen werde.

Auch europäische Airlines stellten Flüge ein

Nicht nur im Nahen Osten spürt die Luftfahrtbranche die Krise, auch westliche Anbieter mussten ihr Netzwerk überarbeiten. United, der in der texanischen Ölmetropole Houston stärkste Anbieter, verbuchte bei Kunden aus dem Energiegeschäft einen Rückgang von 20 Prozent. Statt wie geplant 2016 in Houston auszubauen, bleibt die Airline bei ihrem bestehenden Angebot – oder erwägt sogar, es zu reduzieren.

British-Airways-Mutter IAG hat die Kapazität nach Houston im vergangenen Jahr bereits heruntergeschraubt und auch KLM reduziert die Flüge von zwei auf einen täglichen. Nach Dallas fliegt KLM ab diesem Sommer gar nicht mehr. SAS Scandinavian Airlines hatte lange einen Öl-Business-Flug zwischen dem norwegischen Öl-Standort Stavanger und Houston angeboten. Eine Boeing 737 transportierte die Geschäftsreisenden komfortabel mit nur 44 Business-Class-Sitzen. Im Oktober hat die Airline den Flug eingestellt.

Mehr zum Thema

Dreamliner von Etihad: Wie viel Staat steckt in der Airline?

Abu Dhabi investierte 12 Milliarden in Etihad

Neuer Concourse D im Flughafen Dubai: Passagiere müssen bald draufzahlen.

Dubai führt Flughafensteuer für Passagiere ein

Dubai: Als Tourismusdestination immer wichtiger - aber nicht für Delta.

Delta gibt Flüge nach Dubai auf

ticker-emirates

Emirates bringt Premium Economy im Airbus A380 nach Paris

Video

Flughafen Gander am 11. September 2001: 38 Großraumflugzeuge strandeten an dem kanadischen Airport.
Nach den Anschlägen vom 11. September 2001 sperrten die USA ihren Luftraum. Fast 240 Flugzeuge auf dem Weg ins Land konnten nicht mehr umkehren. Kanada nahm sie auf – und musste innerhalb weniger Stunden Zehntausende gestrandete Reisende unterbringen und versorgen.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies
regent viceroy first flight
Der amerikanische Hersteller Regent will seine Seegleiter in Küstenregionen in aller Welt liefern. Jetzt hat das Bodeneffektfahrzeug Viceroy erstmals einen bemannten Flug absolviert. Und die Zulassung verläuft anders als bei einem Flugzeug.
Timo Nowack
Timo Nowack
eurowings training center dus
Eurowings und Lufthansa Aviation Training haben ein Ausbildungszentrum eröffnet: In Düsseldorf üben Flugbegleiterinnen und Flugbegleiter künftig, wie sie eine verrauchte Kabine evakuieren, einen bewusstlosen Piloten retten und eine Axt benutzen. aeroTELEGRAPH erhielt einen ersten Einblick ins neue Crew Training Center und sprach mit den Trainerinnen und Trainern.
Timo Nowack
Timo Nowack