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Etihad-Werbung

Flugbegleiter kritisieren Nicole Kidman

Schauspielerin Nicole Kidman räkelt sich in der neuen Werbung für Etihad Airways in der First-Class-Kabine. Das stößt einigen Gewerkschaften sauer auf.

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Nicole Kidman in der Etihad-Werbung: Ist das in Ordnung?

Wenn man einen offenen Brief erhält, bedeutet das in den meisten Fällen Kritik. Das hat nun auch Nicole Kidman erfahren. Die 47-Jährige Schauspielerin ist das neue Kampagnen-Gesicht der Golfairline Etihad. Doch so positiv das für die Fluggesellschaft sein mag – nicht alle begrüßen die Verpflichtung. Die größte unabhängige Flugbegleiterorganisation Association of Professional Flight Attendants (APFA), die rund 25’000 Mitglieder zählt, hat einen offenen Brief an Kidman veröffentlicht, in dem sie die Schauspielerin dazu aufruft, die Kampagne zu stoppen.

«Im vergangenen Monat, am internationalen Frauentag, haben Sie gesagt, dass Sie von einer Welt träumen, in der alle Frauen und Mädchen die gleichen Rechte haben wie Männer», heißt es in dem Brief. Kidman sei eine führende Sprecherin für Frauenrechte. «Genau deshalb müssen wir Sie respektvoll darum bitten, einer Airline, die solche missachtet, nicht Ihr Gesicht und Ihre Stimme zu leihen», so die APFA in dem Brief.

Etihad reagiert auf die Vorwürfe

Etihad Airways sei, so der Brief, bekannt dafür, dass die Airline Frauenrechte missachte. Wer schwanger werde, laufe Gefahr seinen Job zu verlieren, jegliche persönlichen Entscheidungen seien abzuklären. Außerdem sei die Regierung, der Etihad gehöre, eine, «die gegen alles steht, woran Sie glauben», so der Brief weiter. Kidman ist seit 2006 Uno-Botschafterin für Frauenrechte.

Eine Antwort der Schauspielerin auf den Brief gibt es noch nicht. Doch Etihad Airways hat bereits reagiert und die Anschuldigungen von sich gewiesen. Man biete angestellten Frauen, die mehr als ein Jahr bei der Firma arbeiten, verschiedene Unterstützungen während der Schwangerschaft an. Sie könnten in dieser Zeit am Boden arbeiten, heißt es weiter. Man behandle alle Angestellten mit Ehre und Respekt. «Unsere Bemühungen, allen Männern und Frauen aus verschiedenen Kulturkreisen und Hintergründen ein gutes Arbeitsumfeld zu bieten, sind einer der Gründe, warum wir so erfolgreich sind», so die Mitteilung.

Hier der Werbespot, den die APFA kritisiert:



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