Die drei New Yorker Flughäfen heute: nur La Guardia lässt sich nicht ausbauen.

New York am Limit

Verspätungen im Luftverkehr belasten die amerikanische Metropole. Darum will sie nun zwei Flughäfen kräftig ausbauen.

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Heute hat jeder Flug in der Region New York im Schnitt 20 Minuten Verspätung. Das ist doppelt so viel wie an den anderen Airports der USA. Kein Wunder. Bereits mit den 104 Millionen Passagieren pro Jahr platzen die drei Flughäfen La Guardia, John F. Kennedy und Newark aus allen Nähten. Doch bis ins Jahr 2030 wird das Passagieraufkommen - getrieben von der Wirtschaftskraft New Yorks und der Anziehungskraft für Touristen - auf 150 Millionen ansteigen. Dafür ist die bestehende Infrastruktur nicht gerüstet.

Die Verspätungen kosten die Wirtschaft viel Geld. Die Regional Plan Association rechnet für 2030 mit jährlichen Verlusten von 125'000 Jobs, sechs Milliarden Dollar an entfallenen Löhnen und 16 Milliarden an entgangenen Einnahmen der Geschäfte. Das will die Organisation verhindern. Deshalb beantragt sie bei den Stadtbehörden, die Kapazität der Flughäfen bis in 20 Jahren um 44 Prozent zu erhöhen. Das bedeutet konkret: das Trio soll dannzumal 78 weitere Flüge pro Stunde aufnehmen können und so auf insgesamt 314 Bewegungen kommen, statt der heutigen 236.

Problemfall La Guardia

Einfach wir das jedoch nicht. Denn eines wurde den Experten schnell klar: La Guardia lässt sich nicht mit vernünftigem Aufwand erweitern. Auch die Erschliessung der weiter weg gelegenen Kleinflughäfen Stewart und MacArthur machen für die Planer keinen Sinn. Bleibt der Ausbau von John F. Kennedy und Newark.

Am einfachsten erachten die Experten der Regional Plan Association den Ausbau in Newark. Sie empfehlen dort den Rückbau der Querpiste zugunsten einer dritten Parallelpiste. Dazu müssten allerdings einige Terminals abgerissen werden. Doch die Kapazität auf dem Airport in New Jersey könnte massiv gesteigert werden. Schwieriger wird es in JFK. Die Experten können sich vier Alternativen vorstellen. Sie setzen alle auf mindestens zwei zusätzliche Pisten, wobei diese auch stets parallel zu den bestehenden verlegt werden sollen. Das Problem hier ist allerdings, dass dazu wohl das Flughafengelände aufgeschüttet werden müsste. Dadurch würde das geschützte Gebiet in der Umgebung in Mitleidenschaft gezogen.

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