A320 von Go Air: Die Fluglinie bekommt noch mehr als 120 weitere Flieger von Airbus.

Probleme mit A320 NeoNeuer Chef von Go Air schießt gegen Airbus und Pratt

Immer noch leidet der indische Billigflieger unter Problemen mit dem A320 Neo. Der neue Chef von Go Air wirft Airbus und Pratt & Whitney mangelnde Unterstützung vor.

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Eigentlich wollte Go Air ab Oktober 2017 internationale Ziele anfliegen, zuerst solche in Asien. Daraus wurde nichts. Grund sind verspätete Lieferungen von Airbus A320 Neo aufgrund der Probleme mit den Triebwerken von Pratt & Whitney. Im Dezember heiß es dann, die Schwierigkeiten seien gelöst: «Wir sollten hoffentlich in der Lage sein, die Auslandsflüge im ersten Quartal des nächsten Jahres aufzunehmen», so Go Air.

Doch auch dieser Plan scheiterte. Bis heute fliegt Go Air nur im Inland. Und weiterhin plagen Probleme mit den Triebwerken vom Typ PW1110G die Fluglinie. «Es besteht Unsicherheit darüber, wann die Flugzeuge ankommen werden», sagte Cornelis Vrieswijk, seit Anfang Juni Chef von Go Air, in einem Interview mit der Zeitung Economic Times. Er meinte weiter: «Airbus und Pratt unterstützen uns nicht sehr, um uns durch diesen Sturm zu helfen». So etwas habe er in seiner Karriere noch nicht erlebt.

Pläne für Börsengang liegen auf Eis

Vrieswijk war in der Vergangenheit unter anderem bei Easyjet, Thomas Cook, Transavia und KLM tätig. Als Chef von Go Air kündigt er nun an, dass der Billigflieger trotz der Probleme die internationalen Flüge in den kommenden Wochen starten werde. Dagegen liegen Pläne für einen Börsengang, die aus dem Jahr 2015 stammen, ihm zufolge auf Eis.

Zurzeit müsse man zwei Flugzeuge am Boden behalten, erklärte der Chef der Fluglinie. Wenn sich die Situation nicht bessere, könnten es Ende des Jahres jedoch fünf oder sechs sein. Pläne, übergangsweise andere Flieger zu leasen - wie es der ebenfalls von den A320-Neo-Problemen betroffene Konkurrent Indigo tut - hat Go Air laut Vrieswijk nicht.

Interesse an Großraumflugzeugen

Die Flotte von Go Air besteht zurzeit aus 19 A320 Ceo und 16 A320 Neo, während sie weitere 128 Neo bei Airbus geordert hat. Die Zeitung Business Standard zitiert Vrieswijk nun außerdem mit den Worten: «Wir werden uns sehr bald Großraum-Optionen anschauen.» Man werde auch Langstreckenrouten prüfen. Gespräche mit Airbus und Boeing habe man aber noch nicht aufgenommen.

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