Soldaten des Südsudan: Nach der eigenen Armee soll das Land nun auch nationale Airlines bekommen.

Eigene Airlines für den Südsudan

Im Südsudan wollen bald zwei nationale Fluggesellschaften starten. Die eine erhält Hilfe aus dem Golf.

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Noch nicht einmal ein Jahr lang ist das Land unabhängig. Und schon soll es eigene Airlines erhalten. Im April will Juba Air wohl als erste Fluggesellschaft unter der Flagge des Südsudans abheben. Man besitze bereits die Erlaubnis der Regierung, wie der Gründer Samir M. Al Sayed Al Hashemi gegenüber der Zeitung Gulfnews erklärt. Nun warte man noch auf die Betriebslizenz. Man arbeite aber sehr eng mit der Regierung zusammen, so Al Hashemi. Er betreibt in den Vereinigten Arabischen Emiraten die Aviatik-Beratungsfirma Legacy Aviation.

Sein Engagement ist keine Entwicklungshilfe. Der Gewinn, den man aus der Investition schlagen könne sei zwei- bis dreimal so gross wie der aus vergleichbaren Märkten. «Es ist ein neues Land mit großem Wachstumspotential. Es ist fast ein jungfräulicher Markt», so Al Hashemi.

Flug nach Nairobi

Gemeinsam mit einigen weiteren Investoren aus dem Südsudan hat der arabische Investor schon eine Boeing B727 gesichert. Für einige 737-400 befinde man sich in Verhandlungen. Eine der ersten Destinationen von Juba Air soll Dubai sein. Von dort erhofft sich Al Hashemi viele Geschäftsreisende, die auf das Potenzial im Südsudan setzen. Die Basis wird der Juba International Airport sein, der bisher einzige internationale Flughafen des neun Monate alten Landes. Dieser befindet sich gerade im Umbau. Bei der Modernisierung werden Landebahnen, Terminals, die Beleuchtung und der Frachtbereich überholt. Al Hashemi besitzt auch ein Unternehmen, das für die nötige Flughafen-Infrastruktur sorgen soll. Er hat bereits die Rechte für die Arbeiten am Boden und die Passagierservices für drei Jahre gesichert.

Auch Southern Sudan Airlines will bald Flüge anbieten. Ihre ersten Destinationen sollen Entebbe, Nairobi und Khartoum sein. Auf Ihrer Homepage zeigt sie als Fluggerät ebenfalls eine Boeing B727. Über den Jungfernflug von Nairobi nach Juba werde zu gegebener Zeit informiert, so Southern Sudan Airlines. Wie seriös das Projekt wirklich ist und wer hinter der Airline steht, ist im Gegensatz zu Juba Air nicht zu eruieren.

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