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N-Ice Air

Isländer planen schon die nächste Airline

Zwei Projekte für neue Fluggesellschaften gibt es in Island schon. Jetzt kommt fernab der Konkurrenz ein drittes hinzu. N-Ice Air soll Reisende in den Norden der Insel bringen.

Luftaufnahme: So spektakulär sieht Island von oben aus.

Akureyri hat nur rund 19.000 Einwohner und ist doch – gleichauf mit Reykjanesbær – die viertgrößte Stadt Islands. Der Unterschied zur Hauptstadt Reykjavik und den anderen größeren Orten: Akureyri liegt nicht im Süden, sondern im Norden der Insel.

Von der 2400 Meter langen Piste des Flughafens Akureyri starten Flugzeuge von Air Iceland Connect nach Reykjavik und solche von Norlandair Richtung der kleinen Gemeinden Vopnafjördur und Thorshöfn sowie zur Insel Grimsey. Doch dabei soll es nicht bleiben.

Verbindung zu Ex-Icelandair-Chef

Künftig soll es auch internationale Flüge zwischen Akureyri und europäischen Zielen geben. Zumindest plant das Thorvaldur Sigurjonsson, Chef der Charterfluggesellschaft Circle Air. Sie bietet vor allem touristische Rundflüge mit Helikoptern und kleinen Flugzeugen an. Gemeinsam mit Partnern aus der lokalen Wirtschaft prüft er den Aufbau einer neuen, größeren Airline.

Der Projektname: N-Ice Air. Zu den Partnern zählt unter anderem das Fischereiunternehmen Samherji, das von Ex-Icelandair-Chef Björgólfur Jóhannsson geleitet wird. Ebenfalls dazu gehören der Autovermieter Höldur und die Fluglinie Norlandair, wie Sigurjonsson bei Facebook erklärte.

Charterflüge von Transavia und Titan

Der Circle-Air-Chef schrieb, auf den Färöer würden rund 50.000 Menschen leben und es gebe pro Tag mindestens vier internationale Flüge. Im Einzugsgebiet es Flughafens Akureyri würden ebenso viele Menschen wohnen, warum sollten zwei bis drei internationale Linienflüge pro Woche da nicht denkbar sein, so Sigurjonsson. Zudem verweist er darauf, dass der internationale Charterverkehr in Akureyri in den vergangenen Jahren zugenommen habe, etwa durch Flüge von Transavia und Titan Airways.

Die Charterflüge mit Touristen unter anderem aus den Niederlanden machten aber auch deutlich, dass der Flughafen Investitionen braucht, unter anderem ins Terminal, wenn er im größeren Stil internationale Flüge empfangen will. Vertreter aus Politik und Wirtschaft trafen sich daher Ende 2019 und machten Pläne für die Weiterentwicklung des Airports.

Wow-Air-Nachfolger und Play

Im April soll die Entscheidung fallen, ob N-Ice Air wirklich realisiert wird. Es ist schon das dritte aktuelle Projekt für eine neue Fluggesellschaft in Island. Daneben gibt es zum einen immer noch Bemühungen für eine Neuauflage von Wow Air. Zum anderen wollen zwei ehemalige Wow-Führungskräfte eine neuen Fluglinie namens Play starten und mit roten Airbus A321 vom Flughafen Keflavík Ziele in Europa und den USA ansteuern.



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