Mitsubishi Regional Jet: Kassenschlager oder Sorgenkind?

Strauchelt Japans Hoffnungsträger?

Mitsubishi bastelt am ersten japanischen Passagierflieger seit Jahrzehnten. Der Konzern könnte sich damit übernommen haben.

Top-Jobs

k5 logo

Captain A320 (m/w/d)

K5-Aviation GmbH
München, Hamburg, Stuttgart
Feste Anstellung
Business Aviation
Deutschland
Vollzeit
Top jobs
logo-gi-group

Teamleiter (gn) am Flughafen Hamburg

Hamburg
Feste Anstellung
Gi Group Recruiting
Deutschland
Vollzeit
Top jobs
Hahnair Logo

Kapitän C680A (all genders) mit Zusatzaufgaben

Düsseldorf
Feste Anstellung
Hahn Air Lines GmbH
Deutschland
Vollzeit
Top jobs
Hahnair Logo

Deputy Continuing Airworthiness Manager (all genders)

Düsseldorf
Feste Anstellung
Hahn Air Lines GmbH
Deutschland
Vollzeit
Top jobs

Einen technologischen Durchbruch soll er bedeuten und der Konkurrenz das Fürchten lehren. Und er soll sparsam sein, leichter, sicherer, aerodynamischer als die Konkurrenz. Das tut er bis jetzt zumindest auf dem Papier: Der neue Regionalflieger MRJ von Mitsubishi ist das erste Passagierflugzeug, das seit den Sechzigerjahren in Japan produziert wird.

Nur: Genau diese Vorteile bergen auch Risiken für das Unternehmen. Anstatt sich auf ein schon bewährtes Triebwerk zu verlassen, verwendet Mitsubishi für das neue Flugzeug brandneue Bypass-Triebwerke von Pratt & Whitney. Dadurch steigt zwar die Treibstoffeffizienz. Aber es steigt auch das operative und finanzielle Risiko für die Abnehmer, falls sich bei den Triebwerken Kinderkrankheiten zeigen sollten. Mitsubishi hat sich für Aluminium als Werkstoff entschieden. Als man 2007 bekannt gab, an dem Jet für 70 bis 90 Passagiere zu arbeiten, hatte man noch mit Verbundwerkstoffen geplant. 2009 entschied man sich dann doch für das leichte Material - ebenfalls, um die Effizienz des Fliegers zu steigern.

Das Risiko des Wiederverkaufswertes

Preiswerter dürfte der Flieger damit nicht geworden sein. Was ein Problem ist. Die Abnehmer sind hauptsächlich Regionalfluglinien, beträgt die Reichweite doch nur 3410 Kilometer. Und gerade die kleineren Airlines müssen in Zeiten hoher Treibstoffpreise und verstärkter Konkurrenz auch aufs Geld achten. Bei der Kaufentscheidung spielt daher nicht nur die Frage eine Rolle, ob das Flugzeug sparsam ist, sondern ob es sich auch gut weiter verkaufen ließe. Bei einem komplett neuen Flieger, der noch nicht erprobt ist, besteht das Risiko, dass der Wiederverkaufswert nicht tief ist - was auch den Verkaufspreis drückt, den Mitsubishi verlangen kann.

Bleibt also die Frage, ob sich Mitsubishi mit dem Projekt nicht etwas zu viel aufgebürdet hat. Auch den Zeitplan konnte der Konzern nicht einhalten: Nachdem zunächst die Auslieferung der ersten Flieger für 2012 geplant war, gab Mitsubishi 2009 bekannt, dass diese sich um zwei Jahre verzögert. Einher ging das mit der Überarbeitung des Designs, das auch die Entscheidung für den anderen Werkstoff zur Folge hatte. Bisher verzeichnet Mitsubishi etwa 70 Bestellungen und 60 Optionen für den Regionalflieger.

Mehr zum Thema

jal gmo roboter airbus a350

Humanoide Roboter sollen in Japan künftig Flugzeuge beladen und reinigen

ticker-japan

Japan verbietet Nutzung von Powerbanks an Bord von Flugzeugen

Flughafen Tokio-Haneda mit dem Fuji im Hintergrund: Japanische Airlines sollen sich bei Inlandsflügen künftig abstimmen.

Japan will mit abgestimmten Flugplänen unwirtschaftliche Strecken erhalten

Cathay Pacific unterwegs mit A350-900

Mit Cathay Pacific stilvoll zu Traumzielen in Asien und Australien

Video

03cb5639-a63e-4644-b420-139634c38344
Die abgelegenste bewohnte Insel der Welt kämpft mit der Angst vor einem Hantavirus-Ausbruch. Nun warf ein britischer Airbus A400 M medizinisches Material über Tristan da Cunha ab – begleitet von Fallschirmjägern und Notfallmedizinern.
Stefan Eiselin
Stefan Eiselin
Der Airbus A321 Neo von Frontier: Die Passagiere verließen das Flugzeug über die Notrutschen.
Dramatische Szenen am Flughafen Denver: Ein Airbus A321 Neo von Frontier Airlines stoppte den Startlauf abrupt, nachdem das Flugzeug eine Person auf der Piste erfasst hatte.
Stefan Eiselin
Stefan Eiselin
Absturzstelle: Hier prallte der Jet ins Gebirge.
Der Absturz von Flug MU5735 beschäftigt Ermittlungsbehörden seit mehr als vier Jahren. Jetzt deuten neue Daten darauf hin, dass es im Cockpit der Boeing 737 von China Eastern Airlines vor dem Crash zu einem Kampf um die Kontrolle kam.
Laura Frommberg
Laura Frommberg