Opossum: Jetblue gewährt in den Richtlinien nur Hunden und Katzen den Mitflug in der Kabine.

Mitnahme verweigertOpposum an Bord macht Jetblue Ärger

Die Regeln zur Mitnahme von Tieren sind bei Airlines streng geworden. Trotzdem hatte Jetblue nun Ärger mit einem Passagier und seinem Opossum.

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Es war ein merkwürdiger Trend. Bis 2018 häuften sich in den Vereinigten Staaten Meldungen über Passagiere, die immer skurrilere therapeutische Begleittiere mit ins Flugzeug nahmen. Nachdem beispielsweise Schwein, Igel, Truthahn oder Pfau die Flugangst von Reisenden besänftigten sollten, wurde es vielen Airlines zu bunt. Die Regeln zur Mitnahme von Tieren wurden deutlich strenger.

So auch bei Jetblue. Die Airline gestattet nur noch Hunden und Katzen den Mitflug an Bord, und nur dann, wenn sie sich in geeigneten Transportboxen befinden. Dennoch sorgte nun ein Tier für Ärger zwischen der Fluglinie und einem Passagier. Diesem verwehrte sie die Mitnahme seines Opossums, obwohl das dem Fluggast zuvor zugesichert hatte.

Besatzung wusste nichts von Zusage

Bereits einen Monat vor dem Flug sollen die amerikanische Verkehrsbehörde und Jetblue ihr Einverständnis für die Mitnahme des Opossums gegeben haben, sagte Tierbesitzer Gerald Tautenhahn dem Nachrichtensender Fox 7. Der Passagier besuchte zusammen mit Zatara, so der Name der Beutelratte, über die Thanksgiving-Festtage im Oktober seine Familie in Texas. Der Hinflug mit Jetblue verlief für Mensch und Tier reibungslos.

Problematisch wurde der Rückflug. Nachdem Tautenhahn mit seinem Opossum am Flughafen Austin eingestiegen war, wurde er von der Kabinenbesatzung wieder von Bord gebeten. In einer Mitteilung verweist Jetblue darauf, dass die Besatzung die Richtlinien bezüglich der ausschließlichen Mitnahme von Hunden und Katzen eingehalten habe, nachdem sie das Tier in der Kabine entdeckte. Am Flughafen habe man den abgewiesenen Fluggast und seinem Opossum bei «weiteren Möglichkeiten unterstützt».

United brachte Zatara nach Hause

Dies bestreitet Tautenhahn. «Ich dachte mir: Leute, habt ihr irgendwelche anderen Lösungen als ‹Geh weg›. Sie hatten keine», so der Passagier. Vier Tage nach dem Vorfall fand er dennoch eine Möglichkeit, sich und Opossum Zatara auf dem Luftwege zurück nach Kalifornien zu bringen. United Airlines gewährte dem Tier den Mitflug.

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