Letzte Aktualisierung: um 21:44 Uhr

In Tulum auf Yucatan

Mexiko baut Maya-Flughafen für vier Millionen Touristen

Auf der mexikanischen Halbinsel Yucatán entsteht ein neuer Airport. Reisende sollen nicht nur von der dortigen Maya-Fundstätte angelockt werden, sondern auch von einer 1500 Kilometer langen Zugstrecke.

depositphotos/Montage aeroTELEGRAPH

Jet von Aeroméxico über den Maya-Ruinen von Tulum (Montage): Anflug ab 2023?

Eins der großen Projekte von Andrés Manuel López Obrador liegt auf der Schiene. Mexikos Präsident plant eine mehr als 1500 Kilometer lange Bahnstrecke, die auf der Halbinsel Yucatán an den Maya-Fundstätten entlangführt. Der Name: Tren Maya, der Maya-Zug. Mitten auf der Route durch fünf Bundesstaaten liegt die Touristenhochburg Cancún.

Der Maya-Zug soll den Reisenden in Cancún den Zugang zu den Maya-Fundstätten erschließen und so weitere Besucher anlocken. Allerdings sei der Flughafen Cancún schon sehr voll, erklärte López Obrador vergangene Woche vor mexikanischen Journalisten. «Daher werden wir in Tulum mit dem Bau eines neuen Airports beginnen», so der Präsident.

Vier Millionen Reisende pro Jahr

Die Stadt Tulum liegt 130 Kilometer südwestlich von Cancún und soll ebenfalls eine Station des Tren Maya werden. Die dortige Maya-Fundstätte gehört zu denen, die direkt am Meer liegen. Der internationale Flughafen soll 25 Kilometer südwestlich von Tulum entstehen. «Er wird die Kapazität haben, vier Millionen Besucher zu empfangen», so López Obrador.

Die Idee eines Flughafens Tulum ist nicht neu. Schon 2010 hatte der damalige Präsident Felipe Calderón einen entsprechenden Plan vorgestellt, aber nie umgesetzt. López Obrador kündigte erstmals im Oktober 2020 den Bau an und präsentierte im Februar 2021 den ambitionierten Zeitplan, Flughafen und Maya-Zug schon 2023 in Betrieb zu nehmen.

Spekulationen über anderen Standort

Zuletzt gab es Spekulationen, der Airport könnte doch weiter südlich in Felipe Carrillo Puerto entstehen. Der Präsident bestätigte nun aber den Bau im Verwaltungsbezirk Tulum.



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