Dornier Do328 in den Farben von Rhein-Neckar Air: Künftig fliegen die Maschinen täglich nach Berlin.

Neue deutsche FluglinieMannheim City Airline soll Nachfolge von Rhein-Neckar Air antreten

Rhein-Neckar Air steckt in der Insolvenz, doch mit der neuen Mannheim City Air steht eine potenzielle Nachfolgerin in den Startlöchern. Ihr Zeitplan ist ambitioniert.

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Es war kein Geld mehr da: Rhein-Neckar Air (RNA) stellte Ende Oktober beim Amtsgericht Mannheim einen Insolvenzantrag. Die Airline war ursprünglich von Unternehmen aus der Region gegründet worden, um Geschäftsreisende von Mannheim nach Berlin und Hamburg zu bringen.

Doch nach der Pandemie und dem starken Rückgang des Geschäftsreiseverkehrs schrieb sie keine schwarzen Zahlen mehr. In diesem Sommer versuchte das Unternehmen, mit touristischen Flügen nach Sylt und Elba neue Kundschaft zu gewinnen – ohne Erfolg.

Nachfolgerin schon gegründet

Der eingesetzte Insolvenzverwalter Thomas Oberle zeigte sich gegenüber dem Südwestrundfunk verhalten optimistisch. Bisherige Gespräche hätten «gezeigt, dass Interesse an einer auch künftig am Flughafen Mannheim existierenden Fluglinie besteht». Er habe bereits erste Gespräche mit möglichen Investoren geführt, die Interesse an einer Mannheimer Fluglinie hätten.

Die Zeitung Mannheimer Morgen berichtet sogar, dass bereits eine Nachfolge-Airline gegründet wurde. Der Name: Mannheim City Air. Chef der neuen Regionalairline ist Klaus Peters, ehemaliger Geschäftsführer von Rhein-Neckar Air. Peters bestätigte gegenüber der Regionalzeitung die Gründung.

Erstflug Mitte April 2025

Der Zeitplan scheint eng getaktet. Mannheim City Air soll bereits zum 1. Dezember gegründet worden sein. Der Verkaufsstart für Flugtickets ist für den 14. Dezember geplant. Der erste Flug soll dann Mitte April 2025 abheben. Peters bestätigt gegenüber Mannheimer Morgen, dass er schon mit dem Insolvenzverwalter von RNA gesprochen habe. Es gehe darum, Teile aus der Insolvenzmasse zu übernehmen.

Wie bereits bei Rhein-Neckar Air wird auch Mannheim City Air keine eigenen Flugzeuge betreiben. Allerdings setzt die neue Airline auf einen anderen Partner: Während RNA mit MHS Aviation zusammenarbeitet, stammen die Flugzeuge bei Mannheim City Air von Private Wings. Dies bestätigt auch eine Sprecherin der deutschen Charterfluggesellschaft gegenüber aeroTELEGRAPH: «Ja, wir planen eine Kooperation mit Mannheim City Air.» Weitere Details wollte sie nicht nennen.

Keine Flüge nach Berlin

Mögliche Ziele sind laut der Lokalzeitung – wie schon bei RNA – Sylt und Elba. Innerdeutsche Verbindungen nach Berlin schließt Geschäftsführer Peters jedoch aus: Die Gebühren am Flughafen BER seien schlicht zu hoch. Flüge nach Hamburg hingegen will er nicht ausschließen.

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