Richard Muljadi und ein Flugzeug von Batik Air: Was kosten alle Sitze?

Billiger als PrivatjetMann prahlt mit angeblicher Buchung aller Flugzeugsitze

Ein reicher Geschäftsmann aus Indonesien hat angeblich einen ganzen Passagierflieger für sich gebucht. Die Airline widerspricht. Dennoch ergibt sich ein interessanter Vergleich.

Top-Jobs

IFFD Flugdienste

Piloten/ First Officer (m/w/d)

IFFD GmbH
Graz/Klagenfurt
Feste Anstellung
NCC-Betrieb
Österreich
Vollzeit
Top jobs
Sparfell Logo

Flight Operations Officer in Vienna (Austria)

Vienna
Feste Anstellung
Business Aviation
SPARFELL Luftfahrt GmbH
Österreich
Vollzeit
Top jobs
Sparfell Logo

First Officer Embraer 550 / Legacy 500 (m/f)

Vienna
Feste Anstellung
Business Aviation
SPARFELL Luftfahrt GmbH
Österreich
Vollzeit
Top jobs
Sparfell Logo

Compliance Monitoring Manager – Flight Operations

Vienna
Feste Anstellung
Business Aviation
SPARFELL Luftfahrt GmbH
Österreich
Vollzeit
Top jobs

Der indonesische Geschäftsmann Richard Muljadi ist Spross einer der reichsten Familien des Landes, er scheut das Rampenlicht nicht und er wurde schon wegen Kokain-Konsum auf einer Restaurant-Toilette verurteilt. Nun sorgt Muljadi erneut für Schlagzeilen. Er behauptet, aus Angst vor Covid-19 alle Sitze eines Passagierjets selber gebucht zu haben.

Auf Instagram zeigte er Fotos, die ihn in einem Flugzeug zeigen und ansonsten nur leere Sitze. Über sich und seine Partnerin schrieb er mit Blick auf Corona: «Wir sind super paranoid.» Daher habe er sichergestellt, dass die beiden alleine im Flieger seien, indem er so viele Sitze wie möglich gebucht habe. «Das war billiger, als einen Privatjet zu chartern.»

Lion Air widerspricht Buchung aller Sitze

Es ging dabei um einen Flug mit Batik Air von Jakarta nach Bali am 4. Januar. Allerdings sagte ein Sprecher von Batik-Air-Mutter Lion Air gegenüber indonesischen Medien, es habe sich nicht um einen Charterflug gehandelt und Muljadi habe auch nur zwei Sitze reserviert.

Es sind also zumindest große Zweifel an der Geschichte des Geschäftsmannes angebracht. Auch ist auf seinen Fotos nicht klar zu sehen, ob nicht doch noch andere Passagiere an Bord waren. Und dass manchmal nur ein oder zwei Personen in einem Flieger sitzen, geschieht auch bei anderen Fluggesellschaften, ohne angebliche Massenbuchung als Erklärung.

Privatjet wohl tatsächlich teurer

Da die Nachricht dennoch für Aufsehen sorgte, rechnete das Nachrichtenportal Detik nach, was an der Behauptung dran ist, es sei günstiger, auf dieser Strecke alle Sitze in einem Batik-Air-Jet zu buchen, als einen Privatjet zu chartern. Dafür kalkulierte man einerseits Preise für die Reise in Batik Airs Airbus A320-200, Boeing 737-900ER und Boeing 737-800.

Anderseits holte Detik bei einer Charterfirma Preise ein für die Modelle Hawker 400XP, Hawker 900XP und Embraer Legacy 600/650. Das Ergebnis: Selbst der teuerste der drei Passagierflieger (Boeing 737-900ER mit zwölf Sitzen in der Business Class und 168 in der Economy Class) kostet laut der Kalkulation umgerechnet etwas mehr als 10.000 Euro. Für den günstigsten Privatjet, die Hawker 400XP, werden knapp 18.000 Euro fällig.

Mehr zum Thema

Airbus A330 Neo von Hi Fly: Fliegt auch für PIA.

Ein Passagier hat Airbus A330 Neo für sich

Überraschend im eigenen Privatjet unterwegs

Überraschend im eigenen Privatjet unterwegs

PK-THT: Dieses Flugzeug verschwand vom Radar.

ATR 42-500 in Indonesien abgestürzt

Candi Sewu beim Prambanan Java

Magisches Java: Zwischen Tempelwundern und Vulkanwelten

Video

Airbus A350 von Finnair: Bald eigen Musik an Bord.
Die veränderte Kundenstruktur bringt eine stärkere Markenpositionierung als finnische Airline. Komponist Lari Porra schuf für Finnair eine Klangwelt, die finnische Landschaften und das Reisegefühl musikalisch erlebbar machen soll. So klingt sie.
Stefan Eiselin
Stefan Eiselin
pab wingair fujairah airbus a320 neo acj
Bei Airbus in Toulouse ist ein frisch produzierter A320 Neo zu erspähen, dessen Lackierung deutlich macht: Er wird in die Vereinigten Arabischen Emirate gehen. Allerdings nicht zu einer Airline.
Timo Nowack
Timo Nowack
airbus a380 qantas sao paolo
Ein Airbus A380 der australischen Airline hat einen Flug nach Brasilien absolviert, der nicht zum Linienflugprogramm von Qantas gehört. Das sorgte für zwei Premieren. Nun gibt es Gerüchte, dass ein Superstar den Superjumbo gemietet haben soll.
Timo Nowack
Timo Nowack