Letzte Aktualisierung: um 16:07 Uhr

Restrukturierung

Malaysia Airlines kann bis mindestens 2025 weitermachen

Die Nationalairline des Staates in Südostasien erhält genug Geld, um vorerst in der Luft zu bleiben. Künftig will die Malaysia Aviation Group mehr bieten als nur Flüge.

Tis Meyer/Planepics.org

Airbus A330 von Malaysia Airlines: Die Airline kann weiter abheben.

Bereits lange vor Ausbruch der Corona-Krise hatte Malaysia Airlines zu kämpfen. Ein hartes Wettbewerbsumfeld, aber auch die Unglücksflüge MH370 und MH17, setzten der Fluggesellschaft zu. Neun Jahre in Folge schreibt sie schon rote Zahlen.

Die  Covid-19-Pandemie sorgte schließlich dafür, dass Malaysia Airlines definitiv an den Rand der Pleite gelangte. Jetzt ist ihr Überleben aber immerhin für die nächsten vier Jahre gesichert. Der malaysische Staatsfonds Kazanah Nasional hat sich am Dienstag (23. Februar) bereit erklärt, 3,6 Milliarden Ringgit oder umgerechnet rund 800 Millionen Euro zu investieren, damit die Malaysia Aviation Group bis 2025 überleben kann.

Breiteres Angebot

Die Entscheidung fiel, nachdem das nationale Luftfahrtunternehmen von einem Gericht grünes Licht für seinen Restrukturierungsplan erhalten hatte. Eine wesentliche Reduktion des Schuldenbergs erhofft sich die Malaysia Aviation Group durch Abkommen mit den Leasingfirmen. Wie hoch die Rabatte ausfallen, ist nicht bekannt. Zudem plant Malaysia Airlines zur Kostensenkung, das Netzwerk stark zusammenzustreichen. Auch Lohnkürzungen und Stellenstreichungen gehören zum Restrukturierungsplan.

Langfristig plant die Malaysia Aviation Group, sich als ein führender globaler Reisekonzern zu etablieren. «Dies bedeutet einen Paradigmenwechsel in der Art und Weise, wie wir die verschiedenen Geschäftsbereiche und Tochtergesellschaften im Portfolio der Gruppe priorisieren», sagt Vorstandsvorsitzender Izham Ismail laut dem Portal The Edge Markets. Man wolle auch jenseits von Flügen reisebezogene Produkte und Dienstleistungen anbieten. So könne man «die Notwendigkeit minimieren, uns für unser Überleben auf die hart umkämpfte Flugreisebranche zu verlassen», fügt er an.



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