Boeing B737 von Luxair: Neue Maschinen.

Nachwuchs bei Luxair

Trotz Krise und Streit mit dem Personal investiert die Airline in die Erneuerung der Flotte. Im Dezember stößt eine Boeing B737-800 zum Flugzeugpark.

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Eigentlich gibt es für die Chefs von Luxair derzeit wenig Erfreuliches. Ihre Fluggesellschaft schreibt tiefrote Zahlen. 16 Millionen Euro verlor sie 2011 im Linienverkehr. Und dieses Jahr wird nach allen Prognosen kaum besser. Deshalb machte sich die Führung unter Generaldirektor Adrian Ney schon vor Monaten daran, auch beim Personal Einsparungsmöglichkeiten zu suchen. Und sie wurde fündig. Den Gewerkschaften OGBL, LCGB und NL-Snep offerierte sie Ende Oktober eine Verlängerung des Ende Jahr auslaufenden Kollektivvertrages. Allerdings hätten diese dafür Bedingungen akzeptieren müssen: Tiefere Löhne, längere Arbeitszeiten und mehr Flexibilität. Das wollten die Arbeitnehmervertreter nicht hinnehmen. Und so kündigte das Management umgehend den Kollektivvertrag. Es will aber weiter mit den Gewerkschaften verhandeln.

Dennoch kann Ney offenbar immer noch immer strahlen. Vergangene Woche besuchte er das Boeing-Werk in Renton im amerikanischen Bundesstaat Washington. Dort wird derzeit die erste von drei brandneuen B737-800 fertig gestellt. Die Maschine mit Platz für 186 Passagiere und dem Sky Interior mit neuen Gepäckablagen, Belüftungen und neuen Deckenverkleidungen wird am 7. Dezember planmäßig an Luxair übergeben. Im Januar 2014 soll dann die nächsten Jets aus Renton zur Flotte stoßen, ein Jahr später nochmals einer. Die B737-800 werden vor allem die Charteroperationen verstärken.

Schnellere Auslieferung erwünscht

Derzeit fliegt Luxair mit einer Flotte von drei B737-700 im Alter von durchschnittlich acht Jahren, zwei B737-800 (11,3 Jahre), sechs knapp dreijährigen Dash 8-400 und sechs Embraer ERJ145 von knapp13 Jahren. Zur Erneuerung der Flotte wird eine geleaste B737 bereits im Dezember an den Leasinggeber zurückgegeben, wenn der neue Jet von Boeing an der Basis am Flughafen Findel eintrifft. Zwei ältere Maschinen werden bei Eintreffen der zwei weiteren neuen verkauft, wie die Zeitung Tageblatt schreibt. Das Management wünsche sich eine schnellere Auslieferung, so das Blatt. Mehr als darum bitten kann es indes nicht. Die Auslieferungsdaten sind alle fest verplant.

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