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Michael O'Leary

Lufthansa wie ein «Crack-Kokain-Junkie»

Ryanair-Chef Michael O'Leary gefällt es gar nicht, dass Konzerne wie Lufthansa Staatshilfen beantragen. Dafür findet er auch recht eigenwillige Metaphern.

Lufthansa/Ryanair/Montage aeroTELEGRAPH

Michael O’Leary: Schoss scharf gegen Lufthansa.

Die ganze Welt ist  derzeit besessen von der Netflix-Dokumentation Tiger King, die tief in die absurde Welt der Raubkatzenfans in den USA eintaucht. Vielleicht auch Michael O’Leary? Zumindest der Hintergrund, den der Ryanair-Chef für sein Interview mit dem britischen Fernsehsender Sky News wählte, lässt darauf schließen. Zu sehen ist ein Bild von Leopardenfell.

Doch nicht nur der Hintergrund, auch der Inhalt des Interviews hat es in sich. O’Leary wird einmal mehr seinem Ruf gerecht, kein Blatt vor den Mund zu nehmen und feuert eine Breitseite nach der anderen in Richtung seiner Konkurrenten ab. Auch zu Lufthansa hat der Ire etwas zu sagen. In Bezug auf die bis zu zehn Milliarden an Staatshilfen verglich O’Leary den deutschen Konzern mit einem «Crack-Kokain-Junkie».

Auch Kritik an Richard Branson

Die Flugzeuge seien ja geparkt, also brauche man gar nicht so viel Geld. Die Deutschen seien so high, dass sie nicht mehr wüssten, was sie tun, führte O’Leary die Analogie weiter. Nach der Krise würden sie wohl einfach wieder «rumlaufen und alle kaufen».

Auch Milliardär Richard Branson bekam sein Fett weg im O’Leary-Interview. Der Ryanair-Chef stört sich daran, dass dessen Virgin Atlantic Staatshilfe möchte. Branson hatte zuvor seine Karibikinsel Necker Island als Sicherheit gegen einen Kredit der Regierung angeboten, wie er in einem Schreiben an die Mitarbeiter erklärte.

«Soll er den Scheck doch selbst schreiben»

«Da haben wir jetzt Virgin Atlantic, die quasi Delta gehört, und einen Milliardär, der auf einer Karibikinsel lebt», so O’Leary. «Wenn er wirklich so besorgt um Virgin ist, soll er den Scheck doch selbst schreiben. Geld hat er genug.»



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